Brauche ich wirklich einen Zahnzusatzversicherung?

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7 Antworten

Das lässt sich pauschal sicher nicht beantworten.

Da deine Zähne ja bisher immer sehr gut waren war eine Zahnzusatzversicherung sicherlich nicht nötig. Das Problem ist, dass man nie weiß was in Zukunft sein wird. Ab einem gewissen Alter benötigt man zum Beispiel einen Zahnersatz oder ähnliches.

Ich habe mal ungefähr ausgerechnet, wieviel du bei einer Zahnzusatzversicherung zahlen würdest (da du meintest, dass du mitte 50 bist hab ich einfach 55 als Alter angegeben. Viel wird sich vom Preis dann eh in dem Bereich nicht mehr ändern). Im Schnitt wären es ungefähr 30-50€. Wenn du nun in 10 Jahren ein Implantat benötigst, dann hat sich die Versicherung nicht unbedingt gelohnt (kommt natürlich darauf an wieviele Implantate und wie teuer). Der einzige Vorteil dabei ist dann nur, dass du den Gesamtbetrag nicht sofort komplett zahlen müsstest, da du dies quasi schon in "Teilzahlungen" gemacht hast.

Wenn du nun nach diesem Rechenbeispiel ( www.zahnzusatzversicherung.net/ratgeber/erstattungsbeispiele/erstattungimplantant ) 10 Jahre lang 30€ einzahlen würdest und nur ein Implantat benötigst, hättest du immer noch 1000€ "zu viel eingezahlt" und müsstest dann trotzdem noch 300€ drauf zahlen.
Dementsprechend würde sich dies dann nicht lohnen. Brauchst du mindestens 2 Implantate sieht die ganze Sache aber schon wieder anders aus...

In diesem Sinne... vielleicht ist es umsonst, vielleicht auch nicht.

Gruß, Biene :-)

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Das ist schwer einen Rat zu geben. Die Kosten für Zahnersatz können in die Tausende, z. T. auch in die Zehntausende gehen. Wenn Du noch 10 bis 15 Jahre wartest, sind die Prämien womöglich sehr teuer und vielleicht bekommst Du auch keine mehr. Wenn deine Zähne allerdings so gut bleiben, wären auch die je nach Tarif geschätzten 20 - 50 Euro zu viel bezahlt. Das ist eine Entscheidung die dir niemand abnehmen kann. Aber frage doch mal, was Zahnersatz (Implantat, Brücke, Krone etc.) so kostet und wie hoch dein Eigenanteil ist (auch au die Ausführung des Zahnersatzes achten, Kassenleistung ist nur einfache Ausführung). Dann hol dir mal Angebote von verschiedenen Versicherern (auch auf die versicherten Leistungen achten, denn auch da gibt es große Unterschiede). Dann kannst Du vielleicht leichter entscheiden, ob du das Risiko eingehst oder nicht. Vergiss auch nicht: Zahnersatz braucht man nicht nur mit schlechten Zähnen, sondern z. B. auch nach Unfällen.

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Als Privatpatient bin ich immer sehr skeptisch bei Arztäußerungen. Mein Zahnarzt will mir auch immer alles mögliche an Behandlungen aufschwatzen, vermutlich braucht sein Dritt-Porsche neue Alufelgen. Da ich meinen Mitmenschen grundsätzlich immer nur das Schlechteste zutraue, unterstelle ich mal, dass Dein neuer Zahnarzt ín erster Linie pekunäre Gründe für die Empfehlung hatte. Wenn Deine Zähne wirklich tadellos sind, kann man sich die Zahnzusatzversicherung sparen.

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Kommentar von GAFIB
17.09.2012, 16:23

DH - Patienten mit Zusatzversicherung sind leichter zu "führen", wenn´s um (teure) prothetische Versorgung geht, weil´s dem Patienten dann nicht so "weh" tut. Es ist und bleibt ein Rechenexempel, womit man selber in den nächsten Jahren rechnet an Versorgungsaufwand versus der evt. Versicherungsbeiträge.

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Die Beiträge, welche eine Versicherung einnimmt sind immer viel höher als ihre bezahlten Sicherungsleistungen. Daraus folgt logisch, dass schon ein Versicherter mit durchschnittlichem Risiko in der Regel mehr in die Versicherung einzahlt, als er erhält.

Wer davon ausgeht, dass er ein unterdurchschnittliches Risiko hat (z.B. sehr gute Zähne noch mit 50) wird demnach mit noch viel höherer Wahrscheinlichkeit in die Versicherung mehr einzahlen, als er er erhalten wird.

Für kalkulierbare und tragbare Risiken, sollte man daher grundsätzlich keine Versicherung abschließen und mit dem eingesparten Geld sich besser eigene Rücklagen schaffen.

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Grundsätzlich gilt für jede Versicherung - wenn ich es mir leisten kann, wenn der Schadensfall eintritt, dann brauche ich die Versicherung nicht. Also: was wäre wenn Sie doch eine größere Zahnsanierung hätten, haben Sie das Geld auf der Seite? Im Übrigen ist eine Zahnversicherung nicht die wichtigste Versicherung - es gibt elementarere, aber es kann beruhigen. Und natürlich ist es für einen Zahnarzt angenehm, wenn jeder eine Zahnversicherung hat - denn auch er möchte möglichst sein Geld bekommen

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Generell mach eine Zahnzusatzversicherung schon Sinn finde ich, wobei in diesem Fall, wenn man mit 50 immer noch sehr gute Zähne hat, glaube ich, dass man vielleicht wirklich darauf verzichten kann.

Im Klaren muss man damit aber sein, dass es dennoch mal zu Zahnproblemen kommen kann und man unter umständen trotz der heute guten Zähne mal einen neuen Zahn, z.B. ein Implantat benötigt. Die Kosten hierfür belaufen sich schnell auf 2.000 Euro an Eigenkosten. Wenn man nun sagt, dass ist in Ordnung, damit könnte man leben, dann würde ich auf eine Zahnzusatzversicherung verzichten.

Wenn man aber aus heutiger Sicht feststellt, die 2.000 Euro kann man sich nicht leisten, dann würde ich eher zu einer Zahnzusatzversicherung tendieren. Es gibt ja durchaus auch Zahnzusatzversicherungen, die z.B. nur Zahnersatz absichern mit z.B. 70 % (Allianz ZahnPlus), da hat man dann die teuersten und schlimmsten Fälle abgedeckt und dennoch kostet die Zahnzusatzversicherung laut Informationen der Internetseite Werbung durch Support gelöscht nur 13,08 Euro im Monat und ist somit überschaubar würde ich sagen.

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Kommentar von Helge001
20.09.2012, 02:01

70%? 13,08 EUR für einen 55jährigen mit dem AllianzTarif ZahnPlus? Das halte ich für ein Gerücht.

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Vielleicht sollten Sie sich nach in erster Linie statt nach einer Zahnzusatzversicherung nach einem anderen Zahnarzt umsehen. Grundsätzlich macht eine solche Versicherung natürlich Sinn da Sie vor hohen Kosten für Zahnbehandlung wie auch Zahnersatz schützt, aber wenn alles so gut wie bei Ihnen intakt zu sein scheint würde ich darüber nachdenken mir eher selbst eine Rücklage zu schaffen. Ich hätte bei der Situation so wie Sie diese schildern bedenken, dass der ZA nur später hoch abrechnen möchte und die Gebührenordnung ausreizen will und gegebenenfalls auch da behandelt wo es gar nicht notwendig ist. Das muss nicht so sein, ich hätte hier aber ein ungutes Gefühl.

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