Brauche ich wirklich einen Zahnzusatzversicherung?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Das lässt sich pauschal sicher nicht beantworten.

Da deine Zähne ja bisher immer sehr gut waren war eine Zahnzusatzversicherung sicherlich nicht nötig. Das Problem ist, dass man nie weiß was in Zukunft sein wird. Ab einem gewissen Alter benötigt man zum Beispiel einen Zahnersatz oder ähnliches.

Ich habe mal ungefähr ausgerechnet, wieviel du bei einer Zahnzusatzversicherung zahlen würdest (da du meintest, dass du mitte 50 bist hab ich einfach 55 als Alter angegeben. Viel wird sich vom Preis dann eh in dem Bereich nicht mehr ändern). Im Schnitt wären es ungefähr 30-50€. Wenn du nun in 10 Jahren ein Implantat benötigst, dann hat sich die Versicherung nicht unbedingt gelohnt (kommt natürlich darauf an wieviele Implantate und wie teuer). Der einzige Vorteil dabei ist dann nur, dass du den Gesamtbetrag nicht sofort komplett zahlen müsstest, da du dies quasi schon in "Teilzahlungen" gemacht hast.

Wenn du nun nach diesem Rechenbeispiel ( www.zahnzusatzversicherung.net/ratgeber/erstattungsbeispiele/erstattungimplantant ) 10 Jahre lang 30€ einzahlen würdest und nur ein Implantat benötigst, hättest du immer noch 1000€ "zu viel eingezahlt" und müsstest dann trotzdem noch 300€ drauf zahlen.
Dementsprechend würde sich dies dann nicht lohnen. Brauchst du mindestens 2 Implantate sieht die ganze Sache aber schon wieder anders aus...

In diesem Sinne... vielleicht ist es umsonst, vielleicht auch nicht.

Gruß, Biene :-)

Als Privatpatient bin ich immer sehr skeptisch bei Arztäußerungen. Mein Zahnarzt will mir auch immer alles mögliche an Behandlungen aufschwatzen, vermutlich braucht sein Dritt-Porsche neue Alufelgen. Da ich meinen Mitmenschen grundsätzlich immer nur das Schlechteste zutraue, unterstelle ich mal, dass Dein neuer Zahnarzt ín erster Linie pekunäre Gründe für die Empfehlung hatte. Wenn Deine Zähne wirklich tadellos sind, kann man sich die Zahnzusatzversicherung sparen.

DH - Patienten mit Zusatzversicherung sind leichter zu "führen", wenn´s um (teure) prothetische Versorgung geht, weil´s dem Patienten dann nicht so "weh" tut. Es ist und bleibt ein Rechenexempel, womit man selber in den nächsten Jahren rechnet an Versorgungsaufwand versus der evt. Versicherungsbeiträge.

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Das ist schwer einen Rat zu geben. Die Kosten für Zahnersatz können in die Tausende, z. T. auch in die Zehntausende gehen. Wenn Du noch 10 bis 15 Jahre wartest, sind die Prämien womöglich sehr teuer und vielleicht bekommst Du auch keine mehr. Wenn deine Zähne allerdings so gut bleiben, wären auch die je nach Tarif geschätzten 20 - 50 Euro zu viel bezahlt. Das ist eine Entscheidung die dir niemand abnehmen kann. Aber frage doch mal, was Zahnersatz (Implantat, Brücke, Krone etc.) so kostet und wie hoch dein Eigenanteil ist (auch au die Ausführung des Zahnersatzes achten, Kassenleistung ist nur einfache Ausführung). Dann hol dir mal Angebote von verschiedenen Versicherern (auch auf die versicherten Leistungen achten, denn auch da gibt es große Unterschiede). Dann kannst Du vielleicht leichter entscheiden, ob du das Risiko eingehst oder nicht. Vergiss auch nicht: Zahnersatz braucht man nicht nur mit schlechten Zähnen, sondern z. B. auch nach Unfällen.

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