Brauche dringend Eure Hilfe!! Wie kann ich eine Hypothek löschen

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ein Eintrag im Grundbuch hat nur dann eine Wirkung, wenn dahinter auch ein entsprechender Vorgang sich verbirgt. Ich habe z.B. vor 11 Jahren ein Haus gekauft, wo 40000 DM Grundschuld auf eine Bank eingetragen waren. Der Verkäufer hat diese Schuld (vom Kauferlös) bezahlt und die Grundschuld auf meinen Wunsch nicht löschen lassen. So ist dieser Eintrag auf mich übergegangen, ich habe bei dieser Bank mein Konto eröffnet und habe einen unbenutzten Eintrag im Grundbuch. Wenn ich einen Kredit benötige, dient dieser Eintrag als Sicherheit. Was ich der Bank schuldig bin, entscheidet ausschließlich der aktuelle Kreditvertrag und sein Kontostand. Der Eintrag dient nur als Sicherheit und kann ohne Zustimmung des Begünstigten nicht entfernt werden. Maßgeblich ist aber immer, was man dem Begünstigten tatsächlich schuldet und dieser muss das auch mit Verträgen belegen können.

In Deinem Fall muss Deine Schwiegermutter zum Notar gehen und die Löschung beauftragen. Dazu muss derjenige, zu dessen Gunsten der Eintrag benannt ist, der Löschung zustimmen. Was das Finanzamt betrifft, spielt nur die tatsächliche Geld- bzw. Wertbewegung eine Rolle. Den Grundbucheintrag kontrolliert das Finanzamt nur, um steuerrechtliche Maßnahmen in Erfahrung zu bringen, als Einstieg sozusagen. Wenn eine Schenkung vorliegt, ist dies vom Grundbucheintrag unabhängig. Man hat keine Möglichkeit, den wahren Ablauf dem Finanzamt zu verschweigen. Weder mit noch ohne diesen Grundbucheintrag. Wie man aber eine Schenkung am günstigsten abwickelt, kann man vom Notar erfahren. Auch bei den legalen Möglichkeiten gibt es bessere und schlechtere Lösungen.

Im Prinzip ganz einfach. Derjenige der die Grundschuld eingetragen hat - kann sie auch wieder austragen.

Soweit ist mir das klar, nur sagt dieser er hätte sich bei einem Notar erkundigt und dieser hätte ihm mitgeteilt, dass nach der Löschung das Finanzamt mit einer Forderung an ihn herantritt. Stimmt das wirklich? Ehrlich gesagt habe ich da so meine Zweifel.

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@doux28

Kommt auf den Eintrag des Rechtes an. Entweder er hat noch Forderungen oder keine mehr. Alles im Grundbuch kann gelöscht werden. Das Grundbuch zählt als öffentliches Recht. Sprich, das was im Grundbuch steht ist war. Somit muss es auch immer etwas geben, warum das Recht eingetragen wurde. Dann kann es auch wieder ausgetragen werden.

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Das ist nicht ganz richtig: Austragen muss es der Eigentümer. Nur benötigt er dazu die Zustimmung des Begünstigten.

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@wotan38

Ja klar, die Löschungsbewilligung macht der Eigentümer des Rechtes Abteilung 2 oder 3. Danach erhält diese der Eigentümer. Danach kann man das Recht dann löschen. Man unterschreibt als Eigentümer die Löschungsbewilligung und reicht die über einen Notar beim Grundbuchamt ein.

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@Bankkaufmann69

Kann meinen Kollegen die Richtigkeit seiner Aussage nur bestätigen Maßgebend für die Löschung ist die Valutierung der Grundschuld, wird nichts mehr geschuldet ist die Löschungsbewilligung-wie dargestellt- zu erteilen.

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