Bonuszertifikate & Aktienanleihen - wie sind diese aufgebaut und kann man diese selbst erstellen?

1 Antwort

Kann man. Aufgrund der Transaktionskosten für Retailkunden sind jedoch die Konditionen ggf. ungünstiger, d.h. der Break-Even der Produkte wird sich zu Deinen Ungunsten verschieben. Es kann auch daran scheitern, daß Du keine Calls/Puts verkaufen kannst bzw. keine Swaps eingehen kannst. Je nach Produkt stecken viele Details und komplexe Optionsscheinkonstruktionen, die ggf. auch laufend Anpassungen erfordern, darin.

Was Du jedoch produzieren kannst, sind ein paar Konstruktionen, die recht hilfreich sein können:

  • Protective Puts: damit lassen sich Garantiezertifikate nachbilden. Man kauft einen Basiswert und eine Put Option. Die Put-Option sichert nach unten ab, d.h. begrenzt das Verlustrisiko.

  • Sprint/Outperformance-Zertifikate lassen sich durch Kauf eines Basiswerts und einer Call-Option nachbilden. Der Call stellt eine Vervielfachung der Performance des Basiswerts ab einem gewissen Kurs dar.

Erlaubt Dir Dein Broker auch, Calls und Puts zu verkaufen, dann lassen sich auch andere Zertifkatskonstruktionen realisieren sofern nicht die Transaktionskosten das prohibitiv erscheinen lassen.

Warum, wenn ich puts oder Calls habe, dann kann ich doch diese wieder verkaufen? Das ist aber dann kein Short Put/ Short Call... Ich kann nur eben keinen Put emitieren - wenn du das meinst. Zusatzfrage: Ist der Erwartungswert der Rendite bei einem Protektive Put unter Vernachlässigung des Emitentenrisikos grundsätzlich positiv? (Auch wenn man natürlich damit auch Miese machen kann, wenn das Underlying einen Totalverlust erzielt, der Put aber den Kursverlust auf Grund des Zeitwertverlustes nicht mehr deckt. Wie könnte ein derartiges konstrukt mit Laufzeit 01/14 für 100 Daimler-Aktien als Underlying aussehen? Welchen Put mit welchem Strike mit ungefähr Laufzeit 01/14 muss man dann wählen?

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@steuercd

Der Witz bei einem Put Spread oder Calendar Spread ist ja gerade, daß man auch Puts beispielsweise verkauft :-)

Das mit Daimler rechnest Du nun mal selbst genau aus :-) Hier gibt es nämlich Puts auf Daimler selbst, d.h. wir müssen keinen Umweg über den DAX oder einen Short Automotive ETF machen. Bei Optionsscheinen kommt noch die Volatilität hinzu, bei Short Knock-Outs (Mini Futures) die langsam sinkende Schwelle.

Mehr hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Protective_Put

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