Börsenprofis: Aktiensparplan oder Fondsparplan, was eignet sich besser zur langfristigen Anlage?

3 Antworten

Ich persönlich finde Aktiensparpläne gut, weil sie für mich am transparentesten sind. Mit 400 € Monatlich kannst du theoretisch wie auch praktisch 16 Aktien a 25 € Sparrate gleichzeitig besparen. Wenn du das quartalsweise zusammenbaust, sogar 48 Aktien. Damit bekommt man eine Streuung hin. Auf http://www.aktiensparplan.net gibt es vielleicht etwas Inspiration. Die meisten Direktbanken bieten übrigens auch Bruchstück-Käufe an, somit ist auch die Stückelung kein Problem. Theoretisch kannst du auch ein paar Aktiensparpläne mit ETF Sparpläne die breit z.B. in den MSCI World investieren, kombinieren. Gemanagte Aktienfonds sind gerade auf Dauer eher hinter dem Index. 

  • Aktiensparplan: damit hast Du zwar ein Cost Averaging über eine gewisse Zeit, aber einzelne Aktien sind nun mal riskanter und volatiler als ein Gesamtmarkt bzw. Marktsegment. Daher meine Meinung: NEIN. Aktiensparpläne halte ich für unsinnig.

  • ETF-Sparplan: als langfristiges Investment können ETFs in etablierten Märkten mit Fonds, die auch keine wesentliche Outperformance gegen übliche Marktindices bringen, durchaus eine Option sein. Allerdings sollte man sich das laufend genau anschauen, denn ETFs haben oft durch ihre Indexstrategie ein Klumpenrisiko in Branchen, Regionen oder Währungen, das man in aktiv verwalteten Fonds nicht dauerhaft hat bzw. in wechselnder Art hat. Daher meine Meinung: NJEIN. ETF-Sparpläne auf Long-Indices können funktionieren, da die Indices den langfristigen, durch Inflation getriebenen Aufwärtstrend im Prinzip auch abbilden. Meist sind jedoch Fonds die bessere Option.

  • Fondssparplan: Fonds sollten den langfristigen Aufwärtstrend eines Marktes bzw. die Inflationsrate outperformen, indem sie in Downturns weniger in die Tiefe gehen, jedoch an Boomphasen partizipieren und durch geeignete Titelauswahl Aufwärtsbewegungen verstärken. In Seitwärtsbewegungen liefern Dividenden und Zinskupons einen Ertrag. Daher meine Meinung: JA. Es kommt jedoch kritisch auf die Auswahl geeigneter Fonds an.

Ich würde für einen derartigen Betrag daher zwar durchaus eine Reihe von Basissparplänen einsetzen, die einfach kontinuierlich investieren - am besten auch über verschiedene Tage verteilt (also nicht alles am 01. anlegen, sondern einen Teil auch am 15. oder ggf. anderen Tagen), jedoch einen Teil der Mittel nutzen, um in Downturns gezielt Positionen nachzukaufen. Eine solche Strategie des Rebalancings wird dazu führen, daß die Performance insgesamt noch verbessert wird. Man muß dafür jedoch Geduld haben.

Auf einmal würde ich den Betrag auf keinen Fall investieren. Selbst wenn die Märkte nun deutlich von ihren Höchstständen entfernt wären, würde ich im zeitlichen Versatz 10-15 Pakete schnüren, die separat gekauft werden.

Die Sparpläne verhindern, daß man zu lange am Rand sitzt und wartet. Der Resttopf für Spontaninvestitionen sorgt dafür, daß man Marktchancen besser nutzen kann.

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Hallo gandal94305,

vielen Dank für die Informationen!

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wenn du Einzelwerte kaufst, dann hast du keine gute Verteilung, auch wenn du 4 Branchen nimmst. Das ist zu gering und damit ist das Risiko hoch und man unterliegt den Schwankungen von Aktien - teils ist das Risiko noch höher, wenn man Underperformer wählen sollte.

Ein Fondssparplan ist deutlich besser. Durch einen Sparplan hast du den Cost-Average-Effekt. Ob nun ETF oder einzelne Fonds ist so ne Sache. Mit einem ETF nimmt man an der Wertentwicklung eines Indexes teil. Will man jedoch spezielle Branchen oder Assetverteilungen wählen, wird man sich Einzelfonds suchen müssen und fährt sicherlich damit besser.

Wechsel der Riester-Fondspolice in einen reinen Riester-Fondssparplan sinnvoll?

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zum Thema Riester. Ich besitzte aktuell einen ruhende Riester-Fondspolice der Zurich mit dem dahinterliegenden DWS-Premium-Modell. Aktuell denke ich darüber nach, wieder mit dem Riestersparen anzufangen. Vor allem aufgrund der Steuerersparnis (zur Info eine Entgeldumwandlung über den AG besteht schon). Aufgrund meines Alters (25 Jahre) möchte ich auch auf jeden fall eine Fondslösung beibehalten. Allerdings bin ich mir sehr unsicher, ob ich es wirklich Sinn macht die teurer Lösung der Zurich weiterzuführen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass der Vertrag bereits seit 2007 läuft und daher die "teuren" ersten Anfangsjahre bald vorüber sind. Ergänzend noch: Für die volle Förderung müsste ich den Höchstbeitrag zahlen.

Aus diesem Grund würde mich eure Meinung interessieren, ob es Sinn macht in eine reine Fondslösung ohne Versicherungsmantel zu wechseln und die erneuten Gebühren in Kauf zu nehmen.

Gemäß Testurteilen, kommen für eine solche Form ja fast nur zwei Anbieter in Frage: Die mir ja bekannte DWS-Premium-Rente (Nachteil höhrere Gebühren zu Beginn und häufiges Umschichten) oder die Uniprofirente (Nachteil: im schlechtesten Fall vollständige Umschichtung in Rentenfonds). Wie ihr seht, bin ich also von beiden auch nicht wirklich komplett überzeugt ;). Aber viele Alternativen scheint es ja nicht zu geben.

Neben der Riesterrente habe ich auf jeden Fall vor auch eigenständig in Wertpapiere zu investieren (Beispielsweise über die neue Cosmos Direkt Lösung Flexible Vorsorge Invest). Ich denke, damit wären so ziemlich alle Bausteine einer Altersvorsorge abgedeckt.

Vielen Dank vorab für eure Antworten!

Andre

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