Börsenplatz an und verkauf

3 Antworten

Ich weiß nicht, was für ein Verhältnis Du hier berechnen willst.

Interessant sind neben den Gebühren Deiner Bank auch die börsenplatzabhängigen Gebühren bei An- und Verkauf. Diese hängen aber durchaus von der Auftragsgröße und der Wertpapierart ab, wie Du im beigefügten Bild sehen kannst. Das Bild basiert auf Handelsblatt-Zahlen vom Nov. 2011.

Börsenplatzgebühren Aktien - (Aktien, Börse)

Sorry, das Bild ist etwas klein geraten, daher muss ich eine neue Antwort mit einem größeren Bild beifügen.

Deutsche Börsenplatzgebühren für Aktien - (Aktien, Börse)

Kannst Du bitte nochmals genau die Frage formulieren? Das ist etwas wirr, was Du da schreibst.

Wenn Du in Stuttgart Aktien zu 1,00 EUR kaufst (z.B. 1.000 Stück), dann erfolgt dies über Deine Depotbank. Diese nimmt Deinen Auftrag an, reicht ihn an die Börse weiter und wartet auf Ausführung. Ausfühung bedeutet, daß Clearstream als Clearingstelle der Börsen in Deutschland die entsprechende Zahl an Aktien für Dich bucht und dies der Depotbank mitteilt. Diese registriert dann einen Einstandskurs von 1,00 EUR je Stück für 1.000 Stück. Die Abrechnung sagt dann beispielsweise, daß dafür Gebühren von EUR 9,90 (Transaktionskosten) plus EUR 2,50 (Börsenplatzgebühr) plus 0,08% vom Wert (Courtage) anfallen. Macht also EUR 13,20. Die Transaktion kostet Dich somit 1.013,20 EUR.

Clearstream ist aber auch die Clearingstelle aller anderen Börsen in Deutschland, d.h. wenn Du nun in Frankfurt (Xetra) verkaufen möchtest, reicht die Depotbank Deinen Auftrag an die Börse in Frankfurt (Xetra) weiter. Wird dieser zu 2,00 EUR je Aktie ausgeführt (da es Käufer für Deine 1.000 Stück gibt), so erfolgt die Abrechnung wiederum über Clearstream, die von Deinen 1.000 Stück nun 1.000 abziehen, d.h. anschließend hast Du keine Aktien mehr übrig. Das wird der Depotbank gemeldet. Diese bucht die 1.000 Aktien aus dem Depot aus, so daß dort nun auch kein Bestand mehr steht, und rechnet die Transaktionskosten aus. Für Xetra wären das z.B. EUR 9,90 (Transaktionskosten) plus EUR 1,25 (Xetra), d.h. 11,15 EUR. Der Erlös beträgt damit EUR 1.988,85. Dies wird Deinem Konto gutgeschrieben.

Unter dem Strich hast Du also einen Gewinn von 975,65 EUR. Hast Du nun noch einen Freistellungsauftrag über 801 EUR eingerichtet und noch nichts davon aufgebraucht, rechnet die Bank aus, daß 174,65 EUR darüber hinausgehen und damit zu besteuern sind. Du zahlst darauf also Abgeltungssteuer, Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer.

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