Börsen Neueinsteiger-worauf unbedingt achten?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Charttechnik

das halte ich persönlich für Kaffeesatzleserei. Ich halte von Fundamentaldaten viel mehr. Damit kann man Firmen viel besser bewerten - so meine Erfahrung.

Wenn du nicht nur zocken willst, würde ich zu kleinen Werte suchen, sondern Blue Chips mit entsprechender Liquidität.

Ich würde nicht nur kaufen, sondern auch eine Strategie festlegen, wie/ wann man aussteigt. Das Aussteigen ist für die meisten viel schwerer als der Einstieg.

Wenn du 'nur' 10.000 Euro hast, dann macht es wenig Sinn, in Einzelwerte zu gehen. Ich würde eher zu einem Fonds tendieren, denn dann bekommt man auch für den Betrag eine Streuung und damit Risikominimierung hin.

Der Begriff "an die Börse gehen" bedeutet, daß Du Aktien Deines Unternehmens in den Umlauf bringst :-)

Ich nehme mal an, daß Du damit meinst, den Entschluß gefaßt zu haben, an den Kapitalmärkten zu investieren.

Während alles wie ein großes Glücksspiel, das von ein paar Gurus beherrscht wird, aussieht, ist in Wirklichkeit eigentlich alles anders. Geldanlagen in Wertpapieren haben primär nichts mit Glück und Insiderwissen, sondern mit Risikomanagement zu tun. Es gibt keinen "guten Riecher". Es gibt auch keine Wundertechniken, um Vorhersagen treffend zu treffen. Es gibt keine Experten, die die Marktentwicklungen der nächsten Jahre oder auch nur Tage vorhersagen können. Es gibt keine Chancen ohne Risiken.

Zunächst mal sollte Dir klar sein, wie die einzelnen Instrumente funktionieren. Was sind Aktien, Anleihen, Optionsscheine, Futures, Fonds, ETFs, ETPs, ETCs, ETNs, Währungen, Zertifikate verschiedener Sorten, ... auch Indices und ihre Zusammensetzungen sollte man sich mal anschauen. Dazu gibt es Bücher und Wikipedia ist auch immer ein Quell des Wissens.

Dann sollte Dir klar sein, wie die Zusammenhänge zwischen Marktereignissen grob sind. Was bedeutet es, wenn der EUR gegen den USD abwertet? Was bedeutet es, wenn eine Zentralbank frisches Geld druckt? Was bedeutet es, wenn eine Leistungsbilanz negativ ist? Das hilft, die Wechselwirkungen zwischen Marktteilnehmern und den einzelnen Instrumenten zu verstehen.

Damit läßt sich eine Idee formulieren, wie eine Strategie aussehen kann. Eine Strategie für die Anlage an Kapitalmärken bedeutet, einzelne Segmente dieser Kapitalmärkte mit Gewichtungen zu versehen. Beispielsweise kann man als Europäer ein einfaches Portfolio mit 25% Aktien Europa, 25% Aktien Welt (ist normalerweise primär USA, der Rest andere Industrienationen), 25% Aktien Emerging Markets und 25% Renten zusammenstellen (hypothetisch - ob das Deine Geschmacksrichtung ist, solltest Du selbst bestimmen). Dabei gewichtet man Anlageklassen und Segmente daraus in einer bestimmten Form. Anlageklassen sind Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe, ...

Das Grundprinzip der Diversifikation besagt, daß man nicht alle Eier in einen Korb legen soll. Man sollte sich aber auch nicht verzetteln. Also mischt man sorgfältig Anlageklassen und -segmente, damit sich Risiken einzelner Bereiche in Grenzen halten und vielleicht sogar ausgleichen.

Ist Dir nun klar, daß z.B. 25% in europäische Aktien gehen sollen, wäre die nächste Frage, wie man das anstellt. Einzelwerte würde man als Positionen von mind. 4.000 EUR kaufen. Für eine sinnvolle Diversifikation will man das Ausfallsrisiko auf vielleicht 2% des Portfolios beschränken. Also muß man 50 Aktien halten, d.h. ein Volumen von mind. 200.0000 EUR besitzen. Hat man oder will man das nicht, kann man auch über Fonds oder ETFs investieren. Gibt es gute Fonds, die ihre Benchmarks laufend schlagen und moderate Volatilität haben, kann man hier investieren, ansonsten wird ein ETF gesucht, der immer besser als die betrachteten Fonds war.

Für europäische Aktien findet man dann vielleicht je einen guten Fonds von Comgest, Henderson und Allianz (AllCaps), aber auch von Threadneedle (SmallCaps)... andere gibt es auch noch. Dann kombiniert man vielleicht einen AllCap-Aktienfonds (Henderson?) mit dem besser gelaufenen, jedoch auch etwas volatileren Threadneedle-Fonds und einem JPM European Equity Plus (130/30-Fonds). Gefällt einem der Mix, sind die 25% vielleicht zu 15% AllCap, 5% SmallCap und 5% Strategiefonds aufzuteilen.

So machst Du das für die Anlagebereiche der Reihe nach...

Damit ergibt sich die Portfolioallokation, die einzelnen Anlagesegmenten konkrete Instrumente zuweist. Diese werden beobachtet. Laufen bestimmte Wertpapiere schlecht, wären sie vielleicht auszutauschen. Laufen bestimmte Segmente schlecht, so sollte man in Tiefs aufstocken, um die geplanten Anteile am Portfolio wieder herzustellen.

Was in diesem Prozeß "gut", "akzeptabel" und "schlecht" ist, hängt von Deiner Bewertung ab. Da kann man dann fundamentale Kennzahlen wie KGV, KBV, PEG, Dividendenrendite etc. oder charttechnische Kennzahlen wie MACD, Relative Stärke, MAVs, etc. heranziehen, um Bewertungen zu beurteilen.

Glück mag manchmal auch eine Rolle spielen, aber viel wichtiger ist meiner Erfahrung nach, daß man stets überall investiert ist, daß man nicht glaubt, einfach schlauer als andere Anleger zu sein, und daß man mit Disziplin die eigenen Regeln einhält.

Mit 10.000 EUR als Grundstock würde ich für den Anfang mal die Bereiche Aktien Europa, Aktien Industrieländer/Welt, Aktien Emerging/Frontier Markets und Renten angehen. Renten nicht über Rentenfonds, sondern über ausgewogene Mischfonds, da diese das Zinsrisiko für Renten besser puffern können.

Von Einzelaktien würde ich für's Erste die Finger lassen, denn das wäre dann wirklich Zocken.

Außer eine Menge Glück natürlich?!

Oh dear, oh dear.

Wie wäre es, wenn du erstmal die Fundamentalanalyse lernst. Die Entscheidung zum Kauf einer Aktie ist das Resultat aus der Bewertung. Hier fließen viele Faktoren ein (KGV, PGE, KBV, etc.). AKtienhandel ist auch nicht zwingend Spekulation es ist ein Investment. Man kauft Unternehmensanteile und wird am Erfolg und Misserfolg des jeweiligen Unternehmens beteiligt.

Dann kommt die eigene Disziplinierung ins Spiel. Das nennt man grob gefasst Börsenpsychologie. Der Börsenhandel muss nüchtern und emotionslos erfolgen.

Auch sollte man die Werkzeuge der Börse kennen. Nicht nur die der Chartanalyse sondern auch elementare Dinge die z.B. Stoppkurse.

Es empfiehlt sich auch dringend erst einmal mit einem Musterdepot anzufangen, am besten mit dem gleichen Geld, welches du real verfügbar hast.

Auch sollte man niemals sein gesamtes Kapital nur in eine Anlageform stecken.

Ich könnt noch ewig so weiter schreiben >.<

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