Bleiben Aktien, solide Aktienfonds und ETFs (breitgestreut) langfristig betrachtet als Altersvorsorge eine gute Wahl und ist Buy and Hold noch zeitgemäß?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich denke schon das Aktien und Aktienfonds langfristig eine gute Lösung sind. Auch ist Buy and Hold nicht tot.

Die wirklich wichtige Frage zur Altersvorsorge sollte lauten: „Welche Altersvorsorge ist für mich optimal“? Die Altersvorsorge ist seit 2005 in 3 Schichten aufgeteilt. Schicht 1 Basisversorgung: gesetzliche Rentenversicherung und Basisrente (Rürup-Rente). Schicht 2 Zusatzversorgung: betriebliche Altersvorsorge und Riester-Rente. Schicht 3 Kapitalanlagen: Private Renten- bzw. Kapitallebensversicherungen und Aktienfondssparpläne etc. Weder die optimale Schicht noch die Art der Altersvorsorge kann man pauschal festlegen. Jede Form der Altersversorgung hat unterschiedlich hohe Aufwendungen zum Ansparen einer gleichen Nettorente. Deshalb ist es wichtig, dass vor Abschluss jeglicher Altersvorsorge ein qualitativer und quantitativer Schichtenvergleich durchgeführt wird. Es ist auch ein großer Unterschied, ob man später in der Rentenphase von der ausgezahlten Rente noch Steuern und ggf. Krankenversicherung zahlen muss oder nicht.

Langfristig betrachtet sind wir alle tot.

Daran knüpft sich im übrigen schon die erste Frage an:

Was ist für Dich langfristig? 5 Jahre, 10 Jahre, 20 Jahre, 30 Jahre oder sogar noch mehr?

Ein 20-Jähriger hat bis zu seinem Ruhestand noch an die 50 Jahre. Niemand von uns weiß, was in dieser Zeit passiert. Sofern es keine Fundamentalkatastrophen gibt und sich alles im wesentlichen so vollzieht wie in den letzten 50 Jahren, wäre die von Dir beschriebene Vorgehensweise sicher die richtige. Nur sollte man in den letzten 10 Jahren vor Beginn des Ruhestands einen Gang runter schalten und in risikoärmere Anlagen umschichten.

Je kürzer der Betrachtungszeitraum, desto risikoreicher aber ist das buy-and-hold.

Von persönlichen "Katastrophen" wollen wir dann aber mal garnicht reden. Wenn aufgrund einer Ehescheidung, einem beabsichtigten Hauskauf oder anderen Kalamitäten plötzlicher Kapitalbedarf besteht kann einen das im genau falschen Moment erwischen.

Es ist doch klar, dass im Zusammenhang mit Altersvorsorge, langfristig immer erst ab 10 Jahre beginnt.

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Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.

Bei dieser Aussage ist nicht ganz klar, von wem sie stammt. Man schreibt sie entweder dem Kabarettisten Karl Valentin, dem Schriftsteller Mark Twain oder dem Naturwissenschaftler Niels Bohr zu.

Valentin war alles mögliche, aber kein Kabarettist.

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Fondsgebundene Riesterversicherung - Frage zu Kosten

Ich besitze seit Juni 2012 eine Fondsgebundene Riesterrentenversicherung von HDI. Zu mir, ich bin 26 Jahre alt und meine monatliche Prämiensumme beträgt 162,17 Euro. Leider erst jetzt habe ich mir mal die Kosten angesehen.**** Ich wollte diesbezüglich fragen, ob die Höhe dieser Kosten denn normal sind. Zu den Einzelheiten:****

  • Prämiensumme pro Monat 162,17 Euro
  • garantierte Rente zum 01.06.2055 ohne Zulagen: 281,71 Euro
  • garantierte Rente mit Zulagen : 304,68 Euro
  • bei 6% Wertentwicklung: 864,87 Euro
  • Diese Rente ergibt sich zu diesem Zeitpunkt aus der Summe der vereinbarungsgemäß zu zahlenden Prämien in Höhe von EUR 83.679 EUR 26,94 monatlich je 10.000 EUR des Vertragsguthabens zu Rentenbeginn, mindestens aber EUR 33,67 monatlich je 10.000 EUR des erhöhten garantierten Rentenkapitals
  • Bei Abschluss Ihres Vertrages fallen insgesamt einmalige Abschlusskosten in Höhe von 4,00 % der maßgeblichen Prämiensumme an - 3347,40 Euro
  • Aus Ihren ersten Prämien wird ein Anteil zur Tilgung dieser einmaligen Kosten herangezogen. Die Tilgung erfolgt über einen Zeitraum von 5 Jahren durch gleich hohe monatliche Beträge von 55,79 EUR
  • Die ab Vertragsbeginn laufend einkalkulierten Kosten betragen bis zum 01.06.2055 jährlich 0,298 % der maßgeblichen Prämiensumme. Dies entspricht einem Betrag von jährlich 249,11 EUR
  • Für die Verwaltung der gemanagten Portfolien und Wertsicherungsfonds erheben wir Verwaltungsgebühren. Infolge einer vorsichtigen Kostenkalkulation entstehen dabei Überschüsse. An diesen beteiligen wir Sie im Rahmen unserer Überschussbeteiligung. Nach aktueller Deklaration teilen wir Ihrem Vertrag pro Monat jeweils 0,020 % des Geldwertes der gemanagten Portfolien bzw. 0,075 % des Geldwertes der Wertsicherungsfonds zu. Die Höhe der Kostengewinnanteile wird jedes Jahr neu festgesetzt und ist nicht garantiert
  • Zusätzlich entnehmen wir Ihrem Vertragsguthaben monatlich Kosten in Höhe von 0,010 % des Geldwertes des Vertragsguthabens zuzüglich Schlussgewinnbeteiligung (inkl. Mindestbeteiligung an den Bewertungsreserven), maximal jedoch 0,010 % von 75% der Prämiensumme. Dies entspricht maximal einem Betrag von monatlich 6,28 EUR.

Mir kommen diese Kosten recht viel vor. Wenn man jetzt mal von den Abschlusskosten absieht bezahle ich von den 162,17 Euro Beitragssumme pro Monat 20,76 Euro an Kosten. Das bedeutet, dass allein von meinen monatlichen Einzahlungen 12,80 % Kosten sind und nach Ablauf der Tilgung der Abschlusskosten nur 141,41 Euro im Vertrag landen. Aktuell sogar nur 85,60 Euro (mit Tilgung der Abschlusskosten)

Ist das zu teuer? Ich frage mich gerade, wie die 12%/Monat so schnell wieder reinkommen sollen? Auf die jährliche Zulage werden auch jeweils 4% der 154 Euro berechnet. Was könnte ich in diesem Fall tun? Eine Kündigung zum Mai 2015 würde ein Stornoabschlag von 108 Euro auf 1000 Euro betragen. Da wäre der Rückkaufwert 3282 Euro (ursprünglich 2601Euro-habe damals meinen alten Riestervertrag übertragen)

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Neue Police oder Zusatzbeiträge bei der InterRisk / SFRV und/oder myIndex

Guten Tag.

Vor zweieinhalb Jahren habe ich eine an sich recht gute Entscheidung getroffen, wie ich glaube. Durch verschiedene Informationen aus dem Netz und nach einer Empfehlung durch Finanztest habe ich am Telefon bei der InterRisk einen Fondssparplan im Versicherungsmantel mit größtmöglicher Freiheit bei gleichzeitig geringen Kosten abgeschlossen. Das gute Stück heißt SFRV – und glänzt mMn vor allem durch geringe Gebühren bei unregelmäßigen Beiträgen. Von 1000 Euro, die ich in die Privatreine stecke, gehen nur 0,5 Prozent für Kosten drauf. Davon könnte sich die Allianz durchaus mal eine Scheibe abschneiden. Wenn ich sehe, was da an Abschluss- und Vertriebskosten bei dürftiger Flexibiität und Fonds-Auswahl geboten wird... Na ja!

Jedenfalls habe ich neulich mit einem Freund gesprochen, der mir die myIndex ETF-Police der InterRisk angeboten hat. Ich würde den Vertrag zum Freundschaftspreis bekommen. Er lobt Kickback-Zahlungen (dürften bei ETF ja durchaus schmal ausfallen grins) und sonstigen geringen Kosten. Ich hatte nun überlegt die SFRV-Fonds (eben die mit Kickbacks) in einem neu abzuschließenden myIndex-Vertrag zu besparen und die ETFs in der alten SFRV.

Was haltet ihr von dem Plan? Besser nur einen Vertrag, den SFRV, und lieber mehr da rein stecken oder einen weiteren Vertrag abschließen? Hintergrund ist halt lediglich die Optimierung meiner Versicherungen. :-)

Lieben Dank für jede Antwort.

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Anlagestrategie DWS Riesterrente Premium: Vertrag mit hohem Beitrag vs. regelmäßige Einmalzahlungen

Es wurde ja bereits darüber diskutiert, dass man die Nachteile der Zillmerung in der DWS Riesterrente Premium umgehen kann, indem man zunächst einen Vertrag mit sehr niedrigem Monatsbeitrag abschliesst und dann die eigentlichen Beiträge als Einmalzahlungen tätigt. Meine Frage ist nun, ob sich dadurch die Anlagestrategie der DWS für mein Kapital ändert. Zur Verdeutlichung: Nehmen wir an, ich schließe einen Vertrag mit monatlichem Beitrag von 500 EUR und Laufzeit 30 Jahre ab. Wenn ich nun meine ersten 500 EUR zahle, "weiss" die DWS dass noch 179950 EUR an Beiträgen kommen werden, also genügend Kapital, um einen etwaigen Verlust der ersten 500 EUR wieder zu kompensieren. Dementsprechend kann die DWS die 500 EUR wohl "guten Gewissens" chancenorientiert anlegen, ohne Gefahr zu laufen, nach 30 Jahren die eingezahlten Beiträge nicht garantieren zu können. Schließe ich jedoch einen Vertrag mit sehr (!) niedrigem Monatsbeitrag ab und tätige dann zu Beginn eine Einmalzahlung von 500 EUR, so muss die DWS davon ausgehen keine ausreichenden Einzahungen mehr zu erhalten, um einen etwaigen Verlust dieser 500 EUR wieder zu erwirtschaften. Dem zu Folge müsste sie die 500 EUR eigentlich sicher (und damit renditeschwach) anlegen, um nicht in Schwierigkeiten bei der Beitragsgarantie zu kommen. Liege ich mit diesen Überlegungen richtig? Bin für Meinungen und Gedanken sehr dankbar!

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