Bis wann muss mein alter Vermieter überbezahlte Nettomiete zurückzahlen?

2 Antworten

Woher kennt der Vermieter die Zusage des "Ansprechpartners" (Angestellter?)? War der Vermieter dabei? Wenn ja, dann kann man festhalten, dass die Zusage (Zahlung zusammen von € 96 Kautionsanteil und € 200 Kaltmietanteil) vom Vermieter nicht eingehalten wurde. Wenn nein, dann kannst Du von ihm kaum verlangen, dass er sich allein auf Deine Aussage verläßt.

Das Dumme ist nur, dass Du einen Zahlungsanspruch immer erst mit 14-tägiger Zahlungsfrist anmahnen mußt; eine Rückbuchung der Julizahlung ist also nicht korrekt.

Der Vermieter muss die Kaution eigentlich nach Ende des Mietverhältnisses sofort zurückzahlen, denn das Geld gehört ja dem Mieter. In der Praxis hat sich jedoch ein Zeitraum von drei bis sechs Monaten eingebürgert, in dem der Vermieter prüfen kann, ob er noch finanzielle Ansprüche gegenüber seinem alten Vertragspartner hat.

So ist es zum Beispiel denkbar, dass vom Mieter verursachte Schäden in der Wohnung erst nach einiger Zeit sichtbar werden, dass Schönheitsreparaturen nicht ausgeführt wurden, obwohl der Mieter dafür zuständig war, oder dass die Betriebskosten höher ausfallen als erwartet.

Laut dem Deutschen Mieterbund muss der Vermieter dem Mieter jedoch spätestens nach zwölf Monaten die Kaution oder den Teil, der ihm davon noch zusteht, auszahlen. Grund ist, dass einmal pro Jahr die Betriebskostenabrechnung fällig wird, mit der alle Ansprüche des Vermieters verrechnet werden können. Während dieser zwölf Monate darf der Vermieter aber nicht die volle Kaution zurückhalten, sondern nur den Teil, der voraussichtlich nötig ist, um die zusätzlichen Kosten zu decken (BGH, Az: VIII ZR 71/05).

Die sache mit der Kaution lass ich mir ja auch eingehen (wenn´s ihn glücklich macht).

Mir geht es momentan nur um die zu viel gezahlte Kalt- bzw. Nettomiete. Im Juli wurde doch die komplette Miete für Juli abgebucht, aber der Mieterwechsel erfolgte schon zum 9.7.

Die zu viel gezahlten 200 € hätt ich nämlich gern gleich wieder...

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@Betty7984

Bist Du vor Ablauf der Kündigung ausgezogen, musst Du die Miete grundsätzlich weiter bezahlen.

Hast Du mit dem Vermieter ein Abkommen geschlossen, das der neue Mieter vorzeitig einziehen darf, kannst Du die Miete ( bei Lastschriftverfahren ) zurückbuchen und die anteilige Miete überweisen.

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@Primus

Bin zwar vor Ablauf der Kündigung ausgezogen, aber mit dem Vermieter und dem Nachmieter wurde vereinbart, dass dieser ab 9.7. einziehen kann und mein Mietverhältnis somit zum 8.7. endet. (Der neue Mietvertrag mit dem Nachmieter wurde auch zum 9.7. abgeschlossen).

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@Betty7984

sowas bitte immer schriftlich machen bzw. schriftlich bestätgen lassen

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@MadRampage

@Betty: dann zieh das mit der Rückbuchung der Lastschrift durch und zahle nur die anteilmäßige Miete.

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  1. Nur wenn mit einer Nebenkostennachzahlung des Mieters zu rechnen ist darf ein angemesserer Teil der Kaution hierzu einbehalten werden

  2. Zur Prüfung von Ansprüchen hat der Vermieter Zeit von einigen Wochen bis Monaten, maximal jedoch 6 Monate

  3. zu unberechtige Forderungen bzw. versehentliche Doppelzahlungen kenne ich keine taggenauen Fristen, jeodch sind diese im Allgemeinen "ohne schuldhafte Verzögerung nach Kenntnis" auszugleichen.

Frage: Was wurde denn genau vereinbart: 2/3 (Netto)Kaltmiete zurückzuzahlen? Bis wann? sofort? Ohne ohne genaue Zeitangabe?

Ich würde eher nicht die Lastschrift platzen lassen weil das mit sicherheit weitere Kosten nach sich zieht. Ist aber ansonsten eine gute und schnelle Möglichkeit sicher an sein Geld zu kommen, man muss aber locker 10-30€ "Strafe" rechnen für Gebühren und extra-aufwände ...

Stattdessen würde ich einen Brief an den Vermieter schreiben dass (wie vereinbart) 2/3 der letzten Netto-Kaltmiete noch nicht auf Deinen Konto eingegangen sind. Dieser unstrittige Betrag in Höhe von 200€ ist unverzüglich, spätestens zum 30.Aug. auf Dein Konto zu überweisen (angemessen sind hier 14tage Frist)

Zusätzlich kannst Du nun auch die retl. Kaution einfordern, wenn die Wohnung an den neuen Mieter übergeben wurde hat ja offenlichtlich die Prüfung schon stattgefunden. Wenn zudem keine Nebenkostennachzahlung zu erwarten ist muss er die Kaution sofort (im sinne von ohne schuldhafte verzögerung) in voller Höhe inkl. Zinsen zurückzahlen!

Achtung Nebenkosten: Hier darauf achten dass Du 2013 8x Nebenkostenabschlag bezahlt hast, denn Du hast im Aug. nur die netto-Kaltmiete anteilig zurückverlangt nichts jedoch von den NK-Abschlag

VIEL ERFOLG! (und bitte verrate mir/uns, ob Du nun zurückbuchen lässt oder doch den offiziellen Weg über Fristsetzung gehst)

Mit dem Ansprechpartner wurde (leider nur telefonisch) vereinbart, dass 2/3 der Monatskaltmiete zusammen mit den 96 € Rest der Kaution zurücküberwiesen wird. Nachdem es sich um einen gewerblichen Vermieter handelt, bin ich schon von Haus aus davon ausgegangen, dass vor dem 1.8. (also dem nächsten "Buchungslauf") nichts passiert. Jetzt am 1.8. kam zwar was, aber halt wie gesagt nur die 96 €. (die Kaution wurde zum Teil einbehalten, zum einen wg. der noch folgenden NK-Abrechnung 2013 und ein anderer Teil davon wurde zum Ausgleich des offenen Restbetrages der NK-Abrechnung 2012 einbehalten. )

Ich ringe noch mit mir, ob ich eine Beschwerde schreib und darin die 200 € schriftlich einforder oder ihnen darin mittiele, dass ich die Lastschrift zurückgehen lassen hab und den angemessenen Betrag überweise. (Beschwerde deshalb, weil ich der Meinung bin, dass es nicht angehen kann, dass der Fall nicht bearbeitet wird, weil der Ansprechpartner im Urlaub ist. Was wäre denn wenn er in der Zeit in die Kiste springt? Dann krieg ich nie mein Geld..... )

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@Betty7984

Ideal wäre gewesen wenn Du schon am 2.Aug. geschrieben hättest, dass - falls bis zum 12.Aug. die 2/3-Miete nicht auf Deinem Konto gutgeschrieben wird - Du dann den Einzug der Juli-Miete zurückbuchen lässt und 1/3 Miete für Juli überweist ...

Jetzt ein Brief schreiben: Da ich bisher nicht die zugesagten Rück-Überweisung von einer 2/3 Monatsmiete erhalten habe, habe ich die Mietzahlung für Juli2013 zurückbuchen lassen und Ihne die 1/3 Miete zzgl. Nebenkostenabschlag für Juli in Höhe von XXX überwiesen. - kann man machen und man hat das Geld schnell(er), jedoch vermutlich auch Zusatzkosten in Form von Strafgebühren wegen der Rücküberweisung

Einige Vermieter sind träge besonders wenn es um die (Rück)Zahlung an Mieter geht. Würde daher auf jeden Fall schriftlich eine Frist setzen!

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