Frage von wargreymon, 52

Bin momentan nicht versichert da ich Schulden bei der AOK habe. Würde eine eingetragene Partnerschaft helfen - ich bin homosexuell?

momentan bin ich Künster und werde finanziell von meinem Lebensgefährten finanziell unterstützt. Derzeit bin ich nicht versichert da ich den preis von 160 euro nicht aufbringen kann um mich selbst zu versichern. Würde eine eingetragene Partnerschaft helfen?

Antwort
von RHWWW, 14

Hallo,

wenn zuletzt eine Krankenversicherung bestand, besteht diese auch weiterhin - auch bei Beitragsrückstand.

Eine Familienversicherung nach § 10 SGB V besteht nur, wenn keine hauptberuflich selbständige Tätigkeit vorliegt und die monatlichen Einkünfte 425 Euro nicht übersteigen.

Am besten mit der Künstlersaozialkasse eine Ratenzahlung vereinbaren (evtl. durch die Einkommensteuerersparnis des Partners die Raten finanzieren).

Gruß

RHW

Antwort
von Kevin1905, 29

Nicht versichert gibt es nicht. Die Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenversicherung kann nur enden, wenn man eine Weiterversicherung woanders oder den dauerhaften Verzug aus Deutschland nachweist.

Wenn ihr die Lebenspartnerschaft begründet besteht Anspruch auf Familienversicherung nach § 10 Abs. 1 SGB V, diese ist vorrangig vor freiwilliger Mitgliedschaft.

Ändert aber nichts an den bereits bestehenden Schulden. Anspruch auf med. Versorgung außer in Notfällen und bei Schmerzen besteht erst wieder wenn die Schulden restlos getilgt sind.

Die Kasse kann diese per Bescheid festsetzten und zwangsvollstrecken, 30 Jahre lang. Also gehe proaktiv auf die Kasse zu und mache ein Angebot zur Ratenzahlung.

Kommentar von hanna93 ,

stimme kevin1905 zu. du solltest dich bei einer krankenkasse melden und schauen, wie du deine schulden abbauen kannst. die fallen wegen der krankenversicherungspflicht in deutschland an, egal ob du jetzt versichert bist oder nicht. 

Antwort
von wfwbinder, 38

Ja, über die Familienversicherung.

Erinnere Deinen Partner für die Zeit, seitdem es so ist, die Steuerbegünstigung gem. § 33 a EStG in seiner Einkommensteuererklärung zu nutzen. Über die Regelung kann er auch die Krankenversicherungsbeiträge abziehen, die er für Dich aufwendet.

Also wäre es eine Alternative, dass er Deinen KV-Beitrag zahlt, wenn er nicht heiraten/verpartnern möchte.

Antwort
von detlef32, 9

Wegen 160 Euro monatlich eine solche Verpflichtung eingehen?

Da ist irgendwas nicht im richtigen Gleichgewicht. Wenn Dich Dein Partner an der Backe haben will dann wäre es für ihn einfacher Dir die 160 Euro jeden Monat zu geben. Und vielleicht ein wenig mehr damit Du von den Schulden runter kommst.

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