Bin ich verpflichtet die Nachforderung der Nebenkostenabrechnung zu bezahlen?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Dass Du die Wohnung im Januar kaum genutzt hast, kannst Du kaum dem Vermieter anlasten. Auch bei einer Null-Nutzung und einem Null-Verbrauch würde stets ein fester Anteil (30 - 50 %) der Heizkosten Dir belastet. Die Abrechnung nach Gradzahltagen ist nicht unüblich, wenn vom Mieter vergessen wurde, eine Zwischenablesung zu veranlassen. Die Kosten der Zwischenablesung hätte der Vermieter zu tragen, wenn der MV nicht eine abweichende Regelung enthält.

Hier kannst Du näheres nachlesen: http://www.brunata-muenchen.de/eigentuemer/infothek/nutzerwechselgebuehr.html

Wenn die Ablesung nach dem 31. 01. 2008 erfolgte, kanst Du dich weigern. Eindeutig wurde die Kosten nicht durch Dich verursacht. Also auf eine Klage ankommen lassen.

Du hast ja den Vorteil, die müssen Dich verklagen udn nicht umgekehrt, Also keine Kostenvorschüsse zu leisten.

Man hat einen Anspruch auf Zwischenablesung, musst diese dann aber auch bezahlen.

Eine Zwischenablesung ist aber sowieso nur bei Heizkostenzählern sinnvoll. Bei Verdunsterröhrchen ist z.B. eine Zwischenablesung gar nicht möglich.

In so einem Fall ist nur eine Aufteilung nach Gradzahltagen möglich und auch rechtlich zulässig.

Deshalb fordert der Vermieter für Januar die entsprechenden, anteiligen Kosten rechtmäßig ein.

Die Aussichten einen entsprechenden Prozess zu gewinnen, sind gering.

Wenn Du die Verbrauchswerte vor Deinem Auszug notiert hast, dienen diese vor Gericht als Beweis. Als Du die Wohnung an den Vermieter übergeben hast, warum habt ihr die Messwerte nicht notiert. Hast Du keinerlei Beweise und Zeugen, muss Du zahlen. Meines Wissens ist der Vermieter verpflichtet, bei Auszug eines Mieters, die Verbrauchswerte durch die Vertragsfirma feststellen zu lassen. Erkundige Dich beim Mieterverein.

Was möchtest Du wissen?