Frage von ShasaCosmica, 39

Bin ich verpflichtet beim Arbeitgeber den Bezug von ALG2 anzugeben?

Ich habe demnächst ein Vorstellungsgespräch für einen 450-Euro-Job. Der potentielle Arbeitgeber fragt, ob ich ALG, ALG 2 oder andere Leistungen vom Staat bekomme. Ich mache mir Sorgen, dass ich den Job nicht bekomme,wenn ich sage, dass ich aufstockend ALG2 bekomme. Diese Erfahrung habe ich schon gemacht. Bin ich verpflichtet dem Arbeitgeber mitzuteilen, dass ich ALG2 bekomme? Dem Jobcenter würde ich es selbstverständlich mitteilen. Es geht mir nicht darum Geld zu unterschlagen, sondern darum den Job zu bekommen. Danke!

Antwort
von wfwbinder, 18

Deine Befürchtungen sind Quatsch, vor allem, dass ALG II Aufstocker nur eine bestimmte Anzahl von Stunden arbeiten dürften.

Du kannst soviel arbeiten wie Du willst, nur der Aufstockungsbetrag wird immer geringer, je mehr Du verdienst.

Bei uns arbeitet auch Jemand der bei der Einstellung ALG II hatte. wir haben dann für einige Monate einen Einarbeitungszuschuss bekommen (die Dame hatte noch nie in einer Steuerkanzlei gearbeitet) und nun ist sie mit Festanstellung unabhängig vom Jobcenter.

Antwort
von Juergen010, 29

Nein, verpflichtet bist du keinesfalls.

Aber vielleicht will der Arbeitgeber nur ausloten, ob du beihilfeberechtigt seitens des Arbeitsamt bist? Bei ALG2-Empfänger besteht die Möglichkeit, dass der Arbeitgeber einen zeitlich begrenzten Zuschuß zu den Lohnkosten bekommt.

Kommentar von ShasaCosmica ,

Ich habe erlebt, dass mir gesagt wurde, dass sie keine ALG 2 Empfänger haben wollen, weil die Arbeitnehmer ja dann nur eine bestimmte Anzahl an Stunden arbeiten können/wollen. Und dass sie deswegen keine ALG 2 Empfänger einstellen wollen

Kommentar von Gaenseliesel ,

wenn durch den 450,- € Job der Status " Aufstocker " wegfällt, kann das doch nur gut für dich sein ! 

Die Aussicht dem Amt keine Rechenschaft mehr ablegen zu müssen, dadurch unabhängig von der Sozialleistung (Aufstocker) zu werden, dies wäre schon allein ein Grund für mich, im Vorstellungsgespräch ehrlich zu sein. 

Diesen Aspekt würde ich im Gespräch mit ansprechen, z.B. .......bekommst du den Job, könntest du dich beim Amt abmelden ! ? Du musst es halt so rüber bringen ! 

Antwort
von Gaenseliesel, 23

Hallo,

wenn der AG schon gezielt diese Frage stellt, dann solltest du auch mit offenen Karten spielen. 

Was hast du davon, wenn du es verschweigst......dich nach der Einstellung dann aber ständig das Schlechte Gewissen plagt. 

" Ein reines Gewissen, ist das beste Ruhekissen " !

Viel Glück ! 

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