Bin ich als Privatperson verpflichtet Rechnungen von Handwerkern aufzubewahren?

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4 Antworten

Vielleicht !!?? Manche Gründe .

" Für Normalbürger gibt es nur eine wichtige gesetzliche Vorschrift: Für Werklieferungen oder sonstige Leistungen, die im Zusammenhang mit einem Grundstück stehen, sind die Zahlungsbelege und Handwerkerrechnungen seit 2004 mindestens zwei Jahre lang aufzubewahren. ...

Auch wenn es für alle anderen privaten Unterlagen keine gesetzliche Aufbewahrungsfrist gibt, empfiehlt es sich, die Unterlagen im eigenen Interesse als wichtiges Beweismittel so lange aufzubewahren, wie die Gefahr besteht, dass Ansprüche aus dem Rechtsverhältnis geltend gemacht werden können oder private Konsumenten selbst Ansprüche, zum Beispiel Gewährleistungsrechte, gegen den Anbieter haben."

http://www.haz.de/Ratgeber/Verbraucher/Rund-ums-Geld/So-lange-sollte-man-Belege-aufbewahren

Gruß Z... .

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Was ist denn bitteschön eine "Privatperson"? Vermieter sind auch "Privatpersonen" und müssen Handwerkerrechnungen trotzdem aufbewahren.

Und im übrigen: Wie soll man ohne Rechnung nachweisen können, dass man einen Handwerker beauftragt hat? Das wäre aber natürlich schon sehr hilfreich und zwar dann, wenn die Werkleistung mangelhaft erbracht worden ist. Nicht jeder Handwerker besitzt nämlich die Charakterstärke zu dem Murcks zu stehen den er da verbockt hat.

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Irgendjemand wird Dich bestimmt gleich auf die Aufbewahrungspflicht nach dem Umsatzsteuergesetz hinweisen. Ich tu es nicht, denn ich halt mich nicht dran.

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Kommentar von EnnoBecker
18.06.2013, 14:34

erledigt.

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Ich kann mit dem Begriff "Privatperson" nicht viel anfangen. Was wäre denn das Gegenteil?

Aufbewahrungspflichten muss man sich in allerlei Gesetzen zusammensuchen. Dazu muss man erst mal wissen, ob ein bestimmtes Gesetz überhaupt für dich gilt.

Beispiel:
HGB und AO verlangen, dass Jahresabschlüsse und Geschäftsbriefe und andere Unterlagen 6 oder 10 Jahre lang aufbewahrt werden müssen. Das HGB regelt das für Kaufleute und die AO für bestimmte Steuerpflichtige. Wahrscheinlich fällst du da nicht drunter oder hast solche Unterlagen nicht mal.

Aber § 14b (1) Satz 5 Nummer 1 UStG bestimmt, dass jeder Rechnungen zwei Jahre lang aufbewahren muss, die im Zusammenhang mit einem Grundstück steht oder mit Werklieferungen. Da du ein Teil von "jeder" bist, begehst du eine Ordnungswidrigkeit, wenn du deinen Parkschein wegwirfst.

Man kann über die Vorschrift selbst und auch über die Tatsache, dass man sie im Umsatzsteuergesetz findet, eigentlich nur noch mit dem Kopf wackeln.

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Kommentar von LittleArrow
18.06.2013, 15:40

nur noch mit dem Kopf wackeln.

Ich wackel mit!

§ 14 und 14b UStG hast Du schon erwähnt. Dazu kommt zweitens noch § 147b Abgabenordnung für die Besserverdienenden (mit positiven Einkünften von über € 500.000) und drittens das Erfordernis der zeitlich nicht spezifizierten Nachweispflicht bei haushaltsnahen Dienst- und Handwerkerleistungen gem. Textziffer 45 des diesbezüglichen BMF-Schreibens vom 15.02.2010: http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Einkommensteuer/112_a.pdf?__blob=publicationFile&v=4

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Kommentar von Zitterbacke
19.06.2013, 16:54

Was wäre denn das Gegenteil?

Öffentliche oder berufliche Person ? Einfach sinnlos !!!

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Kommentar von NasiGoreng
19.06.2013, 23:55

Ich kann mit dem Begriff "Privatperson" nicht viel anfangen. Was wäre denn das Gegenteil?

Das Gegenteil ist die "puella publica".

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