Bin FOS-Schüler, lebe mit Mutter von Hartz IV, in Ferien für Auto jobben? Fürs Jobcenter oder mich?

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4 Antworten

Da sollte der erste Blick ins Gesetz gehen; § 1 Abs. 4 Alg II-V:


Nicht als Einkommen zu berücksichtigen sind Einnahmen von Schülerinnen und Schülern allgemein- oder berufsbildender Schulen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, aus Erwerbstätigkeiten, die in den Schulferien für höchstens vier Wochen je Kalenderjahr ausgeübt werden, soweit diese einen Betrag in Höhe von 1 200 Euro kalenderjährlich nicht überschreiten. Für die Bemessung des Zeitraums nach Satz 1 bleiben in den Schulferien ausgeübte Erwerbstätigkeiten mit einem Einkommen, das monatlich den in § 11b Absatz 2 Satz 1 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch oder in Absatz 1 Nummer 9 genannten monatlichen Betrag nicht übersteigt, außer Betracht. Satz 1 gilt nicht für Schülerinnen und Schüler, die einen Anspruch auf Ausbildungsvergütung haben. Die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes bleiben unberührt.


Grundsätzlich hast du bei einem echten Ferienjob einen "zusätzlichen" Freibetrag in Höhe von 1200 EUR für vier Wochen. Der Teufel steckt alledings im Detail, insbesondere, wenn die 4 Wochen überschritten werden oder das Einkommen höher als 1200 EUR ist. Zudem ist elementar wichtig, dass der Job in der Zeit zwischen zwei Schulabschnitten stattfindet (damit scheiden z.B. die Ferien zwischen Schule und Studium oder Schule und Job oder Schule und Arbeitslosigkeit aus).

Einfach mal hier lesen ab Punkt 5.8.2. (erklärt sich von selbst):

http://www.arbeitsagentur.de/zentraler-Content/A01-Allgemein-Info/A015-Oeffentlichkeitsarbeit/Publikation/pdf/Gesetzestext-11-11b-SGB-II-Zu-beruecks-Einkommen.pdf

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Mitgehangen - mitgefangen könnte man sagen, leider, auch Du lebst eben von Arbeitslosengeld II, da Deine Mutter kein Arbeitseinkommen hat, wie Dir aber VirtualSelf gut geschrieben hat, gilt für Dich als Schüler (wenn Du in den Schulferien max. 4 Wochen jobst) ein erhöhter Freibetrag.

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Auch für Schüler gelten die ganz normalen Einkommensanrechnungsregeln bei Jobcenter, grds. 100 Euro Freibetrag, vom übersteigenden Betrag (bis ca. 1000 Euro) sind es dann noch mal 20 % zusätzlicher Freibetrag. Z. B. 400-Euro-Job, hier sind 160 Euro anrechnungsfrei und 240 Euro werden auf Deinen Bedarf angerechnet, heißt, Du bekommst 240 Euro weniger Alg II.

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Du arbeitest ja nicht für den Jobcenter, du arbeitest ja für dein Lebensunterhalt, wieso denken alle, es wird alles weggenommen? Das verstehe ich nicht! Du bekommst ja Hilfe, wenn du hilfebedürftig bist, und wenn du keine Hilfe, oder weniger brauchst, dann bekommst ja weniger Hilfe! Und eigentlich Freibetrag hast du auch noch!

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