Ich bin am Freitag im Aktienmarkt neu eingestiegen, macht es Sinn das Portfolio abzusichern, etwa mit einem Indexput?

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DAS ERGEBNIS BASIERT AUF 1 ABSTIMMUNGEN

Andere Meinung 100%
Keine Absicherung mehr notwendig, nach dem Kursverfall. 0%
Nach der Gegenreaktion mit Indexputs absichern. 0%

1 Antwort

Andere Meinung

Glaubst Du daran, daß langfristig (d.h. bis z.B. zu deinem Rentenalter) die Kurse inflationskorrigiert höher stehen werden als heute und weiterhin Dividenden gezahlt werden?

JA => keine Absicherung erforderlich.

NEIN => dann solltest Du diese Aktien auch nicht halten bzw. bei Unterschreiten von Stop-Limits verkaufen und ggf. später günstiger neu kaufen.

Short-Positionen sind kurz- bis mittelfristige Trades, die man nicht lange halten möchte und sollte. Hebelprodukte sind auch kurz- bis mittelfristige Posiitonen, die man aufgrund der Finanzierungskosten nicht länger als notwendig halten sollte. Im Grunde braucht man sie als harmloser Privatanleger doch gar nicht.

Anfang 2008 ging es im DAX beispielsweise von 8.000 Punkten auf 7.000 Punkte runter. Das wäre ein klarer Crash-Indikator. Das Tief haben wir aber erst im März 2009 gesehen (ca. 3.700 Punkte). Im März 2013 waren wir wieder bei 8.000 Punkten. Ein Put auf 14 Monate wäre recht teuer geworden. Für einen Short-ETF wäre mir der volle Kapitaleinsatz zu riskant - höhere Hebel haben wieder Finanzierungskosten. Gut gefahren wäre doch jemand, der einfach im Tief nachgekauft hätte, denn die Altposition wäre dann wieder auf Vor-Crash-Stand, während die Neuposition, die z.B. bei 4.000 Punkten im Mittel gekauft wurde, einen Gewinn von 100% ausweisen könnte. Idealerweise hätte man noch Positionen, die zu sehr ins Minus rutschen, reduziert oder aufgelöst, um sie später nachzukaufen.

Du traust ja Deinen Werten eine Erholung und einen zumindest inflationsbedingten Kurszuwachs langfristig zu. Also wäre aus meiner Sicht nicht das riskantere Put-Instrument gefragt, sondern eher ein Nachkaufen im Tief. Nicht jede Aktie folgt dem Index 1:1 in die Tiefe.

Die schlechte Nachrichtenlage mag ja gleich bleiben - aber nun ist sie stärker eingepreist und wenn sich die Wirtschaftslage nicht im Q3 deutlich verschlechtert, dann kann es zum Jahresende durchaus wieder auf die 12.000 Punkte zugehen.

Und ja, ich persönlich spiele auch gerne mit Puts und habe jetzt gerade von 11.500 Punkten den Weg bis knapp 10.200 Punkte mitgemacht, dann aber die Position vor dem Wochenende aufgelöst, da die Tendenz eher auf eine zumindest kurzfristige Erholung deutet (der L&S DAX weist auch in diese Richtung). Das ist meine persönliche Methode und ich empfehle das in keiner Art und Weise weiter.

althaus 22.08.2015, 18:48

Als Optimist hatte ich noch nie in meinem Leben Puts. Hätte ich aber mal ausprobieren müssen. Habe letzte Woche kurzfristig entschlossen alles zu Liquidieren. Nur das Auslassen von 2 schlechten Börsentage habe ich 6.000€ an Verlust gespart. Dann aber beim Stand von 10.100 Daxpunkte bin ich wieder voll eingestiegen. Ich dachte, gut die 10.000 könnte noch fallen, aber dann fehlt ja nicht mehr viel. Allein die 100 Daxpunkte haben mich wieder echte 2.000€ gekostet. Ich bin mir sicher, daß in 6 Monaten keiner mehr von den jetztigen Verlusten mehr sprechen wird, denn dann sehe ich den Dax wieder über 11.000, wenn wir nicht wieder in Richtung 12.000 gehen. Die derzeitige Börsenlage macht mich nervös, denn es spricht ja im Grunde genommen fast gar nichts für steigende Kurse. China, Russland und Griechenland überschatten alles. Zudem ist ja auch nicht sicher, ob die Zinsen in USA erst im Dezember angehoben werden. Schade, denn ein Zeichen dafür könnte die Börse stabilisieren. Warum die Fed hier noch kein Zeichen gibt, finde ich fehl am Platz. Ich werde mit dem Put erst warten wie sich Montag und Dienstag die Börsen entwickeln. Danke.

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