Beziehen von Kindergeld nach Scheidung

1 Antwort

§62 Abs 1 EStG sagt, wer anspruchberechtigt ist: "Für Kinder im Sinne des § 63 hat Anspruch auf Kindergeld nach diesem Gesetz, wer im Inland einen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat [...]" Das trifft auf Dich zu.

Bezieht die Mutter keine mit Kindergeld vergleichbare Leistung in Spanien, kannst Du Kindergeld beantragen, wenn Du in Deutschland unbeschränkt steuerpflichtig bist.

Bedenke jedoch auch, daß die Mutter Anspruch auf das hälftige Kindergeld hat. Sie kann also insbesondere darauf bestehen, daß dieses mit dem Unterhalt ausgezahlt wird.

komplett, besser geht nicht.

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@wfwbinder

Wieso? Hat denn die Ex "im Inland einen Wohnsitz oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt "?

Ich bin der Ansicht, dass dem Vater hier das komplette KiG zusteht.

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@EnnoBecker

Stimmt. Der Vater bekommt das ganze Kindergeld. Allerdings ist im Rahmen des Unterhalts die staatliche Leistung, die kindesbezogen gezahlt wird, auf die beiden Eltern aufzuteilen. Daher besteht im Innenverhältnis ein Anspruch der Mutter auf das hälftige Kindergeld.

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@gandalf94305

Falsch verstanden.

Zwischen "bekommen" und "zustehen" gibt es einen Unterschied. Und ich denke, dass hier dem Vater das ganze KiG zusteht und der Mutter gar keins, da diese weder Wohnung noch gA in Deutschland hat.

Dass er hintendran zum Unterhalt für sein Kind verpflichtet ist, ist klar. Das ist ja auch der Grund dafür, dass es KiG überhaupt gibt.

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@EnnoBecker

Genau. Siehe auch hier: http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/stichwortverzeichnis,did=99394.html

Der Vater kann das Kindergeld beantragen. Die Mutter kann es nicht. Der Vater könnte es auch nicht, wenn die Mutter für das Kind ein "spanisches Kindergeld" bekäme.

Zusätzlich hat jedoch die Mutter einen Anspruch auf das hälftige Kindergeld, wenn es dem Vater ausgezahlt wird, gegen den Vater (bzw. das Kind hat einen solchen und die Mutter, bei dem das Kind lebt, wird diesen Anspruch geltend machen).

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@gandalf94305

Siehe auch hier

Hast du auch den Inhalt gelesen?

Die Frau hat hier keinen Anspruch auf KiG, auch nicht auf das hälftige. Niente. Nada.

Für den KFB § 32 (6) Satz 3: "Die Beträge nach Satz 2 stehen dem Steuerpflichtigen auch dann zu, wenn....1. der andere Elternteil ....nicht unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist ..."

Für das KiG: Verweis aus §§ 62, 63 EStG auf § 32 EStG.

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@EnnoBecker

Die Frau hat mit der aktuellen Wohnsitzlage keinen Anspruch auf das Kindergeld gegenüber der Kindergeld zahlenden Stelle.

Das Thema des Unterhalts wird von diesem Text jedoch überhaupt nicht adressiert. Hier hat die Mutter sehr wohl einen Anspruch.

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@gandalf94305

Hier ging es aber nicht um Unterhalt und es steht im Übrigen nicht fest, ob der Frau Unterhalt zusteht. Und wenn, dann hätte das auch mit dem kiG nichts zu tun.

Fest steht hier nur, dass das Kind unterhaltsberechtigt ist.

Hier ging es um KiG.

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Steuerhinterziehung/ Rückzahlung des Kindergeldes

Hallo, und zwar habe ich ein riesen Problem:(

ich bin 20 Jahre alt und kriege seit Juni 2010 kein Kindergeld mehr. Meine Eltern leben seit 2008 in der Türkei, ich bin in Deutschland geblieben, und habe bei meinem Bruder gelebt, ich habe weiterhin Kindergeld bekommen und natürlich hat mein Vater mir das Geld immer zugeschickt. Doch im Juni 2010 habe ich kein Kindergeld mehr bekommen, obwohl ich meine Schulbescheinigung verschickt habe. Und ein Jahr später wurde mein Vater dazu aufgefordert das Geld von 2008 - 2010 zurückzuzahlen. Und noch dazu wurde er bestraft wegen Steuerhinterziehung, jetzt muss mein Vater um die 7000 € zahlen, obwohl er ein sehr geringes Einkommen hat.

Meine beiden Geschwister sind mit meinen Eltern in die Türkei gezogen und auch sie haben Kindergeld bekommen, und 2009 wurde das Geld die meine Geschwister bekommen haben wieder zurückgefordert, doch ich habe weiterhin Kindergeld bekommen bis Juni 2010, warum wurde damals nicht auch mein Geld zurückgefordert?

Hatte ich damals wirklich kein Recht auf Kindergeld? Aber ich habe das Geld ja wirklich gebraucht. Mein Vater wusste nicht das dies ein Straftat sein könnte. Außerdem haben meine Eltern noch einen Wohnsitz in Deutschland, und wir sind alle deutsche Staatsangehörige. Mein Vater zahlt immernoch die Grundsteuern für sein Haus in Deutschland. Nun versucht mein Vater mit einer monatlichen Rate von 100 € mein Kindergeld zurückzuzahlen.

Ich gehe immernoch zur Schule, wohne mittlerweile in einer WG und kriege Gott sei Dank Bafög, doch Kindergeld kriege ich seit 2 Jahren nicht mehr. Bitte um Hilfe. Muss das Geld wirklich zurückgezahlt werden? Habe ich wirklich kein Anspruch auf Kindergeld?

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