Bevorstehende Insolvenz des AG, betriebsbedingte Kündigung und ausstehendes Gehalt?

4 Antworten

Wenn der Arbeitgeber Insolvenz anmeldet dann bekommt er Insolvenzausfallgeld. Da wird auch Rückwirkend gezahlt für die Monate wo kein Lohn kam von der Arb-Agentur. Das ist unabhängig vom ALG1 Anspruch.

Wenn der Arbeitgeber jetzt den Febr. Lohn nicht zahlt sollte er sich sofort bei der Arb-Agentur melden und das dort so angeben. Der Arbeitgeber meint ja offensichtlich die Insolvenz verschleppen zu können. Ferner sollte man die Krankenkasse darüber informieren. Der Arbeitgeber wird ja auch dort die Beiträge einbehalten und nicht abführen.

Wenn der Insolvenzverwalter dann später kündigt bekommt er ALG1 sofern er Anspruch hat.

Er möge sich bitte ratsuchend an das zuständige AA wenden, um zu klären wie man sich ob einer solchen evtl. !!! im Raum stehenden Insolvenz verhalten muss, speziell im Hinblick darauf, dass ja bereits ein Gehalt aussteht.

Eine Rechtsschutzversicherung hat er aktuell nicht, könnte man die jetzt noch vor dem Szenario Insolvenz abschliessen?

Einfache Gegenfrage : würdest Du als Versicherer ein bereits berennendes Haus in Deckung nehmen ( versichern ) ...... ich nicht.

Der Bekannte sollte sich dringend bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend melden, das geht online. Wenn er das im Wissen einer bevorstehenden Insolvenz unterlässt, handelt er sich ggf. eine 3-monatige Sperre für ALG 1 bei der Agentur für Arbeit ein.

Wenn er das im Wissen einer bevorstehenden Insolvenz unterlässt, handelt er sich ggf. eine 3-monatige Sperre für ALG 1 bei der Agentur für Arbeit ein.

Unsinn ...

https://www.alg-i.de/sperrzeiten.html

eine 12-wöchige Sperr gibt es nach SGB III § 159 Abs. 1 bei einer selbstverschuldeten Kündigung bzw. einer Eigenkündigung

.... eine verspätete Arbeitssuchendmeldung führt max. zu einer 7-tägigen ALG I Sperre .... s. SGB III § 159 Abs. 6.

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Er könnte in die Gewerkschaft eintreten. Da ist Arbeitsrechtsschutz inklusive.

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