Frage von Garnixweiss, 14

Betriebsrente in der Liquidation?

ich beziehe Rente mit vertraglicher jährlicher Erhöhung und jährlicher Sonderzahlung zu Weihnachten. Nun soll die Firma liquidiert werden. Mir wurde ein Vertrag vorgelegt von einem namhaften Lebensversicherer. Hier ist aber keine Erhöhung enthalten und auch keine Sonderzahlung. Kann sich der AG hier schuldbefreiend entlasten oder muss ich tätig werden. Hab Einspruch erhoben. Nun bekam ich Brief von Anwalt! Dieser sagt, dass durch den Abschluss der Liquidations-Direktversicherung die Ausnahevorschrift in ³ 16 Abs. 3 Nr. 2 BetrAVG greift. Die Anpassungspflicht entfällt. Anstelle bekomme ich eine Beteiligung an den Überschusserträgen der abgeschlossenen Vers. - Die Sache ist dann einfach erledigt., Geht doch wirklich nicht - oder - es geht hier um viel Geld um welches man mich besch.... will. Hätte man die Zahlungen die ich nach Sterbetafel zu erwarten habe mit einrechnen müssen? Ich habe jetzt eine gewaltige Versorgungslücke. Ich dachte eine Übernahme in die Direktvesicherung kann nur zum Barwert - also im Hinblick auf künftige Leistung erfolgen - Wollen die mich vielleicht ärgern??? Was soll ich tun? Wäre super wenn mir hier jemand helfen könnte. Danke auf jeden Fall schon jetzt! - Schönen Abend Euch allen.

Antwort
von barmer, 7

Hallo, die Anpassungsverpflichtung nach 16 BetrAVG kann durch eine Direktversicherung umgangen werden. Wenn aber eine vertraglich festgelegte Erhöhung oder vertraglich festgelegtes Weihnachtsgeld zugesagt waren, muss man prüfen, ob dies in der Direktversicherung entsprechend berücksichtigt wurde. Das ist weniger eine Frage für einen Anwalt als für einen versicherungsmathematischen Sachverständigen.

Viel Glück

Barmer

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