Betriebsausgabe für Unternehmer, Miete von Gegenständen

3 Antworten

Die Rechtslage, bzw. die Schwächen in Deinem Sachverhalt hat Dir EnnoBecker schon wunderbar erklärt.

Da ich eher die Gilde der "Steueroptimierer" vertrete, noch meine Stellungnahme oben drauf.

Wenn Jemand wie ich für diese Problematik/Aufgabenstellung gefragt würde und würde so einen Mist abliefern, würde er vermutlich gesteinigt werden, wobei das fast noch das angenehmste wäre.

So etwas wird weitaus subtiler gelöst. Konzerne beschäftigen dafür KPMG & Co. und zahlen satte Honorare.

Setze z. B. bei Dir statt Maschinen Fluggerät ein dann wird dabei nicht nur etwas Steuer gespart, sondern auch noch das gesamte Finanzierungsrisiko auf Kapitalanleger ausgelagert.

Ebenso bei den Lizenzen, bei denen man sich den gesamten Lizenzgebühren auf 5-10 Jahre auch noch vorfinanzieren lassen kann. "kassiere gleich, zahle (wenn überhaupt) später).

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Du hättest gestern in der Friedrich-Ebert-Stiftung dabei sein müssen.

Diskussion u. a. mit dem Finanzchef von General Electric Felix Hierstätter, RA Dr. Reimar Pinkernell, Lothar Binding MdB, Martin Kreienbaum aus dem Finanzministerium.

Gab neue Einblicke.

Auch die Diskussionen beim Buffett waren noch sehr aufschlussreich.

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Wie man die dann nutzen kann, ist eine andere Frage

Diese Frage würde ich lieber beantworten, als Dir Beihilfe zur Steuerverkürzung bzw. -hinterziehung zu leisten. Schließlich bin ich mittelbar darauf angewiesen, dass auch Du Deine Einkommensteuern pünktlich zahlst;-)

Momentan werden in der OECD aktive Überlegungen angestellt, diese Art von Steuermodellen stillzulegen. Da kommst Du Jahre zu spät. Hier noch ein Detail für Unbedarfte:

Dieses Unternehmen kauft die Geräte die Unternehmen A benötigt und vermietet sie so teuer an Unternehmen A, dass der Jahresgewinn nur noch 10.000€ beträgt, die 90.000€ liegen dann im Unternehmen (B) im Ausland.

Das Unternehmen A ist dem Fiskus seit Jahren bekannt. Nun stellt es das Geschäftsmodell "etwas" um, entlastet die Bilanz, schafft Geld ins Ausland (CH) und zahlt überhöhte Mieten an B in die Schweiz. Meinst Du, dass diese überhöhten Mietzahlungen einem steuerlichen Betriebsprüfer nicht auffallen? Und dass dieser vom papiermäßigen Export und Reexport der "Geräte" nichts mitbekommt (die Geräte stehen doch weiterhin unverändert im Betrieb oder)? Manche Betriebsprüfer kennen sogar die Mietpreise, die andere Unternehmen dafür zahlen! Und so wird der verdeckte Gewinntransfer schnell in die Sackgasse führen, zumal - zurück zur noch offenen letzten Frage - das Geld schon längst verfrühstückt ist, wenn der Betriebsprüfer sich der Sache annimmt und die Steuern nachfordert.

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Jetzt hat er meine Antwort nicht gespeichert. Also mir kann man keine Beihilfe zur Steuerhinterziehung geben, da ich als Student neben dem Studium nur auf 450€-Basis arbeite. Es geht hier auch viel mehr um das private Interesse an dieser Thematik und um mich auch für das Berufsleben später weiterzubilden.

Ja das Geld wird über die Mieten ins Ausland geschafft. Meines wissens nach kann ein Unternehmer aber doch seine Verträge zu Konditionen abschließen, wie es ihm beliebt?

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@fkhm9
seine Verträge zu Konditionen abschließen, wie es ihm beliebt?

Ja, wenn er einen anderen dafür findet.

In Deinem Fragefall fehlt aber der andere, denn dort ist es quasi er selbst und er schließt einen Vertrag mit sich ab, wie er unter Dritten nicht üblich wäre! Klar, dass bei diesem Geschmäckle der Betriebsprüfer nachdenklich wird oder?

ich bin Student im Fach Wirtschaftsingenieurwesen ..... Es geht hier auch viel mehr um das private Interesse an dieser Thematik und um mich auch für das Berufsleben später weiterzubilden.

Da solltest Du - wie der Schuster - dann auch bei Deinen Leisten bleiben und die Steuerfragen den Profis überlassen. Du begibst Dich mit Deinem Wissen nämlich aufs Glatteis. Diese Fragestellungen und deren Beantwortung zu delegieren, dass wäre schon heute eine wichtige Erkenntnis für Dein späteres Berufsleben.

Für Deine berufliche Zukunft könnte ich Dir noch diesen Film empfehlen, der auch von einem halb- bis dunkelseidigen Geschäftsmodell (mit gefälschten Prüfobjekten und -zeugnissen der Styropor-Dämmstoffbranche) berichtet:

http://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/koennes_kaempft/videokoenneskaempftfassadendaemmung100_tag-17112014.html

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dieser müsste mit 45%, ist das so richtig?, versteuert werden.

Ja, nämlich wenn der jeweilige Steuersatz der jeweiligen Steuerart 45% ist. Wir wissen hier aber beides nicht: Von welcher Steuerart die Rede ist und wir hoch der Steuersatz ist. Wir wissen nicht einmal, welche Rechtsform A hat. Eigentlich wissen wir so wirklich gar nichts.

Nun gründet der Besitzer von Unternehmen A ein Unternehmen in der Schweiz/Luxemburg/andere Steuergünstige Länder. Dieses Unternehmen kauft die Geräte die Unternehmen A benötigt und vermietet sie so teuer an Unternehmen A, dass der Jahresgewinn nur noch 10.000€ beträgt, die 90.000€ liegen dann im Unternehmen im Ausland.

Das ist kein Problem für das Steuerrecht. Über § 90(3) AO wird sich der deutsche Staat bei solchen Konstruktionen die Steuern schon zurückholen, goggle mal nach "Funktionsverlagerung".

Könnte Unternehmen A, wenn es die Geräte besitzt, diese auch unter Buchwert an das ausländische Unternehmen verkaufen, den Verlust steuerlich geltend machen, und dann dennoch die Geräte von dem Unternehmen zu sehr hohen Mietkonditionen beziehen?

Können kann man alles, man muss halt nur die Konsequenzen ertragen. Hier wäre bei KapGes eine vgA...nein, falsch: zwei vgA zu vermuten und natürlich eine Schenkung an das ausländische Unternehmen.

Den Fall 2 kann man überhaupt nicht beantworten. Woher sollen wir wissen, ob eine Lizenzgebühr von 90% des Gewinns vor Steuern (welche?) realistisch ist?

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Nachtrag:

Du musst keine Angst haben, dass sowas in einer Klausur drankommt. Dazu ist der Gesamtsachverhalt viel zu schwammig. In Klausuren kommen nur Fälle dran, die aus sich heraus lösbar sind.

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Danke für die Antwort. Die Rechtklausur habe ich schon bestanden, nur sind das ja im groben die Steuersparmodelle von Konzernen wie Starbucks. Mich interessiert dieses Thema eben sehr. Besonders ob es auch für kleinere Unternehmen möglich ist.

Ja, nämlich wenn der jeweilige Steuersatz der jeweiligen Steuerart 45% ist. Wir wissen hier aber beides nicht: Von welcher Steuerart die Rede ist und wir hoch der Steuersatz ist. Wir wissen nicht einmal, welche Rechtsform A hat. Eigentlich wissen wir so wirklich gar nichts.

Fall1: Gehen wir davon aus Unternehmen A ist ein Einzelunternehmer. Der Einzelunternehmer betreibt (hatten wir so in einer anderen Vorlesung) ein Luxus-Fitnessstudio). Die Trainingsgeräte werden von Unternehmen B (GmbH in der Schweiz) gekauft und an Unternehmen A vermietet. Die Miete ist so hoch angesetzt, dass der Unternehmensgewinn von A in Deutschland auf 10.000€ jährlich gedrückt wird. A und B gehören der selben Person.

Fall 2: Unternehmen B aus der Schweiz sichert sich beim DPMA die Wortmarke XYZ, Unternehmen A möchte in Deutschland sein Fitnessstudio mit dem Namen XYZ betreiben. A ist Einzelunternehmer. A und B gehören beide Max Mustermann. A lizensiert sich den Namen XYZ zu der Kondition 90% des Gewinns vor Steuer.

Noch ein Fall der mich interessiert. A gewinnt 48 Millionen Euro im Lotto, gründet in der Schweiz die "A-Immobilien AG". Die A-Immobilien AG kauft in Hamburg für 44 Millionen Euro Wohnungen. A gründet in Deutschland die "B-Immobilien Hamburg GmbH". Zur Einfachheit hat jede Wohnung den gleichen Mietsatz. Nun vermietet A-Immobilien AG aus der Schweiz die Wohnungen für 400€ an die B-Immobilien Hamburg GmbH und B vermietet sie für 500€ an die Mieter in Hamburg. B hat nun pro Wohnung 100€ Gewinn, wovon noch die Kosten die für den Geschäftsbetrieb anfallen abgezogen werden müssen. Also bleiben bspw. am Ende 50€ pro Wohnung zu versteuernder Gewinn übrig, denn die 400€ Miete die B an A zahlen muss, sind ja auf dem Konto der Schweizer AG.

Wie sieht das hierbei steuerrechtlich aus? Hat der deutsche Fiskus überhaupt Möglichkeiten dort irgendwas zu erreichen?

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@fkhm9

Das ist alles sehr theoretisch. In einer gutachterlichen Stellungnahme würde ich auf die möglichen Gefahren hinweisen, ohne mich dabei zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Wenn auch die vgA vom Tisch ist, haben wir immer noch den § 42 AO.

Am Ende wird wohl darauf hinauslaufen, ob man sich auf einen Richterspruch einlässt und wie dieser dann lautet,

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@EnnoBecker

Es kann leider nur theoretisch sein, habe da keinen praktischen Bezug zu geschweige denn ein eigenes Unternehmen. Mich interessiert das ganze Thema aber, besonders im Hinblick auf die Steuerpraktiken einer großen internationalen Kaffeekette. Denn dort soll auch diese Sache mit überteurtem Einkaufspreis für Kaffee über die Schweizer Gesellschaft laufen und Namensrechte die in Amsterdam liegen.

Vielen Dank für die ganzen antworten.

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@fkhm9
Also bleiben bspw. am Ende 50€ pro Wohnung zu versteuernder Gewinn übrig, denn die 400€ Miete die B an A zahlen muss, sind ja auf dem Konto der Schweizer AG.

Das ändert aber nichts daran, das die A AG Wohnungen vermietet die in Deutschland liegen und da sagt Artikel 6 des DBA einfach, dass die in Deutschland besteuert werden, egal auf welchem Konto die Mieteinnahmen liegen.

Der Lottogewinner hat Beratungsbedarf.

Gute Wertgebühr. Sowohl EnnoBecker, wie blackleather, oder auch ich wären verfügbar.

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@fkhm9

Aber das ist der unterschied zu Deinen Fällen.

Bei Dir:

Unternehmer B hat sich beim DPMA die Wortmarke XYZ gesichert. Diese läuft aus und eine ausländische Gesellschaft, die auch Unternehmer B gehört, sichert sich die Wortmarke XYZ.

Bei Profis würde man die Rechte an dem Namen für den europäischen Markt gleich von einer niederländischen Gesellschaft beantragen lassen. Der würde Frankreich, Deutschland, GB usw. vorher nie berühren.

Eine Lizenzgebühr in Höhe eines so hohen %-Satzes vom Gewinn, würde nie durch gehen. Aber wenn man vorher plant, kommt ein Prozentsatz vom Umsatz raus, der passt.

Es ist eine Frage der Planung.

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@wfwbinder

Vielen Dank auch für Ihre Antwort. Es ging aber um rein theoretische Fragen, als Student kann ich es mir nicht leisten einen Steuerberater zu konsultieren, nur um meinen privaten Wissenshunger zu stillen, hinter dem kein Geschäft steckt das irgendeinen Nutzen von der Investition hätte.

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@fkhm9

Ist mir schon klar und auch kein Problem.

Ich wollte ja auch nur darstellen, dass man mit theoretischen Überlegungen das wahre Leben selten trifft.

Besser das wahre Leben unter die bestehenden Steuergesetze subsummieren und dann sehen, ob sich etwas optimieren läßt.

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