Betriebliche Altersvorsorge + Riester + VWL

6 Antworten

Nach dem GMG unterliegt die sogenannte "Betriebsrente" der Kranken- und Pflegeversicherung.

Wer als "Besserverdiener" den höchsten Beitrag in die Kranken- und Pflegeversicherung einzahlt, wird ob dieser Solidarität mit einkommensschwachen Bürgern im Alter ein zweites Mal abkassiert.

Das gilt nicht nur für die vom Arbeitnehmer durch Gehaltsumwandlung aufgebrachten Eigenanteile, sondern auch für die vom Arbeitgeber "spendierten" Einzahlungen.

Falls der Arbeitnehmer ein Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze erzielt, spart der Arbeitgeber weder Steuern noch Sozialabgaben, wenn er diese (nicht geschenkten, sondern vom AN erwirtschafteten) Zahlungen direkt an den Mitarbeiter auskehrt. Gewinner dieser durch eine abstruse Gesetzgebung und Rechtsprechung des Bundessozialgerichtes herbeigeführte Doppelveranlagung sind allein private Versicherungsunternehmen und die gesetzlichen Krankenkassen.

Es ist doch ganz einfach:

VWL in Fonds ist gut! Da gehören sie hin. Da wird sinnvoll ein kleines Pölsterchen aufgebaut, das nach sieben Jahren auch verfügbar ist. Dazu kannst du die jederzeit mindern oder aussetzen, wenn das Geld nicht reicht oder der nächste Arbeitgeber weniger zahlt.

Riester ist gut. Riester in einen Fondssparplan wesentlich besser (weil du nicht für was, das du später gar nicht einzahlst, Abschlusskosten bezahlst und die Rendite wesentlch höher ist) aber wenn du schon in der Versicherungsmühle bist (und du bist da mitten drin) ist wenn man zusätzliche Altersvorsorge betreiben will, Riester gut. Es ist tendenziell höher gefördert als alles andere.

BAV musst du nicht haben oder kannst du dir auch noch später, beim neuen Arbeitgeber, aufschwatzen lassen. Gib ihr einfach einen Korb. Dass ein BAV-Spezialist das ander siehst musst du sehen wie einen Gebrauchtwagenverkäufer. Der glaubt auch, dass jeder der reinkommt eines von seinen Autos kaufen will und wenn es nicht passt wird es passend gemacht.

Sei dir bewusst, dass die Provision bei der Beratung eine Rolle spielt und dass deine Lösung mit VWL in Fonds und Riester (getrennt) gar nicht so schlecht ist. Je mehr in einen Vertrag geht, an den du frühestens mit 67 kommst, um so weniger bleibt dir zur Erreichung von Zielen, die vor der Rente liegen. Jede Unterschrift auf einem neuen Vertrag von dir löst Provision aus, die dir in Rente fehlt.

Wenn du eine Freundin und Beraterin hast (in dieser Reihenfolge!), rede mit der!

Nun für die BAV liegt die Entscheidung der Anlage bei dem Arbeitgeber.

Wobei mir allerdings noch nicht klar ist, ob diese Chefin (meist wird da ja im Sprachgebrauch die Vorgesetzte gemeint) der Arbeitgeber ist.

Also wenn es sich hier um den Arbeitgeber handelt, kann dieser ja für seine Mitarbeiter eine arbeitgeberfinanzierte BAV abschließen. Bedeutet aber, dass Du selbst dazu nichts zahlen musst.

Ansonsten würde ich die Riesterrente und auch die VWL nicht ändern.

Die Generali-Tante möchte nur an dir Geld verdienen, mehr nicht.

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