Beteiligung an Hamburgische Seehandlung risikoreich?

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2 Antworten

Die meisten Angebote für Schiffsbeteiligungen betreffen Frachtschiffe. Wenn man sich den Baltic Dry Index anschaut, wird schnell klar, daß dieses Geschäft momentan stark unter dem eingeschränkten Welthandel leidet. Man kann mit kleinen Investments jetzt antizyklisch versuchen, schon mal einzusteigen, aber die Risiken eines weiteren Downturns sind hoch. Damit bestehen auch deutliche Risiken für Insolvenzen von Schiffsbeteiligungen bzw. Nachschussbedarfe.

Im Personenverkehr wie das die Hamburgische Seehandlung mit einem Flusskreuzer anbietet, liegt die Sache etwas anders. Dieses Geschäft ist von anderen Faktoren abhängig. Bei kommerziellen Fähren ist das Geschäft sehr stabil und man hat viele Dauerkunden, d.h. das Risiko einer Nichtauslastung ist recht überschaubar. Der Personenverkehr auf Flüssen ist deutlich weniger konjunkturabhängig als der Frachtverkehr. Bei Ausflugsschiffen und Kreuzfahrtschiffen kommt es auf die Auslastung durch Buchungen an, d.h. welche Beziehungen der Betreiber bzw. Mieter/Pächter zu entsprechenden Kunden hat bzw. welche längerfristigen Verträge abgeschlossen werden können. Das wird im Emissionsprospekt adressiert.

Es handelt sich um eine Kommanditbeteiligung auf mind. 11 Jahre, d.h. Du solltest den Abschnitt 2.3 der Emissionsbedingungen genau lesen, um Deine Haftung zu verstehen.

Ich kenne die Hamburgische Seehandlung selbst nicht und kann daher nichts zu diesem spezifischen Angebot und seiner Qualität sagen.

Die bieten offenbar sogar jede Menge Beteiligungen an und alle als geschlossene Fonds. Da kann ich Dir nur raten, die sehr umfangreichen Risikohinweise im Prospekt genau zu lesen und zu beachten. Derzeit gehen Schiffsbeteiligungen massenweise in die Insolvenz. Das Geld der Anleger ist dann weg und kommt nicht wieder. Das genau ist das Risiko.

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