Besteuerung Unternehmen?

3 Antworten

Die Umsatzsteuer gehört nicht zu den Ertragsteuern, sondern sie bezeiht sich auf den Umsatz (Einnahmen) udn wird auf den Kunden abgewälzt. Ausserdem wird die mit den Betriebsausgaben gezahlt Vorsteuer abgesetzt. Dies hat nichts mit dem Gewinn zu tun.

Auf den Gewinn vor Steuern wird die Körperschaft- udn die Gewerbesteuer erhoben.

Wenn der verbleibende Gewinn dann an die Gesellschafter der Kapitalgesellschaft ausgeschüttet wird, muss die ausschüttende Gesellschaft von der Ausschüttung die Kapitalertragsteuer mit 25 % (plus Nebensteuern) einbehalten und an das Finanzamt abführen.

Welche Konstruktion günstiger ist, Einzelfirma, oder Kapitalgesellschaft, muss in einem Gespräch mit dem Steuerberater festgestellt werden.

Ganz grob, Gewinn vor Steuern 200.000,- Einzelfirma:

Gewerbesteuer Berlin 25.184,- Euro

ca. 77.000,- Einkommensteuer darauf werden ca. 23340,- der gezahlten Gewerbesteuer angerechnet, also Gesamtbelastung 78844,-

Wäre das nun eine GmbH und der Gesellschafter-Geschäftsführer hätte sich 90.000,- Gehalt gezahlt, so wären dafür 25.680,- Einkommensteuer fällig.

Auf die 110.000,- verbleibenden Gewinn würde die GmbH 15.785,- Gewerbe-, und 16.500,- Körperschaftsteuer zahlen, insgesamt 32.285,- Euro.

Damit wäre die GmbH-Lösung erstmal solange besser, wie die Gewinne thesauriert werden (GmbH 32.285,- + 25680,- = 57.965,- Euro gegen 78844,- Euro).

will er später die ca. 77.000,- ausschütten ist er mit der Kapitalertragsteuer auf dem gleichen Niveau.

Aber, mit der GmbH kann er günstiger besteuertes Kapital in der Firma sammeln, um eventuell zu investieren. Oder er hat einen Berater, der sich auf dem "Klavier" auskennt udn mit einer Holdingstruktur, senkt er die Steuern ggf. weiter, auch unter dem Gesichtspunkt eines späteren Verkaufs.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Die Steuern, die man mit so einer Holdingstruktur einspart, werden meist mehr als ausgeglichen durch den teuren Steuerberater und die hohen Bürokratiekosten.

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@NasiGoreng

Himmel noch eins, müssen die Kollegen in Eurer Gegend aber gute Preise durchgesetzt haben.

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Verstehe die Frage nicht. Vielleicht kannst du ja an einem Beispiel mal kurz aufzeigen, was du meinst?

Körperschaftsteuer und Einkommensteuer schließen einander doch schon denklogisch aus. Aber ich warte mal auf weitere Einlassungen.

Ich meine , dass wenn auf den Umsatz einer GmbH dei Körperschaftssteuer erhoben wird also von 100.000 werden die 15% abgezogen bleiben 85.000. Sagen wir als Beispiel ohne zu rechnrn nach Steuer und lohnabgaben etc. Bleiben dem unternehmen 50.000. Wenn der Gesellschafter oder der Inhaber der GmbH diese 50.000 dann an sich auszahlen will muss er dies mit dem Regelsteuersatz der Einkommenssteuer in seiner Steuerklasse besteuern?

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Nur mal so ganz grob:

  • Die Körperschaftsteuer beträgt 15% + Soli = 15,825%
  • Die Gewerbesteuer ist von Ort zu Ort unterschiedlich und beträgt etwa 12-14%

Die betrieblichen Ertragsteuern liegen also etwa bei 30%. Es verbleibt im Unternehmen ein Nachsteuergewinn von etwa 70%. Werden diese 70% als Dividende an die Gesellschafter ausgezahlt, müssen diese darauf eine Kapitalertragsteuer von 25% + Soli, also 26,375% zahlen. Vom Vorsteuergewinn des Unternehmens verbleibt bei den Gesellschaftern (das sind die Unternehmer) nach Steuern ein Nettogewinn über 73,625% von 70%, also 51,5%. Die Gesamtsteuerbelastung beträgt somit 100% - 51,5% also etwa 48,5%. Das ist ungefähr die gleiche Belastung, wie sie ein gut verdienender Freiberufler mit Reichensteuer hat. Kirchensteuer nicht berücksichtigt.

Kleinunternehmer allg. Fragen und Lieferadresse

Erst mal hallo an Alle,

Ich bin gerade auf dieses Forum gestoßen und hätte ein paar Fragen. ich hoffe es findet sich jemand der mir diese beantworten kann.

Ich habe vor neben meinem Hauptberuf noch neben Online etwas Geld zu verdienen. Kleinunternehmer da der Umsatz definitiv unter 17500 Euro und die Einnahmen unter 8000 Euro liegen werden.

Soweit ich im Internet schlau geworden bin, muss ich bei diesen Zahlen weder eine Umsatzsteuer noch eine Einkommenssteuer am Ende bei der Steuererklärung nachzahlen. Gewerbesteuer fällt auch weg.

Frage: Stimmt das soweit?

Dann hebe ich jeden Beleg meiner Ausgaben und meiner Einnahmen (verkaufte Artikel) auf. Diese brauche ich um an Ende des Jahres eine vernünftige EÜR zu machen. Und falls das Finanzamt diese Beläge fordert.

Frage: Ich gebe bei dieser EÜR einfach nur die gesamt Einnahmen und Ausgaben an und ermittle daraus den Gewinn. ich muss ja nicht jede einzelne Position listen oder? Und soll ich die Beläge gleich nach der Steuererklärung dem Finanzamt mit der Post zuschicken oder einfach aufheben falls diese verlangt werden?

Dann noch zu meiner vorerst letzten Frage:

Darf ich Online Einkäufe für mein Unternehmen (Private natürliche Person, kein Betrieb) tätige, an eine abweichende Lieferadresse schicken? Oftmals sind auf den beiliegenden Rechnungen die Adressdaten der abweichenden Lieferadresse und nicht meine Eigenen. Spielt das eine Rolle für das Finanzamt oder wäre es ok wenn ich dann einfach zu diesen Rechnungen auf die eben nicht meine Adresse vermerkt ist, meinen Kontoauszug dazu lege?

Ich wäre dankbar über jede Info!

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