Besteht Reformbedarf bei Hartz IV um die Finanzierbarkeit auch langfristig zu erhalten und wie könnte ein vernünftige Lösung aussehen?

1 Antwort

Das Geheimnis liegt nicht in der Höhe des ALG II/der Grundsicherung, sondern ist auf Dauer ein Bildungsproblem.

Es gibt natürlich immer Jemand der einen kennt, der Studiert hat und trotzdem ALG II bezieht, aber grundsätzlich ist es so, dass über die Hälfte der ALG II Bezieher keinen Berufsabschluss hat.

Je besser die Bildung, desto geringer das Arbeitslosigkeitsrisiko.

Je besser die Bildung, desto besser im Normalfall die Bezahlung. Je höher die Bezahlung, desto höher die Rente, auch wenn das Rentenniveau im Verhältnis zum Aktiveinkommen gesenkt wurde. Und dje höher die Rente, desto geringer das Risiko in Grundsicherung zu rutschen.

Wir müssen die Kinder in die Schulen bekommen, damit die ALG II Dynastien aufgebrochen werden. Die Eltern, die wie meine, den Krieg migemacht hatten, lagen ihren Sprösslingen mindestens einmal die Woche mit dem Spruch in den Ohren: "sei fleissig in der Schule, tue was der Lehrer sagt, sei artig und lern schön, Du sollst es mal besser haben als wir."

Das scheint heute aus der Mode gekommen zu sein, denn die Quote der Schulschwänzer ist angestiegen und heute verlassen 20-25 % der Schüler als "nicht ausbildungsfähig" die Schule.

Aus meiner Hauptschulklasse haben seinerzeit von 25, oder 26 die wir waren, nur 6 keine Lehre angefangen. 1 weil er keine Lehrstelle bekam und 5 (einer davon war ich) die auf Handelsschule, oder eine andere Berufsbildungsschule gingen.

Es scheint heute Eltern zu geben, denen es genug ist, wenn die Kinder lernen, wie man einen ALG II Antrag ausfüllt.

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;-)

" Es scheint heute Eltern zu geben, denen es genug ist, wenn die Kinder lernen, wie man einen ALG II Antrag ausfüllt."

...... dabei ist solch ein Antrag noch nicht einmal so leicht ausgefüllt. Wer das auf Anhieb schafft, hat im Unterricht schon mal nicht geschlafen, als dieses Thema behandelt wurde. ;-)

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Steuererklärung bei Hartz IV/Halbtagsjob

Hallo, eigentlich bin immer davon ausgegangen, dass ich als Hartz IV-Empfängerin mit einem Halbtagsjob (25 Std.) keine Steuererklärung machen brauch. Nun habe ich erst jetzt festgestellt, dass der Kinderfreibetrag auf meiner Lohnabrechnung nicht richtig ist. Da ich von Steuern u. alles was damit zu tun hat, keine Ahnung habe, dachte ich, dass alles so seine Richtigkeit hat. Ich bin alleinerziehend und habe 0,5 Kinderfreibeträge. Wie ich gestern erfahren habe u. jetzt auch nach recherchiert habe, könnte ich 1,0 Freibeträge beantragen. Bevor ich mich jetzt aber an das Finanzamt wende, wollte ich wissen, ob ich schon längst eine Einkommenssteuererklärung hätte machen müssen. Nach der Geburt meines Kindes wurde ich einmal aufgefordert, eine zu machen. Da ich damals 10 Stunden gearbeitet habe, brauchte ich nur die Lohnsteuerbescheinigung beifügen, aus der ersichtlich war, dass ich kein steuerpflichtiges Einkommen habe. Inzwischen arbeite ich ein paar Stunden mehr u. muss die Sozialabgaben zahlen. Dazu bekomme ich aufstockend Hartz IV. Nun habe ich etwas Angst, wenn ich mich wegen der Änderung des Kinderfreibetrages an das Finanzamt wende, dass sie mich auffordern, Steuererklärungen abzugeben u. ich viel nachzuzahlen habe. War es richtig, dass ich seit der Stundenaufstockung keine Erklärung gemacht habe? Wirkt sich die Erhöhung des Kinderfreibetrages auf meinen Nettolohn aus?

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