Besteht Anspruch auf Maklerprovision?

2 Antworten

Tja, ein Fall, der leider so eindeutig nicht ist. Man kann Ihre Argumentation durchaus nachvollziehen und ein Richter könnte dieser auch folgen. Ebenso könnte er aber auch der möglichen Argumentation des Maklers folgen. Als reiner Vermittlungsmakler reicht diesem der Nachweis, dass er Ihnen das Objekt bekanntgemacht hat. Auch eine einfache Anfrage nach der Adresse kann als Nachweis genügen.

Das der Makler an dieser Stelle kein Provisionsverlangen äußert, ist ebenso auslegungswürdig. Es mag Richter geben, die die Auffassung vertreten, der Makler müsse dieses konkret angeben. Genauso kann man der Auffassung folgen, dass Makler in der Regel und bekannterweise durch eine Provision vergütet werden. Als Höhe würde dann eine ortsübliche Provision zum Tragen kommen.

Ich möchte Ihnen damit nicht den Mut nehmen, sondern nur aufzeigen, dass es im Fall eines Rechtsstreits ein nicht unerhebliches Prozessrisiko gibt. Aus rein "menschlichem Rechtsempfinden" denke ich wie Sie, weiss aber dass man damit leider nicht immer erfolgreich ist.

Diese Artikel kenne ich bereits, ebenso wie so ziemlich alles andere, was im Netz diesbezüglich so rumgeistert. Allerdings scheint es bei dieser Thematik viele verschiedene Rechtsauffassungen zu geben und wohl wenig Spezialisten...

Also mir ist schon klar, dass eine Vermittlungstätigkeit seitens des Maklers nicht stattgefunden hat, aber reicht eben diese eine E-Mail aus, um eine Provision aufgrund von Nachweis-Tätigkeit beanspruchen zu können??

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@Primus

Bei diesem Fall gab es im ersten Schritt eine Besichtigung mit dem Makler. Da stellt sich die Frage nicht. Da sind tatsächlich Maklerleistungen in Anspruch genommen worden...

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