Bestattungskosten bei nicht Kontakt

2 Antworten

bei nicht Kontakt

Auf Sichtkontakt kenn, bei nicht Kontakt noch nicht. Muß mir mal den neuen Dutten zulegen.

Und in der Sache selber: Die öffentlichrechtlichen Vorschriften über die Bestattungspflicht divergieren in einigen Punkten mit dem Zivilrecht. Für die Kostentragung ist nach Zivilrecht zunächst der Erbe und in zweiter Linie dann der zuletzt Unterhaltspflichtige verantwortlich. Wenn sich niemand zur Ausführung der Bestattung bereit findet, übernimmt das Ordnungsamt das. In diesem Falle wird ausnahmslos die billigste Bestattungsart gewählt. Unter welchen Voraussetzungen dann Regress wegen der Kosten genommen wird, ist nicht bundeseinheitlich geregelt. Wenn man bestimmen will, welche Art der Bestattung gewählt werden soll, muß man als Hinterbliebener die Sache selber in die Hand nehmen, aber natürlich dann auch die Kosten tragen.

Ob zu den Eltern Kontakt bestand oder nicht, die Bestattungskosten tragen die Kinder, insofern sie mit ihrem Einkommen über dem Selbstbehalt liegen.

Der Selbstbehalt liegt bei ca. 1600€ im Monat für eine Person und derjenige, der einen Zuschuss zur Bestattung tragen muss bestimmt auch, wie der Verstorbene bestattet werden soll.

Fichtensarg und eine Feuerbestattung mit Einfachurne ohne Drumherum ( Messe, Kaffeetrinken usw.) reicht für so ein überaus geschätztes Familienmitglied dann auch.

Das lässt sich auch mit wenig Geld bezahlen.

Ich gehe mal davon aus, dass die künftigen Schwiegereltern miteinander verheiratet sind. Dann dürfte doch erst mal der überlebende Ehegatte verpflichtet sein, oder?

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@Steeler

im falle des Todes beider eltern

Darauf bezog sich meine Antwort :)

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@Steeler

das heißt also auf gut deutsch. wenn er pech hat und es richtig scheiße für ihn läuft muss mein freund Pflegeheim und beerdigung bezahlen. er verdient sehr gutes geld insofern kann man da ran gehen. Ich finde das irgendwie nicht fair. mein freund hat keine liebe, keine zuneigung und keine unterstützung erfahren von seinen eltern. Als er in stationärer therapie wegen manischer depression aufgrund der kindheit war haben die ihn sogar ausgelacht und gemeint er war in der klapper der psycho. und dann muss er noch die kosten tragen? das ist doch nicht fair. wie ist das eigentlich wenn wir heiraten sollten bzw sind wir jetzt ja eine eheähnliche gemeinschaft. zähle ich da in die berechnung mit ein oder werden da nur seine kosten bzw einkommen berechnet? bzw habt ihr einen tipp wie man das geld so beiseite schaffen kann das da keiner ran kann?

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@Krissi84

Nein, nicht so ganz, denn bei der Unterhaltspflicht gegenüber den Eltern sagt das Gesetz, dass der gewohnte Lebensstandard nicht aufgegeben werden muss. Auch Eigentum braucht nicht verkauft zu werden.

Erst wenn dann immer noch viel Geld überbleibt, tritt das Sozialamt an deinen Freund ran und bittet zur Zahlung.

Tipps zum Beiseiteschaffen, um der Unterhaltspflicht auszuweichen, wird Dir hier keiner geben, denn das ist ungesetzlich.

Aber Euch werden doch bestimmt einige Dinge einfallen, die Ihr nach der teuren Hochzeit noch braucht, oder?

Hochzeitsreise, ein neues Auto, Wohnungseinrichtung usw. Mir würden viele Sachen einfallen, um mein Geld lieber für mich zu verbrauchen ;-))

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Wohnung besichtigen bei Teilungsversteigerung gemeinsamer Eigentümer

Hallo, zwei Eheleute besitzen zu 50%-Eigentum ein Haus. Sie trennen sich, die Frau zieht aus, der Mann bleibt alleine wohnen. Der Ehemann beantragt die Auflösung der Eigentumsgemeinschaft mittels Teilungsversteigerung (=Sonderform der Zwangsversteigerung). Der Ehemann hat viel Geld. Er sagt: "...Ich lasse unser Haus versteigern, damit ich es selbst ganz billig kaufen kann und Du nichts abbekommst...". Tatsächlich wird eine Immobilie in dieser ZV-Sonderform für nur 50% des Verkehrswertes versteigert und jeder Eigentümer kann ohne Strohmann mit steigern - die Ehefrau hat angeblich keine Rechtsmittel, die Versteigerung abzuwehren. Sie hat auch kein Geld mit zu steigern. Deshalb sucht sie Käufer: Aber der Ehemann verweigert jede Besichtigung. Die Rechtsanwältin der Ehefrau sagt, sie habe -obwohl sie zu 50% Eigentümerin ist- kein Recht, einen eigenen Zutritt und schon gar nicht einen Zutritt von Kaufinteressenten einzuklagen. Die Eheleute sitzen daher fast alleine in der Versteigerung: kein Kaufinteressent bietet auch nur annähernd an den Verkehrswert - denn Niemand durfte das Haus innen besichtigen. Und so bekommt der Ehemann für fast 50% des Verkehrswertes das gemeinsame Haus - und die Ehefrau soll keine Rechtsmittel dagegen haben?

Das habe ich vor 5 Jahren erlebt. Heute zweifele ich daran, ob die Rechtsanwältin mich nicht falsch beraten hat.

Hätte es vielleicht doch Rechtsmittel gegeben? Hätte ich wenigstens die Besichtigungen vielleicht doch irgendwie einklagen können? - denn ich war ja immerhin 50%ige Eigentümerin.

Ein bloßer Kaufinteressent in einer ZV kann sicherlich keine Besichtigung einklagen, aber ein Teil-Eigentümer? Selbst ein Vermieter hat doch das Recht, sich Zugang zu seinem Eigentum bei den Mietern zu verschaffen.

Und im vorliegenden "Scheidungs"-Konstrukt wäre von vorne herein klar, dass der reiche Ehepartner den armen ganz legal voll abzocken kann - das kann doch nicht geltendes Recht sein - oder doch?

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