Beschäftigung

4 Antworten

Hallo, kenne mich hier noch nicht so aus, aber ich bin die Betroffene und habe gestern Folgendes entdeckt! Vielen lieben Dank für die schnelle Antwort! Ich bin bei der Knappschaft angemeldet und ich jeden Monat eine Verdienstabrechnung bekomme. Dadrauf steht Abrechnung der Brutto-Nettobezüge, Aushilfslohn und der Sozialversicherungsanteil, der abgeführt steht drauf. Auf der Meldebescheinung zur Sozialversicherung ist vermekt, dass eine gerinfügige Beschäftigung vorliegt. Zur Rentenversicherung wird ein Pauschalbeitrag geleistet. Kann man daraus einen Rückschluss auf die Selbständigkeit machen? Und selbst wenn ich als Selbständige beschäftigt wäre, könnten Sie mir als Schwangere dennoch kündigen oder genieße ich Kündigungsschutz?

MFG

67

Wenn Du bei der Knappschaft gemeldet bist, dann bist Du Angestellte in einem geringfügigen Anstellungsverhältnis "450,- Euro Job."

Also eindeutig nicht selbständig.

Damit kann Dir während der Schwangerschaft nicht gekündigt werden.

Ausserdem, weil Du ja (zur Zeit) nicht kündbar bist, entfällt die Möglichkeit der Änderungskündigung auf den geringeren Stundenlohn.

Dein 450,- Euro Job wird auch bei der Ermittlung des Elterngeldes mit herangezogen werden.

Aber bereit Dich darauf vor, wenn Du Deine Rechte wahrnimmst, ist das Anstellungsverhältnis tot, wenn man Dich kündigen kann.

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Die vertraglichen Grundlagen sind reichlich verworren: Eins ist mal klar, wenn das ein Minijob wäre, müßte der Arbeitgeber Steuern und Sozialabgaben pauschal abführen. Er müßte dann bei der Minijobzentrale angemeldet haben:

http://www.minijob-zentrale.de/DE/0_Home/01_mj_im_gewerblichen_bereich/08_melde_und_beitragsverfahren/node.html

Du könntest da mal anzufragen versuchen. Oder aber, den Arbeitgeber offen mit dieser Frage konfrontieren. Er muß Dir ja Auskunft darüber geben, welcher Art die Beschäftigung denn nun ist.

Allerdings möchte ich mich mal als Hellseher betätigen: Ich gehe davon aus, dass keine Anmeldung erfolgt ist und der Auftraggeber Dich als freie Mitarbeiterin ansieht. Das hätte für Dich gleich mehrere unangenehme Folgen: Es gibt weder Kündigungsfrist noch Mutterschutz und für die Versteuerung Deiner Einnahmen bist allein Du verantwortlich. Insbesondere letztgenannter Punkt sollte Deine Aufmerksamkeit finden. Es macht sich für eine Beamtin nicht sehr gut, wenn sie Ärger mit dem Finanzamt hat und darauf folgend möglicherweise ein Strafverfahren angehängt bekommt.

Und jetzt wird es noch einen Schritt komplizierter: Wenn Dich der Arbeitgeber als freie Mitarbeiterin ansieht, dann muß man sich fragen, ob das auch berechtigt ist. Stichwort ist da "Scheinselbständigkeit". Wenn man den Verdacht hat, in Wahrheit Arbeitnehmer zu sein, könnte man das durch eine Feststellungsklage beim Arbeitsgericht bestätigen lassen.

Ganz nebenbei: Nebentätigkeitserlaubnis hast Du doch hoffentlich eingeholt?

  1. Wenn Du auf 450,- Euro Basis beschäftigt bist, dann bist Du nciht selbständig.

  2. Wenn man Deinen Stundenlohn kürzen will, so ist das eine Änderungskündigung. Du mußt natrlich nicht zustimmen, aber dann vermutlich mit einer richtigen Kündigung rechnen.

  3. En mündlicher Anstellungsvertrag gilt auch. Insbesondere, weil man ja an den bisherigen Abrechnungen feststellen kann, was gemacht wurde.

  4. Auch hier gilt der Kündigungsschutz für schwangere.

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Na ja, sie bekommt offenbar 450 Euro ausbezahlt. Ob das nun Minijob, weiß sie gerade nicht. Die willkürliche Kürzung des Stundenlohnes spricht mir stark für freie Mitarbeit.

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67
@Privatier59

Aber der Hinweis auf 450,- Euro Job und das einhalten dieser Grenze läßt mich an die Mini-Job Grenze denken.

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58
@wfwbinder

Weißt Du zufällig, ob die Minijobzentrale der Fragestellerin Auskunft geben würde? Ich konnte da auf Anhieb nichts zu finden. An sich hat ja nämlich nur der Arbeitgeber Kontakt mit denen.

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67
@Privatier59

Na die Fragestellerin wird doch wissen, was sie quittiert hat.

Honorar für Sprachunterricht oder Lohn für X-Stunden.

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