Berufsunfähigkeitsversicherung und Unfallversicherung

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Bei der Unfallversicherung, der Versicherungen liebstem Kind, gibt es ziemlich unterschiedliche Meinungen. Eine UV soll eine massive plötzlich auftretende Veränderung im Leben eines Menschen abdecken. Einen schweren Unfall. Man benötigt einen Rollstuhl, einen Umbau am KFZ für den Rollstuhl, eine barrierefreie Wohnung, eine Einstiegshilfe in die Badewanne etc. Diese Dinge können nur mit viel Geld angeschafft werden. Aus diesem Grunde muss die Versicherung eine hohe Invaliditätssumme haben und auszahlen. Wichtig zu wissen ist die Tatsache, dass Teilinvaliditäten nur von der Grundinvaliditätssumme an gerechnet werden. Eine Unfallrente ist nur erforderlich, wenn kein anderer Schutz besteht. Der kann eine private Berufsunfähigkeitsrente, private oder gesetzliche Erwerbsminderungsrente sein. Alle anderen Komponenten in einer UV wie Übergangsgeld Krankenhaustagegeld, Kurkostenbeihilfe etc. sind nicht erforderlich und verteuern bloß die Versicherung. Als Unfall gilt auch, wenn durch eine erhöhte Kraftanstrengung an Gliedmaßen oder Wirbelsäule ein Gelenk verrenkt wird oder Muskeln, Sehnen, Bänder oder Kapseln gezerrt oder zerrissen werden. Laut §1 der Allgemeinen Unfallversicherungsbedingungen (AUB) ist der Begriff „Unfall“ wie folgt definiert: „Ein Unfall liegt vor, wenn die versicherte Person durch ein plötzlich von außen auf ihren Körper wirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet.

Also ich habe beide Versicherungen: Berufs- und private Unfallversicherung: Aber ich denke auch, dass beide Versicherungen ihre Daseinsberechtigung haben. Ein plötzlicher Unfall kann eben hohe Kosten verursachen, wie Umbau der Wohnung etc., was eben die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht leistet. Gerade wenn du einen Invaliditätsgrad durch den Unfall erhälst, ist die Unfallversicherung die bessere Variante. Wie auch schon geschrieben wurde, wenn du Hauptverdiener bist, halte ich beide Versicherungen für sinnvoll. Einen Überblick über die Leistungen gibt es auch hier: http://unfallversicherungen-test.net/unfallversicherung-leistungen/ Da wird auch nochmal der Unterschied zwischen Berufsunfähigkeits- und Unfallversicherung erklärt.

Hallo, das sind zwei völlig verschiedene Dinge. Eine BU soll, im Fall der Fälle, einen Teil Deines Erwerbseinkommens bis zum Rentenbeginn absichern, unabhängig vom Grund der möglichen Berufsunfähigkeit.

Die, und da hat Sobeyda m.E. völlig Recht, einzig wirklich wichtige Leistung einer Unfallversicherung besteht in einer Einmalzahlung bei bleibender Invalidität durch Unfall. Hier sollen i.d.R. Mehrausgaben (Hausumbau, Kfz., besondere Behandlungen / Therapien, zusätzliche Hilfsmittel, usw.) die durch diese dauernde Invalidität bedingt sind, abgesichert werden. Selbst eine gute und ausreichend dimensionierte BU kann das nicht oder nur in sehr begrenztem Umfang leisten. Ob Sie diese Mehrkosten überhaupt absichern wollen, hängt sicherlich auch von Ihren Vermögensverhältnissen ab.

Eine gute Unfallversicherung ist übrigens ziemlich schwer zu erkennen, bitte umbedingt einen Fachmann / -makler konsultieren. Wei viel Geld (=Invaliditätsgrundsumme) gibt es für wie viel Beitrag, dieser offensichtliche Zusammenhang ist erstmal völlig nebensächlich. Die Definition des Unfallbegriffes ("was zählt Alles dazu"), die Gliedertaxe, die Progressionskurve, etwaige Ausschlüsse und die Bedingungen generell (insbesondere Mitwirkungsklausel) entscheiden über die Qualität einer UV.

VG,

Freiberufler - Vermeidung Scheinselbständigkeit und Rentenversicherungspflicht

Hallo zusammen,

ich will mich als erstes kurz mal vorstellen. Ich bin Martin und freiberuflich als IT-Berater tätig. Ich mache mir schon seit einiger Zeit Gedanken über Scheinselbständigkeit und die Rentenversicherungspflicht und wie ich beides vermeiden kann.

Ich arbeite schon seit über 2 Jahren für den gleichen Dienstleister. Ich arbeite zwar immer wieder in anderen Projekten, aber dies tut ja hier nichts zur Sache. Und ich beziehe meine Einnahmen ausschließlich von diesem Dienstleister. Somit gibt es schon Anzeichen auf eine Scheinselbständigkeit und somit auch auf eine Rentenversicherungspflicht. Nun überlege ich, wie ich dies vermeiden kann. Es gibt ja die Möglichkeit geringfügig Beschäftigte einzustellen, die zusammen mehr als 400€ erhalten. Dann habe ich zwar Sozialabgaben zu zahlen, aber dies würde ich in Kauf nehmen. Gilt die Regel der 401€ immernoch ab nächstes Jahr oder erhöht sich diese Grenze, da die Mini-Job-Grenze ja auch 450€ angehoben wird. Dann braucht man ab nächstes Jahr ja nut noch einen geringfügig Beschäftigten, wenn die Grenze nicht angeglichen wird.

Und kann ich durch diese Maßnahme tatsächlich eine Scheinselbständigkeit und eine Rentenversicherungspflicht vermeiden? Oder welche Aspekte muss ich noch beachten?

Und können diese Angestellte auch Familienangehörige sein?

Ich würde mich über eine Antwort freuen :)

Danke und Gruß, Martin

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