Berufsunfähigkeit bei Selbstständigen: Betriebsumstrukturierung Pflicht?

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Bei den privaten Berufsunfähigkeiten ist mir derzeit kein Anbieter bekannt, der die Klausel der Umorganisation nicht drin hat, i.d.R. in §2 oder §3 drin. Klingt dann etwa so:

"Bei Selbstständigen liegt keine Berufsunfähigkeit vor, wenn sie nach einer zumutbaren Umorganisation gleichwertige andere Tätigkeiten ausüben könnten. Eine Umorganisation ist dann zumutbar, wenn die Ausübung dieser Tätigkeiten der bisherigen Stellung der versicherten Person noch angemessen ist, sie ihre Lebensstellung vor Eintritt der gesundheitlichen Leistungsbeeinträchtigung wahren kann, erheblicher Kapitaleinsatz nicht erforderlich ist und keine erheblichen Einkommenseinbußen damit verbunden sind."

Allerdings gibt es da verschiedene Formulierungen. Die Klausel sagt nicht, dass Du die Pflicht hast, das so zu gestalten DASS es geht, sondern ob es zumutbar ist. Wenn nicht, bist Du BU. Erwerbsminderungsrente kannst Du als Selbständiger vergessen, wenn Du das länger als 2 Jahre bist, denn für einen Anspruch musst Du nicht nur die Wartezeit erfüllt haben, sondern in den letzten 60 Monaten 36 Beiträge in die Sozialversicherung gezahlt haben. Und die Höhe der EMR ist bescheiden. Solltest Du dauerhaft voll erwerbsgemindert sein und keine Absicherung haben, hast Du zumindest noch die Chance auf Grundsicherung.

Es gibt einige wenige BU-Versicherungen, die verzichten zum Teil auf die konkrete Verweisung und komplett auf die abstrakte Verweisung. Auch ohne Klausel Umorganisation des Arbeitsplatzes. Als Makler habe habe ich diese Versicherungen.

Krankentagegeld Weiterzahlung bei Berufsunfähigkeit

Hallo, kurz zu meiner Situation. Ich bin Berufssportler, der seit Ende 2011 auf Grund einer Verletzung krank und arbeitsunfähig geschrieben ist. Ich erhalte seitdem Krankentagegeld aus meiner privaten Krankenversicherung. Vor gut 2 Monaten habe ich bei der Versicherung angerufen, da ich wissen wollte ob ich meinen Versicherungsbeitrag ( ca. 1000 Euro monatlich) etwas herabsetzen könne.

Dort gab man mir die Nummer einer Frau, die als Versicherungs Vermittlerin in meinem lokalen Bereich tätig ist. Sie teilte mir daraufhin mit, dass es während des Bezugs von Krankentagegeldes nicht möglich ist, den Beitrag zu senken. Das konnte ich natürlich auch nachvollziehen.

Einige Tage später, kontaktierte sie mich erneut und teilte mir mit, dass sie doch noch eine Möglichkeit gefunden hat, meinen Beitrag zu senken. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt einen ganz normalen Einzelvertrag. Wenn sie mich im Rahmen eines Gruppenvertrages unseres Vereins aufnehmen würde, würde alle gleich bleiben, ich würde mir nur wenige Euro monatlich sparen.

Von der Ersparnis war ich sicher nicht gerade begeistert, dachte mir aber, besser als gar nichts und unterschrieb ein einfaches Blatt, auf dem die Aufnahme in einen Gruppenvertrag stand.

Ich zahlte nun seit Sommer 2012 ca. 1000 Euro.

Leider ist meine Verletzung aktuell nicht wirklich so, dass eine rasche Besserung abzusehen ist und eine Berufsunfähigkeit zumindest in Frage kommt.

Ich war deswegen auch bereits vor einigen Wochen beim Gutachter der Krankenkasse, der mir eine Deadline etwa bis Ende des Jahres setzte ( was ich auch als fair ansehe).

Jetzt habe ich mich heute mit einem Bekannten unterhalten, der sich etwas in dieser Branche auskennt. Er erzählte mir dass bei Gruppenverträgen die Krankentagegeldzahlungen sofort bei Eintritt der Berufsunfähigkeit endet. Bei Einzelverträgen hat man in der Regel diese 3 monatige Weiterzahlungdes Krankentagegeldes nach Feststellung der Berufsunfähigkeit.

Jetzt habe ich gleich in den Versicherungsbedingungen nachgesehen und dort wirklich Unterschiede diesbezüglich gefunden.

In meinem alten Einzelvertrag, den ich bei Eintritt des Versicherungsfalls und bis August diesen Jahres inne hatte, hatte ich Anspruch auf eine Fortzahlung des Krankentagegeldes von 3 Monaten.So ist es auch üblich bei der Versicherung.

Bei meinem aktuellen Gruppenvertrag, endet die Zahlung sofort bei Feststellung der BU.

Ich hoffe wirklich auf hilfreiche Informationen bezüglich möglicher Hilfe. Was kann ich tun, wie sieht es rechtlich aus? Kann man den Vertrag wieder ändern?

Aus meiner Sicht hat mich die Vermittlerin hier ja benachteiligt ohne Ende, ob wissentlich oder nicht, kann ich nicht sagen.

Ich bin wahrlich kein Schmarotzer, der hier irgendeine Situation ausnutzen will, aber ich fühle mich hier wirklich komplett verarscht.

Vielen Dank für Eure Hilfe im voraus.

Grüße

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Wie hoch sollte man eine BU-Rente abschließen? (Berufsunfähigkeitsrente)

Mich würde mal interessieren in welcher Höhe man eine Burufsunfähigkeitsrente eigentlich abschließen sollte. Habe eine. Habe aber nie die Bedingungen gelesen. Nun ist der Fall eingetreten, daß ich berufsunfähig wurde und mir nun eine Rente zusteht. Habe gerade den Bescheid erhalten mit 850 Euro Brutto/Monat, macht 500 Euro Netto/ Monat. Hätte ich nicht noch die Erwerbsminderungsrente, würde ich ganz schön dumm aus der Wäsche schauen, denn mit 500 Euro/Netto ist man nicht über dem Berg. Brauche monatlich für die ganze Familie 2000 Euro netto um über die Runden zu kommen. Daher meine Frage: Habe ich die BU-Rente zu niedrig eingeschätzt? Hätte ich vielleicht lieber mit einen Betrag über 2000 € / Monat rechnen sollen. Als ich vor 20 Jahren die Versicherung abgeschlossen hatte, wußte ich natürlich nicht welchen Betrag ich mal wirklich brauchen würde!

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Ist ein Neben/Teilzeitjob möglich, wenn einer eine private Berufsunfähigkeitsrente bezieht?

Ein Bekannter von mir, ist anerkannt berufsunfähig. Er hatte eine Lebensversicherung mit einer zusätzlichen Absicherung bei Berufsunfähigkeit (bei der Allianz) und erhält nun eine private Berufsunfähigkeitsrente. Er würde gern wieder "mehr unter die Leute kommen" und einen Nebenjob (so 400 Euro) oder vielleicht in Teilzeit ausüben, aber natürlich möchte er auf keinen Fall die Rente aus der privaten Versicherung verlieren. Er hatte einen körperlich schweren Beruf ausgeübt, was er nun eh' nicht mehr kann. In dem Kleingedruckten steht, daß er bei neuer Tätigkeit evtl. auf diese (neue) Tätigkeit verwiesen werden kann und die Rente könnte weg sein. Er hat dort nachgefragt, aber die geben keine so rechte Auskunft. Weiß hier jemand "Schlauer", ob er eine Tätigkeit aufnehmen kann, in welcher Höhe und unter welchen Umständen er seine private BU-Rente gefährden würde?

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