Berliner Testament! Wie geht man da am besten vor?

3 Antworten

  1. Eine Liste des Vermögens (der Vermögensgegenstände) wäre perfekt. Wenn es geht mit den Werten.

  2. Für den Fall das Erinnerungsstücke gesondert zugewendet werden sollten, davon auch eine Liste mit den Personen, die diese haben sollen.

  3. Was es kostet? Kann man ohne Wert des Nachlasses nicht sagen. Aber trotzdem einfach zu lösen: Google "Notarkostenrechner".

  4. Man sollte ggf. vorbereitet sein, dass im Fall der Fälle ein Erbe das Pflichtteil einfordert. Eventuell dazu einen Passus aufnehmen.

  5. Als alternative einen Erbvertrag ins Auge fassen. Das schützt davor, dass ein überlebender Ehegatte mit einer neuen Verheiratung das Konstrukt durcheinander bringt, oder durch Schenkungen, die ehemaligen Pläne gestört werden.

Ausweispapiere sollte man ebenfalls dabei haben.

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@Snooopy155

Stimmt. Entschuldige, habe ich verpennt, ich höre immer den Spruch "dem Notar von Person bekannt."

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althaus: Eine Zusammenfassung zum Berliner Testament findest Du hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Berliner_Testament

Beachte: Das Gesetz verlangt für das gemeinschaftliche Testament keine notarielle Beurkundung. Dennoch hat die einige Vorteile. Zum Beispiel würde in vielen Fällen ohne ein notarielles Testament später ein Erbschein zu beantragen sein. Wir alle wissen, dass Du Grundeigentum hast. Mit einem eröffneten notariellen Testament kann man ohne Probleme später die Berichtigung des Grundbuchs auf den Erben vornehmen. Die Ersparnis wird im übrigen noch dadurch gesteigert, dass man in einigen Jahrzehnten -so lange hältst Du hoffentlich noch durch- ja viel höhere Werte anzugeben und damit auch höhere Gebühren zu zahlen hätte.

Der Notar erklärt im Grunde alles. Außer den Ausweispapieren brauchst Du an sich nichts dabei zu haben.

Notare berechnen ihre Gebühren nach dem Gegenstandswert. Aber, sie prüfen die Angaben nicht nach. Überleg Dir vorher, was Du als Gegenstandswert nennst. Mach nur nicht den Fehler, da auftrumpfen zu wollen. Im Gegenteil, äußerste Bescheidenheit ist da kostensparend. Hab ich selber schon diverse Male praktiziert. Der Notar rümpfte zwar die Augenbraue, nahm die im dargebotenen Zahlen aber klaglos hin.

Ich finde die Idee für jeden, der irgendwas nennenswertes zu vererben hat, erst mal hirnverbrannt.

Warum sollte man in jungen Jahren seine Kinder enterben? Weiss man auch nur annähernd, wie sich sie und wie sich die Erbschaftsteuer entwickelt und hat man Lust, für nichts alle zwei Jahre wieder zum Notar zu gehen? Ist es schlimm, wenn der zuletzt versterbende ein neues Glück findet und seine Hälfte des Vermögens auf neue Kinder aufteilt?

Wenn schon Testament, warum dann kein vernünftiges???

Jeder, der etwas zu vererben hat, sollte statt dem Berliner Testament erst mal von der gesetzlichen Erbfolge ausgehen. Oft genug wird das gar nicht mal so weit weg von einer vernünftigen Regelung sein. Vor allem hat man kein Pflichtteilsproblem. Im zweiten Schritt kann man dann in einem Testament Probleme, die durch die Aufteilung in der gesetzlichen Erbfolge entstehen, beseitigen. Also Unternehmen, Häuser, Wohnungen so es Sinn macht sinnvoll aufteilen.

Dass über eventuell lange Zeit der Letztversterbende alles an der Backe hat und die Kinder anbetteln muss, ihm oder viel öfter ihr irgendwas abzunehmen macht ebenso wenig Sinn wie dass die Kinder erst als Rentner etwas erben, das sie dann nicht mehr brauchen können und am liebsten verschenken würden.

Wenn du denkst, dass es dann, wenn einer von euch ablebt, der Hinterbliebene gerade mal so über dei Runden kommt, weil die (Hinterbliebenen)rente vernachlässigar, das Einkommen gering und das Vermögen nicht der Rede wert ist, kannst du auch ein Berliner Testament machen. Nur braucht es dann einen Notar?

Ich will nur vermeiden, daß bei Tod eines Ehepartners das Haus verkauft werden muss in dem das Paar wohnt.

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@althaus

Dann regelt doch das.

Es spricht wenig gegen ein Testament aber viel gegen ein Berliner Testament.

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