"Berliner Testament" auch für unverheiratete möglich?

7 Antworten

Das Berliner Testament ist für nicht verheiratete Paare nicht zulässig.

Aus diesem Grund müssen beide Partner ein eigenes Testament errichten, wenn es ihr Wunsch ist, ihren Partner für den Fall des eigenen Todes abzusichern. Ausschließlich auf diese Art kann man seinem überlebenden Partner ein Erbrecht zusichern.

Zudem gilt es hierbei zu berücksichtigen, dass das gesetzliche Erbrecht zwar durch eine gewillkürte Erbfolge außer Kraft gesetzt werden kann, dies aber nicht für das ebenfalls im BGB juristisch verankerte Pflichtteilsrecht gilt.

In der Praxis bedeutet dies, dass man seinen Partner zwar testamentarisch als Alleinerben einsetzen kann, die Pflichtteilserben, wie zum Beispiel die Kinder des Erblassers, dennoch im Rahmen des Pflichtteilsrecht Ansprüche auf eine Beteiligung am Nachlass geltend machen können.

http://www.erbrecht-heute.de/Testament/Nicht-verheiratet-aber-dennoch-ein-Testament.html

So etwas funktioniert im Prinzip auch bei Unverheirateten (unter der Prämisse, dass es sich um gemeinsame Kinder handelt).

Allerdings sollte man sich vor Augen halten, dass die Vorerbschaft des Partners mit gewaltigen Erbschaftsteuern belastet ist, weil die beiden nicht verwandt sind.

Es gibt sicher Konstrukte in diesem Zusammenhang, die den Kindern später mehr übrig lassen.

Ein Berliner Testament kann nicht von unverheirateten Partnern errichtet werden:

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__2265.html

Allerdings ist es in dem beschriebenen Fall möglich, entweder zwei Einzeltestamente zu errichten oder einen Erbvertrag zu schließen.

oder einen Erbvertrag zu schließen

was dem Tiger (§2265) die Zähne zieht (§ 2298 BGB)

Der einzige Unterschied ist, dass bei Ehegatten kein Notar erforderlich ist.

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