Bereitstellungszinsen & Sollzinsen

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Ich habe Dein Problem verstanden.

Nun lies mal bitte in Deinem Kreditvertrag nach, was dort zur Berechnung der Bereitstellungszinsen geschrieben ist und zitiere dies hier. Da könnte ich nur mutmaßen.

Natürlich ist das keine "doppelte" Verzinsung im Sinne von zweifach, da hier Äpfel (die Kreditzinsen) mit Birnen (die Bereitstellungszinsen) mit unterschiedlichen Prozentsätzen verglichen würden. Es ist auch fraglich, ob die Bereitstellungszinsen nicht mit Nachverrechnung kalkuliert werden sollten bzw. müßten. Was steht in Deinem Vertrag?

Eine Ursache Deines Problems ist - bei der von mir vermuteten Vertragsformulierung - der gewählte Auszahlungstermin zum Monatsende, den Du einfach drei Tage eher legen solltest.

Der BGH hat sich vor langer Zeit mit den Bereitstellungszinsen befasst, aber ich habe leider keinen Zugriff auf die entsprechende Entscheidung, dass Bereitstellungszinsen (zumindest) für die Zeit ab Kreditvertragsabschluss bis zur Darlehnsauszahlung zulässig sind (BGH Az. III ZR 207/83 vom 21.02.1985), weil es am Kreditnehmer liegt, wann er die Kreditauszahlung abruft. Ob eine bereits im voraus berechnete Bereitstellungsgebühr zeitanteilig zurückerstattet werden muss, kann ich mangels Urteilstext nicht erkennen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?