Berechnung für 3 Tage Firmenwagen und Entfernungspauschale

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1 Antwort

Ein Firmenwagen, den man nur 3 Tage (28. - 30. eines Monats) genutzt hat, wird trotzdem mit 1% Privatnutzung für den gesamten Monat versteuert.

Die Sachlage bei der Entfernungspauschale im Zusammenhang mit dem Firmenwagen? Die ist einfach. Wenn Du vorher keinen hattest, musst Du in dem 3 Tage-Monat nur die 3 Tage mit 0,03% vom BLP versteuern. Es gelten die km von der Monteursunterkunft zum Arbeitsplatz - sofern Du überhaupt eine erste Tätigkeitsstätte hast.

Die Wochenendheimfahrten sind steuerfrei.

Btw, meines Wissens begründet ein "Monteurzimmer" keinen Wohnsitz und es bedarf deswegen auch keiner Meldung.

reicht der Nachweis über die Bezahlung des Zimmers

Wem willst Du was beweisen?

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Froestchen 29.05.2014, 18:48

Danke erstmal für die schnelle Antwort.

Der zuständige Sachbearbeiter meiner Firma hat, nachdem ich für den 3 Tage Monat sowohl die 1 % als auch die Entfernungspauschale als ganzen Monat berechnet bekommen habe, meinen jetzigen Hauptwohnsitz (bin inzwischen umgezogen) als Grundlage genommen und auf Rückfrage erklärt, das zur Berechnung der Entfernungspauschale Monteurzimmer nicht gelten, sofern man dort nicht gemeldet ist oder war Der Sachbearbeiter ist der Meinung, der Wohnsitz muss für die Entfernungspauschale gegenüber dem Finanzamt nachgewiesen werden. Daher meine Frage bezüglich des Nachweises. Das kam mir auch etwas komisch vor, da ja nicht jeder Pendler sich in seiner Unterkunft anmelden kann oder will.

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FREDL2 30.05.2014, 07:06
@Froestchen

@Froestchen:

1 % als auch die Entfernungspauschale als ganzen Monat berechnet ist richtig

die Entfernungspauschale mit den km vom Hauptwohnsitz zu berechnen ist falsch

1% werden als Pauschale niemals auf Tage heruntergerechnet, die Entfernungspauschale hat die tatsächliche Fahrt als Grundlage. Solltest Du an diesen 3 Tagen von der Monteursunterkunft zur Arbeit gefahren sein, ist bei der 0,03%-Berechnung auch nur diese Entfernung anzusetzen. Welcher Meinung dieser Sachbearbeiter dabei ist, spielt keine Rolle, es zählen die Tatsachen.

Auch bei Deiner Einkommensteuererklärung musst Du schliesslich die Wahrheit angeben. Richtig ist, dass eine Monteursunterkunft keine Meldepflicht auslöst. Dem Finanzamt sind diese Meldungen jedoch wurscht - zumal diese Entfernung sicherlich geringer ist, als diejenige von der Hauptwohnung, würden keine Nachfragen kommen.

Sehr viel interessanter ist in Deinem Fall die bereits erwähnte erste Tätigkeitsstätte. Mit den vorliegenden Infos kann ich Dir nicht sagen, ob die Neuregelung für Dich relevant ist. Recherchiere mal den Begriff erste Tätigkeitsstätte + 0,03%

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Froestchen 30.05.2014, 22:28
@FREDL2

@FREDL2: Danke für die Infos. Ich habe "eigentlich" nur eine erste Tätigkeitstätte, fahre aber so ca.3 -5 mal im Monat morgens von Zuhause direkt zu einem Kunden und dann ins Büro.

Ich werde das mal, wie von dir vorgeschlagen, recherchieren.

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FREDL2 31.05.2014, 09:53
@Froestchen

@Froestchen:

Dann fällst Du ohnhin in die Aussendienstlerregelung und - falls Dein AG einverstanden ist -kannst Du die tatsächlichen Fahrten zur ersten Tätigkeitstätte mit 0,002% versteuern.

Sollte der AG sich diesen Umstand nicht machen wollen (es ist einer, wirklich), kannst Du die wirklichen Verhältnisse bei Deiner Einkommensteuererklärung angeben. Mit 0,03% hast Du zuviel versteuert.

In beiden Fällen musst Du auflisten, bzw. einen Kalender vorlegen können, in dem Deine Fahrten zur Firma + die Direktfahrten zum Kunden ersichtlich sind.

Jetzt klingts wirklich kompliziert, oder?

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Froestchen 01.06.2014, 01:43
@FREDL2

@FREDL2:

etwas kompliziert, habe mich aber etwas eingelesen und weiß jetzt zumindest ansatzweise wie das berechnet wird oder werden sollte. Mein AG wird wohl nicht mit den 0,02% einverstanden sein. Wir hängen ja immer noch an der Monteursunterkunft, die er nicht als Wohnort akzeptieren will und an den 0,03% für den ganzen Monat obwohl es nur 3 Tage waren. Bei der ESt muss ich dann die Fahrten, die ich morgens direkt zum Kunden gemacht habe bei den Werbungskosten eintragen, oder ?

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FREDL2 01.06.2014, 16:35
@Froestchen

@Froestchen

Bei der ESt muss ich dann die Fahrten, die ich morgens direkt zum Kunden gemacht habe bei den Werbungskosten eintragen, oder ?

Du musst Deinem FA klarmachen, dass Du monatlich 0,03% für FWA versteuert hast, für Dich jedoch die 0,002%-Lösung gilt. Dazu führst Du - vielleicht in excel -eine Liste mit den entsprechenden Tagen. Vergiss nicht aufzuschreiben, an wievielen Tagen vor dem Umzug Du zu Unrecht die weitere Entfernung versteuern musstest.

So wie sich das bei Dir anhört, zahlt Dein AG u. U. auch keinen Verpflegungsmehraufwand. Wenn das zutrifft, kannst Du in vorgenannter Liste auch gleich die Abwesenheitsstunden mit aufführen.

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Froestchen 02.06.2014, 13:07
@FREDL2

@FREDL2: Danke schon mal vorab. Nett, das Du meine Fragen beantwortest während mein AG sich in Schweigen hüllt, bzw. sich weigert die falschen Angaben zu korrigieren. Nun die nächsten Fragen ;-) .

Also ich fasse zusammen :-): Liste machen, die richtige Entfernung für die ersten 2 Monate dann tageweise eintragen, dazu die Tage an denen ich nicht direkt ins Büro gefahren bin inkl. der Abwesenheitsstunden wenn es mehr als 8 sind (nehme ich an).

Wie funktioniert das in der Steuererklärung mit den Tagen, an denen der AG zuviel Kilometer berechnet hat? Wie trage ich das wo zahlenmäßig ein? Ich denke, das FA wird da wohl kaum durchblicken, wenn ich die Excelliste beifüge in den nur die tatsächlichen KM stehen. Wie mache ich denen dann klar, was der AG abgerechnet hat? Zumal in der ESt Erklärung ja irgendwo Summen eingetragen werden müssten. Da trägt man doch nur die gefahrenen ein und nicht die abgerechneten oder?

Ja, mein AG zahlt keinen Mehraufwand außer bei Schulungen / Geschäftsmeeting in der Zentrale etc.

Müssen für die Direktfahrten zum Kunden auch der Kilometerstand notiert werden?

Leider habe ich nicht mehr die Daten von allen Direkt-Kunden-Fahrten, da ich das bisher nicht wusste und diese nur noch für die April und Mai zusammenbekomme.

Ist mein erster Firmenwagen mit Privatnutzung, ich bitte daher um Nachsicht und Geduld ;-)

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FREDL2 02.06.2014, 19:45
@Froestchen

@Froestchen

Abwesenheitsstunden wenn es mehr als 8 sind

Richtig. Drunter gibts ab 2014 nix mehr steuerfrei.

Wie funktioniert das in der Steuererklärung mit den Tagen, an denen der AG zuviel Kilometer berechnet hat? Wie trage ich das wo zahlenmäßig ein?

Das kannst Du nicht einfach so eintragen. Da muss erläutert werden, also schriftliche Begründung, weswegen Dein Steuerbrutto zu hoch ist. Das musst Du ohnehin machen, wenn Du für die restlichen Fahrten nur 0,002% versteuert haben willst. Wenn ich mich recht erinnere, spielt Dein AG da auch nicht mit.

Ja, mein AG zahlt keinen Mehraufwand außer bei Schulungen / Geschäftsmeeting in der Zentrale etc.

Dacht` ich mir´s doch. Das kannst Du in Deiner excel-Liste in einer Spalte, überschrieben mit "Verpflegungsmehraufwand" gleich an den entsprechenden Tagen mit eintragen. An den Tagen unter 8 Stunden trägst Du Null ein. Zusätzlich brauchst Du eine Spalte mit den Uhrzeiten. Kilometerstände brauchts nicht.

Leider habe ich nicht mehr die Daten von allen Direkt-Kunden-Fahrten,

Dann setz Dich in einer ruhigen Stunde vor Deinen Kalender. Die eine oder andere Fahrt wird Dir schon noch einfallen.

ich bitte daher um Nachsicht und Geduld

Hab ich doch. Ich erkenne mich selber kaum wieder ;-))

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Froestchen 03.06.2014, 23:20
@FREDL2

@ FREDL2:

Das kannst Du nicht einfach so eintragen. Da muss erläutert werden, also schriftliche Begründung, weswegen Dein Steuerbrutto zu hoch ist. >

Gut, Begründung dazu, aber ich weiss nu immer noch nicht, wie ich das Durcheinander wo eintrage?!

Um deine von und an dir neu entdeckte Geduld zu strapazieren ;-)): Ich habe mir heute mal meine Gehaltsabrechnung angeschaut: 3 Posten kommen durch den Firmenwagen auf das Brutto drauf. 1% vom Listenpreis, eine Entfernungspauschale und die Kilometer zum Büro, wobei hier die Entfernungspauschale wieder abgezogen wird. Nun stellt sich die Frage warum der AG erst eine Entfernungspauschale aufschlägt wenn er sie dann gleich wieder abzieht?

So langsam denke ich, es wird wohl nächstes Jahr ein Steuerberater von mir beauftragt sich um das Wirrwarr zu kümmern.

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FREDL2 05.06.2014, 19:37
@Froestchen

@Froestchen

aber ich weiss nu immer noch nicht, wie ich das Durcheinander wo eintrage?!

Jetzt strapazierst Du meine Geduld aber. Ausser "eintragen" gibts auch noch die Möglichkeit, Erläuterungen selber zu verfassen und das dürfte hier angebracht werden. Nicht jeder Spezialfall kann im Einkommensteuerformular eine Spalte zum "Eintragen" haben. Der Wisch wäre ansonsten so dick wie die Bibel.

Nun stellt sich die Frage warum der AG erst eine Entfernungspauschale aufschlägt wenn er sie dann gleich wieder abzieht?

Du kannst bei der Fragestellerin mit der vergünstigten Dienstwohnung mitlesen. Das ist derselbe Vorgang.

So langsam denke ich, es wird wohl nächstes Jahr ein Steuerberater von mir beauftragt

Nicht die schlechteste Idee - obwohl Dein Sachverhalt nicht wirklich zu den schwierigen zählt.

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