Berechnung der Nebenkosten

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3 Antworten

Bisher war es so, dass die Nebenkosten durch drei geteilt wurden,

Was steht denn im Mietvertrag zur Neben- und Heizkostenverteilung?

Bzw. wenn von der mietvertraglichen Regelung abgewichen wurde, wieviele Jahre geht das schon?

Trenne bitte gedanklich und argumentativ die Heizkostenverteilung von der Verteilung der (übrigen) Nebenkosten!

In einem Drei- und Mehrfamilienhaus ist - von wenigen Ausnahmen abgesehen - die verbrauchsorientierte Abrechnung gemäß Heizkostenverordnung (s. auch die Antwort von imager761) vorgeschrieben! Wird diese nicht so durchgeführt, kannst Du von den zugeordneten Heizkosten 15 % abziehen. Die mathematische Drittelung ist also inkorrekt und berechtigt zum 15 %igen Abzug. Hast Du eine DG-Wohnung mit Dachschrägen, dann führt auch eine flächenbezogene Aufteilung vermutlich nicht zu einer Drittelung.

Siehe u.a. § 12 Abs. 1 in http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/heizkostenv/gesamt.pdf

Der Vermieter kann weder den Heizkostenschlüssel noch den Nebenkosten nicht einfach von Drittelung auf Halbierung umstellen. Du mußt dem nicht zustimmen. Er muss die Kosten für die leere dritte Wohnung selber tragen. Wenn es einen personenbezogenen Schlüssel bei den sonstigen Nebenkosten (z. B. Frischwasser oder Abwasser) gegen sollte, dann ist für die leere Wohnung mindestens 1 Person anzusetzen, obwohl dort niemand wohnt (Vermieterpech).

Schon bei Drittelung der Heizkosten hast Du das Abzugsrecht von 15 % von den belasteten Heizkosten. Wenn der Vermieter verbrauchsabhängige Erfassungsmaßnahmen (z. B. Zwischenzähler) durchführt, sind § 556a und 559 BGB zu beachten. Bitte lasse Dich nicht darauf ein, dass z. B. die Wassergesamtmenge und nur die Wassermenge für Deine Wohnung über einen Zwischenzähler gemessen wird. Jede Wohnung muss einen eigenen Zwischenzähler haben. Es gibt keine legale Verbrauchszuordnung nach dem Prinzip "Gesamtmenge minus 2 Zwischenzählermengen gleich Rest für die fehlende Zwischenzählermenge".

Der § 556a ist auch auf die übrigen Nebenkosten anzuwenden!

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Bei den Heizungskosten dürften nur die Kosten der tatsächlich verbrauchten Brennstoffe abgerechnet werden (BGH Az.: V III ZR 156/11).

Nun wäre es deine Entscheidung, den VM auf zwingende Verbrauchsermittlung gem. HeizkostenV zu verweisen, wobei er Eichung und Miete der Geräte - am günstigsten und zweckmässigsten über eine Wärmemengenzählung (Foto) am Hauptstrang deiner Heizungsrohre - als Betriebskosten voll umlegen darf bzw. um 11% als Modernisierungskosten "Energieeinsparung" deine Miete erhöht oder man sich einvernehmlich auf 45% der Energie- und Wartungskosten verständigt.

G imager761

http://www.kraweuschuasta.at/hausbilder/heizung_waermemengenzaehler.JPG - (vermieter, wohnung, Haus)
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Das ist auf keinen Fall korrekt! Warum bestehst Du nicht auf Heizkostenverteilung durch Wärmemesser? Auch die restlichen Nebenkosten können korrekt nach qm-Wohnfläche abgerechnet werden. Dabei muss aber auch die leerstehende Wohnung mitberücksichtigt werden. Die ist sein Problem! Sprich mit einer Verbraucherzentrale oder einem Mieterschutzverein darüber wie Du am Besten vorgehen kannst oder sollst

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Kommentar von Gaenseliesel
14.02.2013, 21:36

..... weshalb so wütend, robinek ? ;-)) K.

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