Beratung der Verbraucherzentrale zum Thema Geldanlageberatung + Private Altersvorsorge: Erfahrungen?

2 Antworten

Da bin ich natürlich einigermaßen platt, dass man für eine neutrale Beratung noch nicht einmal € 90,-- ausgeben will. Sicherlich kann man Beratung anderenorts bekommen, ohne dass man dafür zahlen muß. Allerdings kostenlos ist diese Beratung dann auch nicht und neutral schon garnicht. Wer zu einer Bank oder zu einem Finanzvertrieb geht, der zahlt letztendlich über Ausgabeaufschläge und Provisionen viel mehr als besagte € 90,--. Du kannst sicher sein, dass man Dir Fonds andreht, bei denen man Dir dann gleich 3 bis 5% des Anlagebetrags als Ausgabeaufschlag abzwackt. Laufende Provisionen kommen hinzu. Ob die angebotene Lösung für Dich die beste ist, ist dem Vermittler egal. Sein Geld bekommt er auf jeden Fall.

Mein Frage kann man leicht falsch verstehen. Ich bin selbstverständlich bereit, Geld für eine gute, neutrale Beratung zu zahlen. Die Frage ist aber: Ist die Beratung von der VZ neutral??? Da die auch von Staat finanziert werden, stecken die doch mit dem Staat "unter einer Decke". Und mir gefallen die Produkte die der Staat empfehlt nicht, ich finde so etwas wie Riester total undurchsichtig, für Selbstängige wie mich vermutlich ohnehin nicht geeignet, und außerdem möchte ich nicht ausschließen, später auszuwandern...

0
@Leo72

Riester ist weder undurchsichtig, noch für Selbststängige geeignet (dafür ist Basisrente da), maximal als mittelbarer Anhängsel-Vertrag bei einem verheirateten Selbständigen ! Lass Dir Riester mal richtig erklären. Und wo ist das Problem beim Auswandern ? Entweder wird die Rente auch dorthin gezahlt (die Rente für Deutschland wurde ja verworfen) oder Du lässt es Dir auszahlen und verdrückst Dich mit der Kohle - wo ist das Problem ?

0

Beratung kostet, sich nicht beraten zu lassen kostet mehr. Die Verbraucherzentralen sind in manchen Fällen sinnvoll, in diesem wohl eher nicht. Es fehlen ihnen die Kontakte zum Markt und oft sind deshalb die "Auskünfte" nicht objektiv. Es gibt Versicherungsberater, die ein übersichtliches Portfolio an VU zur Verfügung haben - und auch Honorar beanspruchen können - und es gibt Versicherungsmakler, die das gesamte Angebot in der Beratung haben. Auch hier ist Honorar fällig.Lassen Sie sich mit individuell für Ihre Situation erarbeiteten Zahlen beraten. Erst danach sollten Sie entscheiden, was Sie tun. Passt eine private RV überhaupt zu Ihrem Leben?

Ich habe auch schlechte Erfahrungen mit Beratung (es ging konkret um eine einmalige Geldanlage, eine feste Summe). Da hätte ich besser mein eigenes Gefühl folgen müssen, und wäre jetzt besser dran. Deswegen frage ich nach Erfahrungsberichte mit der VZ.

0

Riester Banksparplan übersparen / überzahlen

Hallo :)

Ich habe den Banksparplan vor kurzem abgeschlossen, Laufzeit 37 Jahre, keine Kosten, Mindestverzinsung + Kopplung an Umlaufrendite. (Zur Info: er dient als SICHERER BAustein in der Altersvorsorge, es existieren noch ein gewöhnlicher Fonds-Sparplan, ein fest verzinster Sparplan ohne Fonds, und vor den Unisex -Tarifen kommt noch eine gewöhnliche private Rentenversicherung)

Ich habe nun mal eine grundsätzliche Frage zum Riester Banksparplan:

mir ist klar, - dass man, um volle Zulagen zu erhalten, 4% seines Vorjahres-Bruttos einzahlen muss - dass man max. 2100€ Einzahlung pro Jahr steuerlich gefördert bekommt

Was ist nun, wenn ich mehr als diese 2100€ pro Jahr einzahle?

Szenario 1: Was passiert, wenn die Bank das im Vertrag ablehnt --> kündigt sie? Wird das überzahlte einfach nicht verzinst?

Szenario 2: die Bank duldet Überzahlungen und verzinst sie auch, wie wird das steuerlich behandelt? In Grunde bezahle ich ja auf jeden 1€ ,den ich über die 2100€ einzahle, doppelt Steuern weil die Steuerbegünstigung fehlt, ist der Denkansatz soweit korrekt?

Der Grund, warum ich überhaupt soweit denke: Stichwort Schonvermögen. Wir wissen, dass im äußersten Fall des Falles eines HArtz IV EIntritts ein Schonvermögen anrechnungsfrei verbleibt (750€/Lebensjahr). Im Lauf der nächsten Jahre komme ich da drüber (Fonds-Sparplan, herkömmlicher Sparplan, priv. Rentenversicherung, normale Rücklagen auf Tagesgeldkonto).

Nur der Riester-Sparplan ist def. Hartz IV sicher, also könte man dort ja feißig einzahlen, um sein Vermögen zu "schützen"; und dieses finanzielle Polster entsprechend auszubauen, und das halt Krisensicher falls der Super-Gau Hartz IV eintreten sollte.

ISt diese Überlegun soweit korrekt?

...zur Frage

Kiosk verkauft, Geld ist weg - ist Insolvenz die letzte Alternative?

Hallo zusammen,

Ich habe von Anfang des Jahres bis vor ein paar Tagen einen Kiosk geführt, den ich nun letztendlich verkaufen musste.

Da mein Vater eine Abfindung bekommen hatte, haben wir uns gedacht, dass wir einen Laden erfönnen könnten.

Leider hatte mein Vater auch zu dieser Zeit bereits Schulden, weswegen wir den Laden über mich laufen lassen mussten.

Nun haben wir nach langer Leidenszeit, beschlossen den Laden zu verkaufen. Beziehungsweise ich habe aufgegeben. Es herrschte so ein enormer Druck auf mir, sodass es mir auch gesundheitlich nicht mehr gut ging. In dieser Zeit ist auch das Verhältnis zu meinem Vater zerrüttet worden, dass sowieso von anfang an nicht gut war. Bereits zu Anfang hatten wir wenig Geld um den Laden vernünftig zu bewirtschaften, was alles erschwerte.

Nach langem hin und her, haben wir beschlossen den Laden zu verkaufen und alles hinter uns zu bringen.

Das eigentliche Problem nun ist , dass mein Vater mit dem Geld abgehauen ist. Nun kann ich meinen gewerblichen und privaten finanziellen Forderungen nicht mehr nachkommen. Diese wären z.B: Steuerberater, anstehende Stromkosten vom Laden, Finanzamt Krankenversicherung,Autosteuer,Autoversicherung,Inkassomahnungen,Miete meiner Wohnung.

Mein nächster Schritt wäre nun, dass ich zu einem Schuldnerberater gehe und mich beraten lasse.

Es beläuft sich auf Schulden von ca 15.000-20.000.

1.Würde sich eine Insolvenz lohnen? 2.Alternativen? Ich bin 23 Jahre alt und kann mir das einfach nicht vorstellen. 3.Kann ich noch eine Regelinsolvenz beantragen, da ich den Laden schon verkauft habe. 4.Beinhaltet die Regelinsolvenz auch private Schulden. 5. Werden die Kosten für den Treuhänder und oder den Schuldnerberater erstattet.

Danke im voraus.

...zur Frage

Lohnt sich mein Entgeltumwandlungsvertrag noch?

Ich hatte vor 5 Jahren einen Entgeltumwandlungsvertrag über meinen Arbeitgeber abgeschlossen. ICh zahle dort 150 Euro ein die direkt vom Brutto abgezogen werden. Netto macht das wohl 83 Euro aus. Mein Arbeitgeber zahlt nichts dazu. Ich wusste dass ich Steuern nachbelagert bezahlen muss. Aber dass ich dann bei Auszahlung noch Sozialabgaben nachzählen muss davon war nie die Rede. Auch nicht dass sich meine gesetzliche Rente verringert. Bei 100 Euro Sparbetrag pro Jahr geht sie wohl um ca. einen Euro runter. Das wären bei mir dann über die ganze Laufzeit mit 150 Euro Sparbetrag ca. 67 Euro weniger gesetzliche REnte.
Ich bin nun sehr verärgert und stark am zweifeln ob ich den Vertrag nicht ganz kündige oder zumindest still lege und anders vorsorge. In diesem Vertrag habe ich wohl 2.25 Garantiezins. Nach 40 Jahren Laufzeit bekomme ich garantiert 99921 Euro einmalbetrag oder 356 Rente. Wenn ich davon aber die Steuern und Sozialabgaben und den Verlust der gesetzlichen REnte ( bei z.b. Lebenserwartung von noch 15 Jahren) abrechnen, bleibt vielleicht ein kleiner Gewinn von 7000 Euro übrig. Allerdings habe ich mit den nedrigsten Steuer und Sozialabgabensätzen gerechnet. Wer weiß ob sich das nicht alles erhöht in 35 Jahren. Allerdings fehlen mir die Alternativen. Private Riester kosten zuviel. Nun bin ich auch schon über 32. Ich habe noch eine kleine Lebensversicherung mit 50 Euro die auf jeden Fall bleibt. Jetzt überlege ich eben diese Entgeltumwandlungsvertrag still zu legen (oder zu kündogen) und einfach so Geld fürs Alter weg zu legen Ohne jahrzehntelang gebundenen Vertrag. Habe gelesen dass es auch Gebühren Kosten kann wenn man den Vertrag still legt . Meine Versicherung könnte mir keine klare Antwort geben. Bei bis jetzt eingezahlten 9000 Euro würde ich bei still Legung bis Ende dann 15600 raus bekommen

Ich weiß einfach nicht was ich machen soll...Es ärgert mich total dass man bei solchen Verträgen immer abgezockt wird. Da mit aber die Alternativen Anlegemöglichkeit fehlt habe ich aber auch evtl. ein schlechtes Gewissen wenn ich kündige/still lege und nur die andere geringe Lebensversicherung fürs Alter habe. Was würdet ihr mir empfehlen?

Da ich vom öffentlichen Dienst noch eine Zusatrete bekomme bin ich mit meinen Beträgen über der Beitragsbemessungsgrenze. Das heißt ich zahle Ende des Jahres einen teil Sozialversicherungsbeiträge. Zahle ich diese dann bei Auszahlung trotzdem nochmal? Oder wird das dann im Alter nicht nochmal berechnet ? Lohnt sich dann so etwas? Wenn man über diese Grenze kommt?

Vielen Dank an alle.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?