Berarbeitungsgebühr Privatkredit. Wie bekomme ich die zurück?

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3 Antworten

Dann tippe ich mal langsam:

Es gibt Banken, die versuchen die Hinhalte- oder Salamitaktik. Das scheint bei Dir auch der Fall zu sein.

Langsam wird die Zeit allerdings eng für Dich, da der BGH die Verjährung für Forderungen auf den 31.12.2014 festgesetzt hat.

Du kannst ja erst einmal online einen Mahnbescheid beantragen. Das hemmt den Fristablauf und ist mit geringen Kosten belastet. Entweder zahlen die dann, was durchaus möglich ist, oder die legen Widerspruch ein. Dann musst Du allerdings klagen. Da die Erfolgsaussichten, wenn es sich tatsächlich um Bearbeitungsgebühren aus dem Urteil des BGH handelt, sehr hoch sind, muss die Bank dann auch die Anwalts- und Gerichtskosten übernehmen.

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JuttaN 21.11.2014, 10:52

Danke für deine Antwort. Nun tippe ich auch langsam.:) In einem Schreiben steht logernder Absatz: Das vorliegende Urteil bezieht sich auf eine abweichend formulierte Entgeldklausel u. ist auf unser Vertragsverhältnis nicht anwendbar. Im vorliegenden Fall wurde mit Ihnen eine konkrete Abrede über ein seperates Entgeld getroffen,das in den vereinbarten Monatl. Ratenzahlungsbetrag eingerechnet und als Bestandteil ausgewiesen worden ist. Im interesse einer zeitnahen gütlichen Einigung bieten wir daher an,das Bearbeitungsentgeld anteilig in Höhe von 70€ zu erstatten. Die Annerkennung einer Rechtspflicht ist mit dem Kulanzentscheid nicht verbunden.

Was bedeutet der Satz genau? Mir wurde nie gesagt,bei Abschluß,dass irgendwas verrechnet wird.

In dem Vertag von 2009 steht: Vertragsgebühr:181,45€. In dem von 2011 Bearbeitungskosten:181,41€. Ist das ein Unterschied?

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JuttaN 21.11.2014, 10:53
@JuttaN

folgender Absatz soll das heißen.:)

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gammoncrack 21.11.2014, 11:01
@JuttaN

Bei der Bearbeitungsgebühr ist die Sache klar. Da musst Du Dich nicht mit 70.- Euro abfinden lassen. Die versuchen, Dich von der Richtigkeit des Satzes "Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach" zu überzeugen. Darauf würde ich mich nicht einlassen.

Bezüglich der Vertragsgebühr bin ich mir jetzt nicht ganz sicher. Ich gehe schon fast davon aus, dass es sich auch um eine Bearbeitungsgebühr handelt. Oder hast Du hier einen Dritten mit der Kreditbeschaffung beauftragt?

Wenn diese Gebühr durch die Bank, ohne dass ein Dritter eingebunden war, erhoben wurde, ist die Rechtslage wohl gleich.

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JuttaN 21.11.2014, 12:00
@gammoncrack

Es war kein Dritter beteiligt. Ich werde jetzt einen Ombudsmann einschalten bzw. warte,ob die bis zum 1.12. bezahlen, und wenn nicht, wie zu erwarten ist,werde ich alle Unterlagen kopieren und die an den Ombudsmann schicken.Ich wollte das per Einschreiben machen, dann habe ich eine Bestätigung,dass es angekommen ist. Ist ok,oder?

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gammoncrack 21.11.2014, 13:24
@JuttaN

Kann man machen, obwohl das bei dem Ombudsmann vermutlich kein Problem ist. Aber sicher ist sicherlich sicher :-))

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Alle in der Zeit vom 01.01.2005 bis zum 31.12.2011 gezahlten Bearbeitungsentgelte verjähren zum 31.12.2014! Verweigern die Institute die Erstattung des Bearbeitungsentgelts müssen Verbraucher noch in diesem Jahr verjährungshemmende Maßnahmen ergreifen. Ein Schreiben an die Bank oder Sparkasse genügt nicht! Hat das Kreditinstitut die Forderung abgelehnt, kann die Verjährung zum Beispiel nur durch die Erhebung einer Klage oder die Einschaltung eines Ombudsmannes gehemmt werden.

Den offiziellen Wortlaut gibt es zB in diversen Musterschreiben wie hier: http://www.finanztip.de/kreditgebuehren/

Im oben beschriebenen Fall scheint es sich um eine klassische Hinhaltetaktik zu handeln. Natürlich ist die Belastung für die Institute groß und natürlich wollen diese sich möglichst viele Rückforderungen sparen. Hinzu kommt, dass momentan aus jeder Ecke Leute kommen, die irgendwie von diesem BHG Urteil profitieren wollen auch wenn überhaupt kein Anspruch besteht. Sollten Sie sich allerdings einen Anwalt nehmen haben Sie gute Aussichten auf Erfolg. In diesem Fall muss die Bank die möglichen entstandenen Kosten wie zB. Anwalts- und Gerichtskosten tragen.

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gammoncrack 21.11.2014, 11:16

oder die Einschaltung eines Ombudsmannes gehemmt werden.

DH!

Aber dabei darf kein Fehler unterlaufen, sonst ist die Hemmung der Verjährung dahin.

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JuttaN 21.11.2014, 12:04
@gammoncrack

@gammoncrack: Welchen Fehler könnte ich machen? Ich wollte die Unterlagen alle kopieren und ein Schreiben dazulegen, dass ich die Rückerstattung beanspruchen möchte, da sie mir zusteht, ich schon 70€ erhalten habe und die Bank mich immer nur vertröstet. Muss ich sonst noch was schreiben?

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gammoncrack 21.11.2014, 12:39
@JuttaN

An den richtigen Ombudsmann wenden und vor allen Dingen prüfen, ob die Bank zum "Bundesverband deutscher Banken" gehört. Das kannst Du hier prüfen:

Sparkassen sind hier nicht vertreten. Da musst Du gucken, ob die hier vertreten ist:

https://www.sparkasse.de/_download_gallery/files/regionale_Schlichtung.pdf

Du musst Deine Forderung um 70.- Euro reduzieren, aber nur auf dden einen Fall.

Ich würde, wenn Du Dich an den Ombudsmann wendest, zwei Eingaben machen, für jeden Kreditvertrag einen.

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JuttaN 21.11.2014, 13:08
@gammoncrack

Danke das du mir so hilfst..Ich bin bei der Sparkasse.Reicht das dann,wenn ich da an die Kundenbeschwerdestelle schreibe? Ich meine,weil da nichts von Ombudmann steht.Ich stelle mich vielleicht etwas doof an, sorry, aber ich will alles richtig machen. :)

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gammoncrack 21.11.2014, 13:28
@JuttaN

Alles gut!

Deutscher Sparkassen- und Giroverband Kundenbeschwerdestelle Charlottenstr. 47 10117 Berlin

Und wenn die nicht abhelfen wollen, geht das automatisch weiter an den Ombudsmann.

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Als Ergänzung zu der völlig richtigen Antwort von gammoncrack: Du kannst Dir aus dem Netz einen Musterbrief ausdrucken,der die wichtigsten und richtigen Formulierungen enthält.

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