Darf man im Geschäftsleben oder im Behördenbereich noch Dialekt reden?

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Support

Liebe/r Privatier59,

die Frage ist zwar interessant aber wirklich keine Finanzfrage. Also bitte in Zukunft auf Fragen mit Themenbezug achten.

Herzliche Grüsse

Jürgen vom finanzfrage.net-Support

Das Ergebnis basiert auf 14 Abstimmungen

Ein wenig geht 35%
Everbibsch! 21%
Ist mir egal, ich rede wie ich will 21%
Ist eine Frage der Rangstufe 14%
Bei Bayerisch und Sächsisch kriege ich einen Lachanfall 7%
Dialekt ist hinterwäldlerisch 0%
Nein, Dialekt ist out 0%

14 Antworten

Ist eine Frage der Rangstufe

Es gibt extreme Unterschiede in den Ebenen - auch in Bayern.

Obwohl ich bis vor 25 Jahren, also bevor ich nach München kam, des Niederbayerischen noch mehr und des Deutschen mehr wenger mächtig war, spreche ich jetzt Bayerisch fast nur noch passiv.

Die Leute können ja oft nichts dafür, wenn sie durch Studium und Auslandsaufenthalte (bei mir war es Heidelberg) entwurzelt wurden und - aktiv - nur noch hochdeutsch können. Trotzdem wird es - je nach Ebene - als normal angesehen und dann - wenn man mindestens ein abgesclossenes Studium erwartet - macht etwas "beckenbauern" (der nebenbei astreines münchnerisch spricht) schon stutzig.

Jedenfalls hier muss man sich trotzdem um den Dialekt keine Sorgen machen. Fast alles was hier geboren wird, normalerweise im Land bleibt und kein Abitur macht (und das sind dank des schlechten Schulsystems über 75 % der Leute) redet die regionale Sprache. Ganz sicher viele Kindergärtnerinnen, Lehrer, alle Handwerker (die "normal" unterwegs sind), die ganze Sachbearbeiterebene, Polizei ... ganz einfach fast alle. Und die werden auch dann für voll genommen, wenn sie jemand ein paar Dörfer weiter nur schlecht und ein Auswärtiger nicht versteht.

Wo ist da die Finanzfrage ?

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@Angelsiep

Na, wenn man den lokalen Dialekt nicht spricht, kann es sein, daß man keine Aufträge bekommt. Andererseits, wenn sich das Publikum bei einer Angebotspräsentation des Bayern vor Lachen nicht mehr auf den Stühlen halten kann, dann ist das auch nicht so gut :-)

Host mi?

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Ein wenig geht

Das Problem mit den Bayern ist, daß diese glauben Hochdeutsch zu sprechen... in Wirklichkeit aber im tiefsten Niederbayerisch brabbeln :-)

Wir Schwaben haben spätestens seit der bekannten Kampagne der Landesregierung ja das Image, alles zu können außer Hochdeutsch.

Als jemand, der hinreichend gründlich beruflich durch die ganze Republik kommt, würde ich jetzt mal behaupten, daß man Hochdeutsch sprechen sollte, wobei jede beliebige Dialekteinfärbung bestehen kann, solange alles für alle verständlich bleibt. Der Bayer hätte also ein grundsätzliches Problem, der Kollege aus Hambuich (sorry, Hamburg) weniger. Die Verwendung spezieller Begriffe, deren Verwendung regional eingeschränkt ist, sollte man eben vermeiden. Ich werde also nicht anstelle einer Decke (wenn mir kalt ist) einen Teppich anfordern und im Gegenzug sollte auch der Kollege aus dem hohen Norden sein Platt vermeiden.

Schwierig wird das eher grenzüberschreitend. Ich hatte mal eine Ausschreibung der Schweizer Bundesbahnen vorliegen, deren wesentlicher Bestandteil eine Beschreibung der Anwendung auf einem Video in Schwyzerdytsch war. Ich hatte damit kein Problem. Meine Kollegen in Hessen hätten auch ein Video auf Mongolisch bekommen können - gleiches Verständnis.

Für eine sinnvolle interkulturelle Verständigung gehört es dazu, ein gewisses Gefühl dafür zu haben, wie viel man sich an die jeweilige Hochsprache halten sollte bzw. wie viel Dialektaspekte man in die Kommunikation einbringen kann.

Das Problem gibt es ja nicht nur im Deutschen. Siehe beispielsweise hier:

Manche machen daraus auch wieder eine Show... schaut doch mal nach "russell peters" auf youtube.com :-)

i telefonier a mit Hamburg auf Bayrisch .....

komischerweise wissen de immer, wos i mecht ....

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Everbibsch!

Laibschzsche Frau beim guggen vom Komödienstadel: "Eeschentlisch schad des mir geen dialeggt hamm"

Von Bayern kann ich das eher nicht bestätigen (ein rollendes R macht schließlich noch kein Bayrisch), eher vom "Ländle". Allerdings kenne ich geschäftlich nur die unmittelbare münchner Umgebung, da soll es kein richtiges Bayern sein.

Ich denke, wenn sich das eingespielt hat, passt es schon, da halte ich es da mit Friedrich zwo und seiner seligen Fasson

Ist mir egal, ich rede wie ich will

Solange ich wenigstes verstehe, was mein Gegenüber will, ist mir der Dialekt egal.

Ich selbst kann meinen Dialekt nicht steuern. Ich bin mit einem Dialekt aufgewachsen, den man im Nachbardorf nicht mehr verstand. In Unterhaltungen mit Außerdörflern hat sich die Sprache von selbst angepasst.

In der Berufsschule traf man dann auf alle Dialekte die das halbe Ländle zu bieten hatte und es pendelte sich ein Hochschwäbisch mit lokalen Einschlag ein.

Im täglichen Beruf passt sich meine Sprache auch wieder von selbst an das Gegenüber an, nur das reine Hochdeutsch vermeide ich, denn ich kann es nicht und es klingt dämlich. Wenn ich spitz statt schpitz sage, oder Chinese statt Kinese dann erschreck ich selbst so, dass ich aus dem Konzept falle. Außerdem hört jeder, dass mir die Wörter fremd sind.

Ein wenig geht

Sagen wir mal so, der Freund meiner Exschwägerin (Sachse) hat mal zu mir gesagt:

Ihr Hannoveraner habt einen komischen Dialekt, da versteht man alles.

Wenn ich in meine Heimat fahre und mit alten Leutn (ja es gibt welche, die noch älter sind als ich), dann spreche ich auch platt.

In Hamburg verfalle ich ggf. in Hamburger Tonfall.

Sonst ist Hochdeutsch wirklich praktischer und verbraucherfreundlich.

Das rolende "R" vor allem der Franken, empfinde ich auch als Sympathisch. Niederbayerisch ist natürlich anstrengend.

Kommt einfach drauf an, wie ausgeprägt der Dialekt ist.

Ist mir egal, ich rede wie ich will

Gegenfrage: Warum sollte jemand sich verstellen um anderen zu gefallen ? Einer Person der Etikette wegen zu zwingen seine Herkunft oder den Geburtsort zu verleugnen stellt m. E. eine Diskriminierung dar. Deutschland lebt auch von seiner Vielfalt.

Ein wenig geht

Für mich kommt es darauf an, in welcher Situation ich mich befinde. In geselliger Runde kann ein Dialekt lustig sein und für viel Gesprächsstoff sorgen.

Geschäftliche Gespräche hingegen lassen sich besser hochdeutsch führen.

Ein totales No Go ist für mich allerdings, wenn jemand meint, Dialekte nachsprechen zu können und dabei soviel Quatsch mit wenig Worten redet, dass es mir graust.

So geht es mit unserem Ruhrpottdialekt.

Entweder es ist einem angeboren und man spricht (schreibt ) es aus, ohne überlegen zu müssen, oder man lässt es besser bleiben.

Man kann dieses Dialekt nicht schreiben wie man spricht und darum liest es sich schrecklich, da die Betonung nicht wiedergegeben werden kann.

Also liebe Ruhrpottler: Lasst es besser bleiben, es liest sich einfach nur asozial.

Schakke-line, noch ein Wort, und dein Popo hat Kirmes!!

So etwa?

;-)))))

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@blnsteglitz

Das liest sich ja noch vernünftig ;-))

Eigentlich geht das so: Schantall tu ma die Omma winken!

Oder: Kewwin, mach den Wauwau ma ei un tu ma den Balla schießen!

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@blnsteglitz

Koof Dich ma

Tzzz.....Mit mir und mich fertu ich mir nich, dat kommt bei mich nich for...........

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@Primus

eenes Tages doch - wenn de nicht mär weeßt watte sachst.... aba dann isses ooch nich mär schlümm....

Grins.....

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@blnsteglitz

Phuuuu... ich stelle mir gerade eine solche Unterhaltung in Natura vor......

Ich glaube, man würde uns in die schicken weißen Jacken mit den nach hinten gebundenen Ärmeln stecken ;-)))

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@Primus

nee- mir steht kein weiß -

kann ich die dann in einer anderen Farbe beantragen?

weinrot?

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@blnsteglitz

Also mir steht der Schnitt dieser Jacken gar nicht - egal in welcher Farbe auch immer :-))))

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@blnsteglitz

Was sagt uns das??? Wir benehmen uns lieber und warten auf die Zeit, in der uns auch die Farben egal sind!

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Ein wenig geht

ob wenig oder mehr.... ich sollte verstehen, was gesagt wird, und auch verstanden werden.

Das rollende R der Bayern wird man denen nicht abtrainieren, wie man immer einen leichten Ton in der Aussprache bei den meisten Deutschen hören wird.

Ich verstehe einige einfach nicht, wenn sie zu sehr Dialekt sprechen, das ist die einzige Einschränkung für mich.

Fakt ist aber auch, dass zuviel Dialekt nicht von meiner Subjektivität abhängt, sondern vom Geschäftsleben. Und dort ist für mich allemal klar, dass Hochdeutsch maximal mit "Färbung" in Grossstädten üblich ist wie auch erwartet wird. Oder könnte man sich Firmenchef aus Sachsen oder BW an einer Topposition eines grossen Konzerns vorstellen, sofern er tief Dialekt spricht?

Ich persönlich habe bei einigen Dialekten Gänsehaut und bekomme Ohrensausen. Welche das sind, sage ich nicht ;)


Apropos rollendes R... im Zuge der Internationalisierung muss man sich mal Deutsche anhöreh, die italienisch sprechen. Der Italiener bekommt das Grauen, wenn einer aus Hannover kommt oder aus Franken und zu sprechen versucht. Da haben die Oberbayern klare Vorteile, weil R und weicher.

Das könnte man mit anderen Fremdsprachen auch so sehen und durchspielen.

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Mit Verlaub Herr P59, eine unsinnige Umfrage! Jeder hier hat sicher schon mal erlebt, wenn ein ursprünglich dialektsprechender Mensch versucht Hochdeutsch - oder was auch immer er dafür hält - zu sprechen. Und? Souverän wirkt das nicht.

Ohne Schulungen wird es kaum einem gelingen, seinen gelernten Dialekt auszumerzen und die Frage ist auch warum. Mich würde nun eher interessieren, ob andere Länder ebensolche "Probleme" haben, oder mal wieder nur der in Sachen Nationalität etwas seltsame Deutsche. Zu meiner Nationalität zähle ich auch die Gegend, aus der ich stamme.

Ich finde es recht dümmlich, andere ihrer Sprachfärbung wegen gar auszulachen. Auch ich finde so manch anderen deutschen Dialekt nicht gerade schön und trotzdem respektiere ich ihn. Ich lebe zur Zeit in Franken, ich weiss, wovon ich spreche.

So einige sollten sich wegen der Haltung "ich verstehe den nicht" mal überprüfen, woran das denn liegt. Wenn ich will, verstehe ich jeden - vielleicht einen plattdeutsch sprechenden Menschen mal ausgenommen. Plattdeutsch wird jedoch gewiss nur im Privatbereich vorkommen und da darf alles.

Ich habe vor kurzem eine Rede des Herrn Anshu Jain verfolgt. Was ist damit? Der kann auch kein Hochdeutsch, muss der nicht?

Ich lebe zur Zeit in Franken, ich weiss, wovon ich spreche.

Ja, grauslich, wie die dort reden :-)

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@EnnoBecker

@EB

Ja, grauslich, wie die dort reden :-)

Aber: sie können nix dafür. Lange dauert es eh nicht mehr, dann hat Russisch hier die Oberhand.

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Ist mir egal, ich rede wie ich will

Wenn Du glaubst, dass das "R" etwas mit Bayern zu tun hat, dann glaubst Du wohl auch, dass Clermont-Ferrant lateinisch ist und zu deutsch Castrop-Rauxel heisst.

Na, der richtige Schock für US-Amerikaner beispielsweise sind Menschen dunkler Hautfarbe, vermutlich afrikanischer Abstammung, die ein britisches Englisch sprechen :-)

Wobei das fälschlicherweise als amerikanisches "R" bezeichnete "R" ja eigentlich ein irisches ist.

Wie allerdings der Bezug von "Clermont-Ferrand" zum rollenden "R" hergestellt wird, erschließt sich mir nicht ganz.

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So, so, dann laß mal einen Bayern "Carolin Reiber" aussprechen. Der braucht eine halbe Minute länger als ein Rheinländer.

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@Privatier59

Wobei die Genannte keine Baierin ist, sondern Münchnerin. Gpannst ebbs ?

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Ist eine Frage der Rangstufe

"Entschuldigen Sie bitte, Herr Wachtmeister, mit welcher Straßenbahnlinie komme ich denn nach Thekla?"

 "Deeglah, Deeglah..." Der Polizist blättert in seinem Buch. "Middr Zähne, Älfe, Zwelfe genn Se nich fahrn."

"Aha."

 "Middr Fimfe, Viere, Zwee genn Se ooch nich fahrn."

"Und wie ist es denn mit der Eins? "

 "Erradn!"


Mehr Witze auf
http://www.gute-witze.com/sachsen-witze/index-1.html

Gruß Z... .

Korrektes H o c h d e u t s c h  spricht man ohnehin nur 

in Meck -Pomm.  das ist doch wohl keine Frage !

Alles andere ist eine Verstümmelung und Beleidigung der deutschen Sprache ! ;-))

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Everbibsch!

Wer hat denn diese dumme Frage gestellt? Ups, das war ich ja selber. Allerdings haben Katzen 7 Leben und der dafür verantwortliche Vorgänger ist als Kind mal vom Baum gefallen!

Zu schön diese Frage .Vielleicht finden sich noch andere , die dir weiterhelfen möchten. ;-)))

Torsten bei den Deutsch-Hausaufgaben: "Babba, welschn Ordiggl haddn Lehm?"
"Nu, gummt druff an, Durschdn.

Der Lehm is der Lehm zum Döbbern.

Das Lehm is das Lehm bis zum Dode.

Und die Lehm hammer dochn Sonnahmd im Dierbark gesehn!"

 "Und Dom, Babba?"
"Na das gommt ooch druff an.

Der Dom is ne Gaddedrahle.

Das Dom machsde uffn Schbielblatz.

Und die Dom gurrn uffn Dache."

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Everbibsch!

Wir können alles - nur kein Hochdeutsch !!!

Steht auf vielen Regionalzügen in Baden-Württemberg !!! Und die sind neben Bayern eigentlich die Musterknaben im "Geschäftsleben"

(Wo gehschh schaffe - beim Daimler ??? Dann verdiensch gut !!!)


Hömma,

dat isse hier Flachrennen inne Dialekte, oder wat ??? -un wenn nich ne Currywurst vonne Frikko unterscheinden tust, dann hasse innne Wirtschaft nix zu suchen. Mensch Privatier59, watte inne Birne hass, dat is et, und nich ob se aussem Maul stinkst, weil so beschissen mitte deutsche Sprache umgehen kannss...

Der Pott kocht

qtbasket

Der richtige Spruch wäre: "Wir können alles, nur kein schwäbisch mehr." Bis es vor ein paar Jahren mal ein Gegensteuern gab, wurde bereits im Grundschulalter den Kindern die Schriftsprache angebracht. Das ist zwar noch kein Hochdeutsch, aber auch kein wirklicher Dialekt mehr. Business-schwäbisch.

Ein Mitbewohner meines Hauses ist in den 70ern in die USA. Der kann nur den Dorfdialekt und englisch. Wenn der hört, wie hier heutzutage gesprochen wird, er schüttelt nur den Kopf. Er meinte, er wird selbst in seiner Heimatgegend mit englisch besser verstanden als mit Dialekt.

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Ein wenig geht

Also det kommt janz druff an, wa.

Ick hab hia Leute, mit den' kommick jut klar, wenn die in breiten Weddinger oder Marzahner Dialekt vafalln oda Eberswalder Platt sprechen.

Un denn jibtet wieder annere, da hörste schon am Telefon, wie se komisch kieken, wenn de janz normal sprichst.

Det musste von Fall zu Fall ausloten, sarick mia. Bevor se ein' verkasematuckeln, quatsch ick ehmd n bisschen verdreht.

Müßte das nicht etwas anders heißen?

"Icke hab hia Läujte, mit den kommick jut klah..." (Betonung auf den Worten 1, 4, 6 und 9).

Die Berliner sind doch wie die Bostoner. Der Buchstabe "r" ist gestrichen. My ca' is in the ga'age.

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@gandalf94305

Der Buchstabe "r" ist gestrichen.

Nö. Nur weil dein Oa dit nich wahrnimmt, isses aber trotzdem da.

Und "klah" hört sich anders an als "klar" mit Rachen-R.

Bei "Eimer" wird es deutlicher: "Eimer" klingt ganz anders als "Eima", eher ein bisschen wie "Eimoa".

Am schlimmsten finde ich, wenn die Leute ch grundsätzlich als k aussprechen, und ich wundere mich immer, was das wohl für Leute sein mögen, diese Kinesen, die da Kemie studiert haben.

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@EnnoBecker

Kemie bleibt Kemie und Kinesen kommen nun mal aus Kina.

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@blnsteglitz

Zuttschini klingt besser (?) als Zukkini?

Zucchini ist italienisch. Das h hinter dem c zeigt - anders als im deutschen - an, dass trotz des nachfolgenden i das c als k gesprochen wird.

Gegenbeispiel "Giacomo". Hier zeigt das i an, dass das g trotz des nachfolgenden a als dsch gesprochen wird.

Mit Dialekt hat es nichts zu tun, wenn einer Zutschini sagt. Nur mit Unkenntnis.

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@blnsteglitz

Nicht jedes CH wird als K gesprochen. Mir fallen als Musterbeispiel nur die Kemie und Kina ein, da mein oxfordeutscher Mitstudent, die auch immer als Musterbeispiel angeführt hat.

Er bemängelte auch, das Wörter mit einem ganz anderen Sinn verwendet worden.

Wenn der Schwabe läuft, dann geht er eigentlich nur. Wenn der Schwabe springt, dann rennt er.

Zudem geht der Schwabe morgens in G'schäft zum schaffa, dabei ist das G'schäft jede Art von Arbeitsstelle, vom Amt über die Montagehalle bis zur Steuerberaterkanzlei.

Die lustigsten Sachen gibt es dann noch in den badischen Gebiete oder in den ehemals französisch besetzten Gebieten. Dort haben sich viele französische Begriffe eingenistet. Die Herbstferien sind teilweise immer noch als Kahrdoffelwakanzes (Kartoffel-vacances) bekannt. Und das links und rechts neben der Straße ist der Trottwar.

Genauso wird es auf ewig der Butter sein!

Mein früherer Schulrektor plante immer eine Arbeit über den Dialekt meines Heimatdorfes zu schreiben, denn dort treffen mindestens vier Sprachgrenzen aufeinander, das "badisch-alemannische", das eigentliche Schwäbische, das Vorderösterreichische und das Schweizerdeutsche.

Kunnsch umm fiffi, kaasch minni Hasah siah.

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@Meandor

@Meandor: manchmal kommen sie auch aus Schina. Wo ist das? Rheinland oder Ruhrgebiet? Weiss das einer?

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