Beleihung von Grundschulden ohne Zweckerklärung?

2 Antworten

DEr "Berater" wollte Dir das Ding wohl als Sicherheit für irgendetwas aufschwatzen.

  1. Grundsätzlich ist die Grundschuld nicht akzessorisch zur Schuld, die sie absichert. Daher der Bedarf einer Zweckerklärung, wenn die Bank darauf einen Kredit gibt.

  2. Eine Grundschuld ist handelbar, wenn es nciht ausgeschlossen wird.

  3. Deshalb (2.) gibt es ja auch die Fälle, wo ausländische Investoren Grundschulden gekauft udn dann die Hausbesitzer in Probleme gebracht habe.

  4. Aber keine Bank gibt blind Geld auf eine Grundschuld, die ihr von einer Privatperson vorgelegt wird.

  5. Wenn Du eine Dir zur Besicherung übergebene Grundschuld weiter verwenden willst, benötigst Du: 1. Unterlagen über das beliehene Grundstück, 2. Auch wenn es gesetzlich nciht gefordert ist, eine Abtretungserklärung des Immobilieneigners, dass Du die Grundschuld beleihen darfst. 3. soviel Bonität, dass Du den Kredit bekommen kannst.

  6. Das Problem ist, dassin den letzten 10-12 Jahren mit Grundschulden viel Unsinn getrieben wurde udn die Banken jeden Ärger scheuen.

Ich bezweifele, dass die Bank Kredit nur nach Vorlage eines Grundschuldbriefs gibt. Wie soll die Bank denn wissen, welchen Wert die Immobilie hat?

Grundsätzlich ist allerdings richtig, dass die Grundschuld im Gegensatz zur Hypothek abstrakt ist und einen Wert auch dann hat, wenn eine schuldrechtliche Forderung nicht besteht.

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