Bekommt man bei Gemeinden neben Bodenrichtwerten auch qm-Preise für Wohnungen genannt?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

mich würde weniger interesssieren, was die Gemeinde erzählt als vielmehr, was der Markt pro qm haben will.

Diese Information bekommt man bei Maklern, bei Banken, auf Portalen wie immoscout.de. Jeder, der hier auf dem Markt aktiv ist, sollte mehr wissen als die Gemeinde, so meine Meinung.

Bodenrichtwerte heißen nicht ohne Grund so: Es geht um das Grundstück. Preise für eine ETW muß man sich anderenorts erfragen.

in dem Moment wo es wirklich ans Verkaufen geht sind alle Richtwerte nur Makulatur, ob nun Bodenrichtwert, Marktübersicht auf den Immobilienportalen oder einfach Nachfragen bei Marktteilnehmern.

In aller Regel sind Wohnungen und Häuser jedes ein Einzelfall für sich weil sie sich nicht nur in Größe und Fläche unterscheiden sondern eben auch nach:

-Mikrolage, oftmals ist eine Strassenecke entscheidend für eine erhebliche Wertsteigerung oder Absenkung. - Baujahr - Ausstattung - Pflegezustand

Diese Details können schon mal 30 % Auf oder Abschlag von den Richtwerten ausmachen, im Extrem sogar mehr.

Eine verlässliche Aussage kann nur eine individuelle Einwertung geben, dafür gibt es Leute die das gelernt haben, aber definitiv nicht die Gemeinde. Die amtlichen Richtwerte an sich, inkl. Durchschnitte für Neubauten, erheben die Gutachter Ausschüsse der Landkreise oder Städte. Diese laufen aber naturbedingt dem Markt um 2 Jahre hinterher, sind also bei starken Veränderungen mit Vorsicht zu geniessen.

Was möchtest Du wissen?