Bekannter verstarb mit 30 Jahren, die Witwe bekommt nun rel. hohe Witwenrente von 800 Euro, wie das?

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Die Witwe bekommt vermutlich eine große Witwenrente, weil sie zwar jünger als 45 ist, aber noch minderjährige Kinder erzieht.

Ihr Mann hat vermutlich keine Lücken in seinem Versicherungsverlauf und ganz gut verdient.

Denn die Rente berechnet sich nicht nur nach dem, was bis zum Tod einbezahlt wurde.

Sie orientiert sich an der Höhe der Erwerbsminderungsrente.

Diese wird so berechnet, als ob er bis zum 60. Lebensjahres mit seinem bisherigen Durchschnitt weiter gearbeitet hätte und um 10,8% gekürzt.

In der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es das Instrument der "Zurechnungszeit", die kommt bei der Witwenrente und auch bei einer Erwerbsminderungsrente zum Tragen, grade wenn jüngere Versicherte sterben oder erwerbsgemindert werden. Sie stellen den Versicherten von der Rentenhöhe so, als hätte er bis zum 60. Lebensjahr gearbeitet und wenn er vorher in der Arbeit gut verdient hat, werden diese "geschenkten Zeiten" eben entsprechend gut bewertet. Außerdem hat die Witwe ja einige Kinder, wenn eins darunter noch unter 3 Jahre ist, bekommt sich bei der Witwenrente auch einen Zuschlag zur Witwenrente, dann ist die Rente mehr als die normalen 55 %.

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