Beitragsaussetzung Rürup

2 Antworten

Das ist abhängig von den Versicherungsbedingungen. Fest steht, dass man ein Rürup-Rente nicht kündigen kann. Deshalb verstehe ich die Aussagen der Versicherung nicht. Die einzige Möglichkeit die man bei Liquiditätsproblemen hat, ist dann nur die Beitragspause oder Beitragsfreistellung. Wieso das Guthaben nicht verzinst werden sollte kann ich mir nicht vorstellen. Sprich mit einem Versicherungsmakler vielleicht kann der dir mehr sagen oder wenn es gar nicht anders geht, mit dem Versicherungsombudsmann. http://www.versicherungsombudsmann.de/home.html

Vielen Dank für die Antwort! Mit der Ombudsmann-Stelle habe ich telefoniert, aber sie meinten, dass sie jetzt noch nicht zuständig seien, sondern eher die BaFin Aufsichtsbehörde!?

Mit dem Versicherungsmakler habe ich ebenfalls mehrmals telefoniert. Er scheint aber sehr unerfahren zu sein (ich hatte damals beim Vertragsabschluss einen anderen Makler). Er musste sich bisher jedesmal erst intern erkundigen und hat mich dann zurückgerufen. Der letzte Stand ist nun, dass mir die Stundung empfohlen wird (lt. Versicherungsbedingungen entstehen mir dabei 7,5% zusätzl. Kosten). Die Kosten würde er mir aber zum Ende des Jahres erstatten, wenn ich dann den Betrag (zusätzlich zu der dann ohnehin fälligen Jahresrate) nicht bezahlen will oder kann. Das hat er mir jetzt auch per Email bestätigt, finde ich aber trotzdem sehr willkürlich… Soll ich darauf eingehen? In der Erklärung, die ich dafür unterschreiben soll, steht: Zitat "Bei Ablauf der Stundung sind die gestundeten Beträge einschließlich des Aufgeldes fällig. Sofern Sie diese nicht nachzahlen, kann der Rückstand auch durch eine Vertragsänderung ausgeglichen werden". Droht in dem Fall wieder eine Vertragsänderung auf den niedrigeren Garantiezins von 1,75% (ich habe jetzt noch 2,75% garantiert)?

Bei der zweiten Alternative - der Beitragsaussetzung für ein Jahr - steht in der Erklärung, die ich dafür unterschreiben müsste: Zitat "Während der Aussetzung der Beitragszahlung erfolgt keine Verzinsung des Guthabens".

Mich ärgert vor allem diese Unflexibilität, obwohl ich das bei Vertragsabschluss ausdrücklich gewünscht hatte. Sollte ich mich vielleicht noch mit allen Unterlagen an eine Verbraucherberatung wenden? Die Zeit wird ja leider schon wieder so knapp ...

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Die Versicherungsbedingungen Ihres Vertrages sollten den sogenannten Beitragsurlaub und seine Bedingungen nennen. Normalerweise sollten bei einer Beitragsaussetzung, die vertraglich vereinbart ist, keine Kosten entstehen. In uns bekannten Rürup-Verträgen ist ein Beitragsurlaub kostenfrei von insgesamt 1 Jahr möglich. Dies kann dann auch - je nach Dauer der Beitragsfreistellung - mehrmals geschehen. Also: Ihre Versicherungsbedingungen daraufhin durchsehen. Ansonsten kann der Vertrag wohl doch wenigstens ohne Sanktionen durch das Finanzamt 3 Jahre ruhen.

Vielen Dank für die Antwort! Ich habe bei Niklaus etwas ausführlicher geantwortet und auch die jeweilige Klausel der Volkswohl Bund Versicherung angegeben. Sowohl bei Stundung als auch bei Beitragsfreistellung würden mir ja demnach Kosten entstehen. Und das obwohl mir bei Vertragsabschluss ja auch schon eine irre Summe an Abschlussgebühr abgezogen wurde … Ich habe jetzt noch die Sorge, dass sich mein Problem nur aufschiebt, wenn ich die Stundung veranlasse.

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