Beinhaltet die TER Kennziffer wirklich alle denkbaren Gebühren der Fondsbanken?

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3 Antworten

Leider nicht . Allerdings frage ich mich immer wozu die Kostensiuche so wichtig ist. Wenn mir ein Fonds jährlich zwischen 6-8 % Rendite bringt, ist mir doch egal was er kostet. Denn die Kosten sind doch schon in der Rendite enthalten.

  1. Kein Fonds erwirtschaftet jährlich zwischen 6 und 8% Rendite.
  2. Als Anleger sollte man wie ein Unternehmer handeln und stets nach Möglichkeiten suchen die Kosten zu senken.
  3. Gewinnbeteiligungen bei Investmentfonds ohne Highwatermark sind üble Abzocke. Wer solche Fonds kauft, dem ist nicht zu helfen, wer sie als "Berater" unbedarften Anlegren vermittelt, ist entweder ein schlechter oder ein unseriöser Berater.
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@Tritur

Zu1. Das ist natürlich falsch. Ich habe mir eben 10 Aktienfonds herausgesucht die alle mindestens 8% und manche sogar 16- 19% p.a. im 10 Jahresbereich erzielt haben.

Zu2. Die Kosten sind in der Rendite schon erhalten. Wenn der Kunde meine oben genannten Fonds nicht zeichnet, spart er sicher die Kosten aber er hat auch sicherlich viel weniger Rendite.

Zu 3. Würdest du den carmignac Investissement A nicht vermitteln. Der Fonds hat eine erfolgsabhängige Provision Maximal 10% der überdurchschnittlichen Wertentwicklung gegenüber einer Performance von 10%. Grundsätzlich halte ich erfolgsabhängige Provisionen für nicht gut

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@Niklaus

Dass Du Deine ursprüngliche Behauptung, es gäbe Fonds "die jährlich zwischen 6 und 8% Rendite erwirtschaften, dahingehend korrigierst, dass Du Fonds gemeint hast, die " mindestens 8% und manche sogar 16- 19% p.a. im 10 Jahresbereich erzielt haben", finde ich richtig gut.

Die Fähigkeit eigene Fehler zuzugeben ist leider nicht mehr weit verbreitet.

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@Tritur

Was soll das? Das ist Wortglauberei. Wenn ich durchschnittlich 6-8 % p.a Rendite mache, egal wie sich das in den 10 Jahren verteilt, ist meine Aussage nicht falsch. Dann kann ich sagen 6-8% Rendite jährlich.

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@Niklaus

Nein, das kannst Du nicht!

Eine jährliche Rendite ist etwas ganz anderes als eine durchschnittliche jährliche Rendite. Letztere kann auch bedeuten, dass man in manchen Jahren hohe Verluste einfährt. Ein Anleger, der in absehbarer Zeit auf sein Geld zurückgreifen muss, wird sich auf solche Risiken nicht einlassen wollen.

Ich mag nicht glauben, dass Du diesen Unterschied nicht kennst.

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@Tritur

Sorry aber was du hier mitteilst sind Binsenweisheiten. Den Unterschied kennt natürlich jeder. Noch mal Fonds sind ein langfristige Anlage. Du brauchst bitte nicht versuchen mir hier Unwissen zu unterstellen.

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Die von den Fonds ausgewiesene TER ist in den zahlreichen Fällen falsch, wo das Fondsmanagement sich eine von der Wertentwicklung des Fonds abhänge Erfolgsbeteiligung (Performance Fee) gönnt, und diese – oft versteckt im Anhang des Prospekts oder des Geschäftsbericht – separat ausweist wo sie dann nicht Bestandteil der TER ist.

Solche Erfolgsbeteiligungen betragen in einzelnen Jahren nicht selten 5% und mehr des Fondsvermögens – zuzüglich zu den Kosten die als TER ausgewiesen werden. Nicht nur die Nichteinbeziehung dieser Erfolgsbeteiligungen in die TER, sondern auch ihre Größenordnung und das Verstecken im Anhang sind inakzeptabel.

Falsch ist die Angabe der TER auch bei den Dachfonds, da sie nur die Kosten des Dachfonds, nicht aber die Kosten der Zielfonds berücksichtigt. Dachfonds erwecken so oft den falschen Eindruck billiger zu sein als andere Fonds. Das Gegenteil ist richtig.

Dazu kommt, dass der jeweils alte Geschäftsbericht eines Fonds im Internet nicht mehr abrufbar ist, sobald der neue Bericht eingestellt wurde. Gerade bei der volatilen Gewinnbeteiligung muss der Anleger aber die Möglichkeit haben die Höhe der Gewinnbeteiligungen über einen langjährigen Zeitraum beurteilen und mit der langjährigen Durchschnittperformance vergleichen zu können. Dies meiden die Fondsmanager wie der Teufel das Weihwasser, denn man könnte sonst leicht feststellen, dass in den meisten Fällen kein langfristiger Erfolg belohnt wurde, sondern das Fondsmanagement lediglich die ganz normale Volatilität der Börse zur Gebührenerhebung missbraucht.

Die Transaktionskosten des Fonds, sollten der TER nicht zugerechnet werden. Hier reicht es vollkommen aus, wenn der Fonds im Geschäftsbericht die mit seiner Depotbank ausgehandelten Konditionen für Wertpapiergeschäfte offenlegt. Auch das geschieht leider nicht.

Der Ausgabeaufschlag und ein Rücknahmeabschlag haben in der TER nichts zu suchen, weil sie nicht aus dem Fondsvermögen, sondern direkt vom Anleger bezahlt werden. Den Ausgabeaufschlag erhält in der Regel der Vermittler und ist verhandlungsfähig. Ein Rücknahme-Abschlag fließt bei seriösen Fonds weder dem Vermittler noch dem Fondsmanager zu, sondern allein dem Fondsvermögen. Die im Fonds verbliebenen Anleger erhalten so eine Entschädigung für die Kosten, die ihrem Fonds durch das rein und raus von anderen Anlegern entstehen.

Leider finden nicht alle Kosten, die bei Investmentfonds anfallen, Berücksichtigung in der TER-Kennzahl. Das mindert deren Aussagekraft. Zu den Kosten, die bei der Berechnung der TER-Kennzahl unter den Tisch fallen, gehören z.B. der zu zahlende Ausgabeaufschlag beim Kauf eines Fonds und die erfolgsabhängige Vergütung.

Auch die Transaktionskosten sind in der TER-Kennziffer nicht erhalten. Beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren fallen natürlich Transaktionskosten an. Die Börsen- und Maklergebühren können je nachdem, wie oft ein Fondsmanager sein Depot umschichtet, sehr unterschiedlich ausfallen. Bei einem durchschnittlichen Aktienfonds schwanken die jährlichen Transaktionskosten zwischen 0,5 Prozent und 2 Prozent des Fondsvermögens.

Quelle: http://www.geldtipps.de/?menuID=192&navID=-1&softlinkID=18974&softCache=true

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