Beim Bankdarlehen vorerst nur Zinsen bezahlen und später tilgen mit Bausparvertrag?

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4 Antworten

lass dir mal eine aufstellung der ZINSZAHLUNGEN dazu erstellen. dann wirst du sehen das du bei solch einer konstellation einer finanzierung erheblich mehr an zinsen zahlen musst als wenn du eine normalen darlehnsantrag bei der bank stellst.

das was du hier machen möchtest ist nichts anderes als eine ZWISCHENFINANZIERUNG und davon kann ich dir nur dringend von abraten. solange du keine TILGUNG hast,kann sich die ZINSZAHLUNG auch NICHT verringern und die TILGUNG (wie bei anderen verträgen) ERHÖHEN.

wenn du zahlen nennen könntest könnte man diese genauer ausrechnen und dir individuell eine entsprechende antwort geben. unter diesem link (gestern gefunden) hast du die möglichkeit alles mögliche über finazierung oder geldanlage ausrechnen zu lassen. die seite ist absolut genial.ich hoffe sie hilft auch dir weiter.ganz ober kannst du das auswählen was auf dich zutrifft.

http://www.zinsen-berechnen.de/zinsrechner.php

Das hängt davon ab, wie lange man vorfinanzieren muß. In der Regel ist das die schlechtere Variante. Und richtig gute Konditionen gibt es auch nur, wenn man richtig schnell tilgt. Könnt Ihr Euch das leisten. Die wenigsten können ein Darlehen in 6 oder 8 Jahren zurückzahlen.

Hallo Matthias12,

wenn der Bausparvertrag noch nicht ausreichend bespart wurde, sind neben den Zinsen für das Bankdarlehen auch noch entsprechende Sparbeiträge in den Bausparvertrag einzuzahlen. Die vermeintlich günstigen Zinsen beim Bauspardarlehen (bei einigen mir bekannten Tarifen derzeit 1,95 % p.a. nominal) werden kompensiert durch Abschlussgebühren (bis zu 1,6 % auf die komplette Bausparsumme), sehr niedrige Guthabenverzinsung (1 % p.a.), hohe Raten (durch hohen Tilgungsanteil) in der Darlehensphase von 0,6 % p.M. (d.s. 7,2 % p.a.) bis 1,8 % p.M. (d.s. 21,6 % p.a.). Im Grunde genommen finanziert die Bausparkasse bei einer Ansparquote von 50 % somit eben nach der Sparphase einen 1A-Beleihungsauslauf mit erhöhter Tilgung - ist also sehr schnell wieder aus dem Risiko raus - meist schon nach 10 bis 15 Jahren. Das sinnvollste wird sein, Du lässt Dir hier von einem Profi anhand Deiner ganz persönlichen Daten einfach mal eine Vergleichsrechnung aufmachen zwischen einer Finanzierung mit annuitätischer Tilgung und einer Bausparfinanzierung. Aber wie Mig112 schon richtig sagte: so wirklich spannend ist eine Finanzierung mit Tilgungsaussetzung gegen Abtretung eines Bausparvertrags nur, wenn man damit eine Kapitalanlage finanziert und einen recht hohen persönlichen Steuersatz hat - oder, wenn man in der Zukunft wieder mit stark gestiegenen Zinsen rechnet (8 % und drüber).

Ohne die detaillierten Zahlen zu kennen ist eine qualifizierte Antwort nicht möglich.

Nur soviel:

Hast du Einnahmen aus Vermietung so kann das geschilderte Modell sinnvoll sein, weil Hypothekenzinsen steuermindernd eingesetzt werden.

Handelt es sich um dein selbstgenutztes Eigenheim, ist diese Finanzierungsvariante völliger Blödsinn (meine Meinung), so wie die Tilgungsaussetzung mit Lebensversicherung. Für Schulden die du getilgt hast, zahlst du keine Zinsen mehr - soviel ist Fakt!

Übrigens: Für den Vermittler ist dein Modell natürlich Spitze - mehr Provision lässt sich an einem Kunden kaum generieren...

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