Bei welchen Aktien empfiehlt sich ein Trailing-Stop -Loss und mit welchen prozent. Abstand?

2 Antworten

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Eine Gefahr bei Stop-Loss-Limits ist ein Gap-Down, d.h. wenn ein Kurs zu einem gewissen Zeitpunkt die Order auslöst, der nächste Tick jedoch deutlich nach unten geht.

Eine andere Gefahr besteht darin, daß man die Stop-Loss-Limits zu eng setzt, d.h. bereits die gewöhnliche Volatilität die Orders triggert, obwohl der Wert anschließend wieder steigt.

Das erstgenannte Problem tritt vor allem bei wenig liquiden und sehr volatilen Aktien auf. Man sollte also darauf achten, daß es sich nicht um marktenge Werte oder solche mit stark veränderlichen Spreads (vor allem solchen Spreads, wo der Bid-Kurs nach unten gezogen wird) handelt. Idealerweise sind das also Bluechips oder wesentliche Indices.

Den Abstand muß man je nach Aktie festlegen. Normalerweise kann man 15-20% nehmen, jedoch kann das bereits ein Verlust sein, den man nicht hinnehmen will. Man wird also vielleicht die Stops zunächst etwas weiter halten und erst dann enger setzen, wenn der Wert über einen gewissen Gewinnbetrag schon hinausgelaufen ist.

Überlege auch, was Du damit eigentlich erreichen willst. Vielleicht genügen ja auch mentale Stops oder vielleicht willst Du Absicherungen über Puts realisieren.

So einfach kann man das nicht festlegen: Grundsätzlich macht es nur da Sinn, wo die Position wie erwartet in die richtige Richtung geht-den Abstand setzt man abhängig von Depotumfang, Stückzahl, Risikobereitschaft-also individuell.

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