Bei Interesse an einem Immokauf wird eine Bewerbermappe und persönliche Vorstellung beim Anbieter verlangt: was läuft da schief bei einigen Immoportalen?


04.04.2021, 13:03

Die Sparkassen-Tochter in NRW verlangt solche obskuren Gehaltsnachweise.

Ein anderes Beispiel (beim Kauf einer ETW soll neben dem Eigenkapital soll das Haushaltseinkommen angegeben werden):

"Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir im Auftrag der Eigentümer nur Anfragen mit vollständigen Namen (Vor- und Nachname), kompletter Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse bearbeiten können. Des Weiteren wird dringend um die Angabe des Eigenkapitals sowie des Nettohaushaltseinkommen gebeten"

Der Link wird hier leider nicht akzeptiert. Aber wer es nicht glauben, kann unter Immoscout, kaufen, Bochum-Hofstede nachschauen (ETW für 115000)

5 Antworten

Ich weiß dass das Portal die Funktion anbietet wenn man mieten möchte. Da macht sie ja auch Sinn.

Also bei mir hat noch kein Verkäufer nach solchen Daten gefraft. Und sie gehen ihn natürlich auch nichts an. Lege dem Verkäufer eine Finanzierungsbescheinigung vor, damit sollte er normal auch zufrieden sein.

Sehe ich auch so. Aber gestern hat ein Telefonat mit der LBS (Sparkassen-Tochter). Die möchten auch zuerst eine Gehaltsbescheinigung und einen Einkommensnachweis habe. Angeboten habe ich eine Schufa-Auskunft (Score knapp unter 100) und Eigenkapitalnachweise, mit welchen ich belegen kann, dass ich die Wohnung komplett selber finanzieren könnte. Trotzdem wurde mir gesagt, sie hätten die Vorschrift dass auch Käufer Gehaltsbescheinigung und Einkommensnachweise vorlegen müssten, bevor der Makler tätig wird. Erscheint mir sehr abstrus.

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@kleinanleger87

Ja, das ist echt komisch. Vermutlich wollen sie selbst direkt die Finanzierung mit anbieten.

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@kleinanleger87

Wäre ja höchst interessant, was passiert, wenn man sagt, man gibt ihnen keinen Eigenkapitalnachweis und man hat kein Einkommen.

Wer will wen vor was schützen? Die Bank den Verkäufer vor Interessenten?

Was du berichtest wirkt absurd und ich würde es zu gerne ausprobieren.

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@Rat2010

Du meinst vermutlich: "man gibt Ihnen EINEN Eigenkapitalnachweis und sagt man hat kein Einkommen" ?

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@kleinanleger87

Es gibt nichts älteres als einen Aprilscherz am 4. April.

Nein, kein Eigenkapitalnachweis. Der Makler oder Verkäufer freut sich über jeden Interessenten! Im Zweifel auch nur, um andere Interessenten nicht belügen zu müssen, wenn er sagt, dass es noch andere Interessenten gibt.

Es ist einfach ein Witz.

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Hm. Das mit den persönlichen Papieren geht sicher zu weit - aber wenn ich eine Immobilie verkaufen wollte, dann würde ich auch vorher wissen wollen, wer die Interessenten sind (und dann selbst entscheiden, wer den Zuschlag bekommt) und nicht am Notartermin überrascht werden wollen.

Das kann ich verstehen. Aber ich möchte auch nicht einem völligen anonymen Meier oder Müller meine kompletten persönlichen Daten übers Internet schicken. Und dies bereits bei der ersten Kontaktaufnahme.

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@kleinanleger87

Ich verstehe deinen Unmut und bin ebenfalls gegen eine allgemeine vorzeitige "Enthüllung".

Es müsste doch die Bestätigung ausreichen, dass genügend Eigenkapital vorhanden ist und aufgrund ausreichender Bonität die Finanzierungslücke ohne weiteres durch Fremdkapital geschlossen werden kann.

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Wenn einen das wirklich interessiert (mich interessierte es nie), kann man immer noch den Makler fragen, was das für Leute sind. Üblicherweise bekommt aber weder der Reichste, noch der ärmste oder der Einkommensstärkste oder Einkommensschwächste sondern der eine Immobilie, der sie zum verlangten Preis will. Ein Interessent kümmert sich üblicherweise zwischen Zusage und Notarvertrag um die Finanzierung. Als Interessent muss er sich weder halbwegs sicher sein, ob er die oder irgendeine Immobilie will noch ob er sie finanzieren kann.

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Solche Arroganz ist nur bei einem aus den Fugen geratenen Markt möglich. Wenn die Käufer das Sagen hätten würde sich weder ein Anzeigenportal noch die Anbieter trauen mit solchen Zumutungen aufzuwarten.

Das Ende der Arroganz ist aber schon absehbar. Ich verfolge regelmäßig das auf entsprechenden Portalen zu findende Immobilienangebot meiner Heimatstadt und stelle fest, dass jene Immobilien die mit erkennbar überzogenen Preisen eingestellt werden ewig im Angebot sind. Eigentümer die es mit dem Verkauf besonders dringend haben reduzieren dann sogar die Preise.

Stimmt! Das sind Datensammler, die diese Daten selbst nutzen oder verkaufen.

Hast du ein Beispiel? Es kann ja nicht - wie du geschrieben hast - von Immoscout ausgehen, oder?

Mehrfach hatte ich jetzt den Fall, dass private Verkäufer eine sogenannte Plus-Mitgliedschaft bei Immoscout verlangt haben. Und diese beinhaltet dann, neben der monatlichen Gebühren, dass der Kaufinteressent diverse persönliche Unterlagen hochlädt. Und von der Verkäuferseite erfährt man nur den (Phantasie?)Namen. Keine Adresse oder sonstigen Angaben. Letzte Woche war es zB eine Frau Henkel aus Düsseldorf, davor ein angeblicher Dr. Graf aus Köln.

Selbstverständlich habe ich meine Daten nicht hochgeladen, sondern eine Anfrage an Immoscout gestellt. Was dieser Unsinn mit Bewerbermappe, Vorstellungsmappe etc soll. Bei der ersten Kontaktaufnahme wohlgemerkt.

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@kleinanleger87

Einen Link zu einer der Immobilien hast du nicht, oder? Nach deinen Angaben halte ich es für am wahrscheinlichsten, dass ein Programmierer einen Fehler gemacht und ein Feld zum Anhaken bei der Anzeigenbuchung eingebaut hat, das eigentlich nur bei Vermitungen Sinn machen kann. Bei Immobilienverkäufen hat man - wenn man sich nicht total im Preis verschätzt - immer wenige Interessenten. Zu wenige, als dass man es sich leisten könnte über 90 % wegen sinnfreier Fragen zu vergraulen. Der durchschnittliche Käufer kauft ja entweder einmal oder höchstens alle paar Jahre.

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Aprill, Aprill! Glückwunsch! Es sind viele darauf reingefallen!!!

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