Bedeuten ETFs die in US Dollar notiert sind ein höheres Risiko?

5 Antworten

Auch zu beachten: in den USA sind die meisten ETFs voll replizierend (z.B.: SPDR), während die meisten europäischen ETFs, wie db x-trackers und Lyxor swap-basiert sind. Beim Letzteren ist weniger Transparenz gegeben und die darin vorhandenen Swaps und Derivate können manch einen Investor beunruhigen.

Achte darauf, dass es sich nicht um einen ausländischen thesaurierenden ETF handelt. Diese Produkte sind steuerlich ungünstig (Doppelbesteuerung), bzw. bereiten Dir viel Arbeit bei der Steuererklärunf

Wenn ein Fonds/ETF in einer Fremdwährung notiert, bedeutet das nur, daß die Fondsanteile in dieser Fremdwährung gehandelt werden. Es gibt auch ETFs, die z.B. eine EUR und eine USD Tranche haben, aber dem gleichen Index folgen.

Wesentlich ist, was im Fonds enthalten ist. Diese Kurse werden zur Berechnung des NAV in die NAV-Währung umgerechnet, wenn sie nicht in dieser bereits notieren.

Für Anleger wichtig sind hier mehr die Spreads, die bei Währungskonversionen anfallen. Kauft man eine EUR-Tranche eines ETF, so wird dies direkt in EUR bezahlt. Kauft man den gleichen ETF als USD-Tranche, so wird beim Kauf und Verkauf (wie auch bei Ausschüttungen) eine Währungskonversion zu Deinen EUR stattfinden. Das kann Spreads von 1% bedeuten, d.h. Du verlierst in der Fremdwährungstranche gegenüber der EUR-Tranche. Das Risiko ist somit ein Kostenrisiko. Ansonsten sind die Währungstranchen identisch.

Bei Fonds/ETFs, die in EUR notieren, sollte man außerdem darauf achten, ob ein Hedging oder einfach nur eine Umrechnung der NAV erfolgt. Bei einem EUR-Hedging können zusätzliche Kosten entstehen und Du bekommst keine Diversifikation über andere Währungen, da alles gegen den EUR abgesichert ist. Willst Du also auch in andere Währungen diversifizieren, solltest Du i.d.R. nicht eine Hedging-Tranche nehmen, sondern die in EUR notierende Tranche ohne Hedging. Ausnahme: wenn Du davon ausgehst, daß der EUR deutlich aufwerten wird. Dann ist Hedging sinnvoll, da es den Wert in der Fremdwährung "mitzieht".

55

Sorry, ja, ich habe für den letzten Satz noch ein Beispiel vergessen: nimm einen ETF auf einen japanischen Index. Der JPY wertete in den letzten Monaten deutlich ab, so daß ein EUR-ETF auf den Topix eigentlich auch gefallen wäre. Eine EUR Hedged Tranche würde jedoch den JPY der Topix-Werte quasi 1:1 in EUR umrechnen und damit mit steigendem Index in JPY auch in EUR steigt.

0

Extrem hohe Dividendenrendite als Zeichen eines großen Risikos?

Sind Aktien, deren regelmäßige Dividende (exklusive Sonderausschüttungen) aktuell jenseits der 10% liegt, also vielfach höher als der Durchschnitt, im Gegensatz zur anerkannten Rehel, dass Dividendenwerte in der Regel solider sind als nichtausschüttende Aktien, bei weitem riskanter als der Markt im Durchschnitt?

Auf welchen Argumenten begründet ihr eure Antwort (Meinung???)?

Extrem hohe Dividenden findet man derzeit im US-Index S&P500 bei Pitney-Bowes (11%), in Europa bei Portugal Telecom (16%) und France Telecom (13%) und in Deutschland bei Freenet (10%). Telefonica mit rund 15% fällt ja bekanntlich nicht mehr darunter, da man hier auf Grund der eklatanten Schieflage die Dividende komplett strich. Aber Telefonica alleine ist ja nur ein Beispiel und kein Argument, warum hohe Dividende hohes Risiko bedeuten soll.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?