Beantragte Aufteilung bei der Steuererklärung rückgängig machen?

2 Antworten

Mich wundert, dass die Steuerschuld mehr geworden ist. Da ist doch beim Bescheid was schief gelaufen.

Bei einer Aufteilung der Steuerschuld wird die Schuld laut Bescheid nach den Einkünften und der anzurechnenden Steuer aufgeteilt. Das führt aber nicht dazu, dass der eine Ehegatte etwas erstattet bekommt und der andere Ehegatte etwas nachzahlen muss.

§ 270 AO:

Die rückständige Steuer ist [...] aufzuteilen“

Es heißt ja deswegen auch formell „Beschränkung der Vollstreckung“.

Ich würde also zügig Einspruch einlegen.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Der Antrag gilt im Übrigen immer nur für ein Jahr. Muss also jährlich wiederholt werden.

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@Frommwood

Besten Dank für die Antwort. Das beruhigt mich schon einmal. :-)

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Das würde doch aber bedeuten, dass deine Frau einen Betrag von (1.460-770=)690 vom Finanzamt bekäme und sich der IV dieses Geld sofort krallen würde.

Die Abgabenordnung lässt sich in den §§ 268ff. nicht darüber aus, ob der Antrag zurückgenommen werden kann, weshalb davon auszugehen ist, dass eine Rücknahme möglich ist.

Gerade mal den Hübschmann/Hepp/Spitaler dazu gelesen. Das Finanzamt hat ganz eindeutig einen Fehler gemacht bei dem Ergebnis.

Bei der Aufteilung wird ja gerade keine Einzelveranlagung durchgeführt sondern die bereits festgesetzte Steuerschuld aufgeteilt.

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@Frommwood

Von einer Einzelveranlagung sehe ich hier auch nichts, deshalb ja meine obige Rechnung.

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@EnnoDerDritte

@EnnoDerDritte

@Frommwood

Ich weiss nicht, in wie weit diese Information noch wichtig ist: Meine Frau hat in dem Jahr keine eigenen Einkünfte gehabt, da am 30.08.2019 unser 2. Sohn auf die Welt kam, der 1. Sohn war zu dem Zeitpunkt gerade mal 1,5 Jahre. Daher waren keine Einkünfte möglich... Sie ist in der 5 ich in Steuerklasse 3.....

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@ndfgewinnt

Wenn die Frau keine eigenen Einkünfte und demzufolge keine Lohnsteuer anzurechnen hatte, macht sowohl der Antrag auf Aufteilung keinen Sinn als auch das Ergebnis des Aufteilungsbescheides keinen Sinn ergibt.

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@Frommwood

Na doch, weil die Frau nicht mehr zum Kreis der Gesamtschuldner gehört.

Aber irgendwas ist da trotzdem schiefgelaufen. Sollte sich jemand mit Ahnung mal ansehen.

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@EnnoDerDritte

Wenn die Ehefrau im Insolvenzverfahren ist und sowieso nichts zahlen braucht, macht eine Aufteilung meiner Meinung nach keinen Sinn.

Der Ehemann hätte die Steuer sowieso gesamtschuldnerisch zahlen müssen. Daran ändert sich durch die Aufteilung hier nichts.

So eine Aufteilung ergibt nur dann Sinn, wenn der Ehemann nach der Aufteilung hätte weniger zahlen müssen.

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Der Finanzbeamte sagte, dass dieser Betrag eventuell direkt an meine Frau ausgezahlt werden kann, da er noch vor der Insolvenz entstanden ist. Er würde ihr das Geld auf ihr Konto überweisen und wir müssten es direkt wieder zurückzahlen. Hier geht es um die von Dir errechneten 690 Euro.

Dann müssten die 770 Euro von uns noch nachgezahlt werden.

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@ndfgewinnt

Ich sage das absolut selten...aber der Kollege hat keine Ahnung. Vielleicht ein dienstjunger Sachbearbeiter.

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