Beamtin mit privater Krankenversicherung geht in Elternzeit, gibts Hilfen bei ihrer PKV? Beihilfe?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Sie hat einen Unterhaltsanspruch für sich selbst und das Kind hat einen vorrangigen Unterhaltsanspruch gegen den Kindesvater.

Da das Kind sehr wahrscheinlich auch einen PKV-Vertrag hat, wird dieser Beitrag anteilig beim Kindesvater als Mehrbedarf zu holen sein (zusätzlich zum Kindesunterhalt).

Der Bedarf der Mutter (incl. PKV-Beitrag) wird durch die Unterhaltsforderung gegen den Kindesvater zu decken sein (sofern dieser mehr verdient als sie in Elternzeit).

Ansonsten wäre zu prüfen, die Elternzeit zu verkürzen, um den zusätzlichen Finanzierungsbedarf zu reduzieren. Es gibt immerhin Kitas, die Kinder ab 6 Monaten bereits betreuen, was wiederum vom Kindesvater mit zu tragen wäre, d.h. unter dem Strich könnte das sinnvoller sein.

Um ehrlich zu sein, sehe ich das Problem nicht recht.

Richtig ist, sie muss die Beiträge weiterzahlen.

Aber:

Das Kind hat Unterhaltsansprüche gegen den Vater.

Sie selbst hat vermutlich auch Unterhaltsansprüche, trotz Elterngeld.

Also soll der Papi des Kindes mal in die Tasche greifen.

Danke wfwbinder, klar die Ansprüche bestehen, er wird auch für das Kind zahlen, evtl. ziehen sie auch zusammen, ABER sie wollte für sich selber aufkommen, sie ist es nicht gewohnt finanziell abhängig zu sein. Irgendwie schade, daß für Beamtinnen in der Elternzeit nicht so gut gesorgt ist - von der Krankenkasse her - wie bei Müttern die ges. krankenversichert sind.

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Hallo,

richtig, in der PKV richtet sich die Prämie nach dem Risiko und nicht nach der persönlichen Leistungsfähigkeit. Beitragsermäßigungen gibts da keine. Nur in Bayern gibt es vom Staat einen Zuschuss zur PKV in dieser Zeit.

Nicht ganz erschließt sich mir die Prämie von 300 EUR für einen 50%igen Versicherungsschutz einer jungen Frau ?

Ein Verbleib in der GKV hätte nur wenig geholfen, denn als Beamtin wäre sie freiwillig versichert und müßte auch einen Mindestbeitrag weiterzahlen.

Wie wird denn das Kind versichert ?

Viel Glück

Barmer

Hallo barmer, Danke für die Antwort, das Kind kann in der gesetzlichen Krankenkasse des Kindsvaters versichert werden, sonst müßte die Muter für das Kind noch einen Extra-Versicherungsbeitrag in der privaten Krankenkasse zahlen. Die Beamtin ist schon seit Arbeitsbeginn in der PKV, Beamten sind eben in der PKV, weil sie nur eine 50% Absicherung braucht, die es damals in der GKV nicht gab. Sie hatte nur gehofft, daß sie vom Elterngeld existieren kann, nun wenn sie die PKV weiterzahlen muß, wird es finanziell sehr eng. Sie wollte finanziell nicht vom Kindsvater abhängig sein, auch wenn sie nun zusammenziehen werden (so ist es geplant).

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@Rentenfrau

Hallo, die 50%-Absicherung in der GKV gibt es auch heute nicht.

Nochmal: die 300 EUR gehören überprüft.

Viel Glück

Barmer

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@barmer

Danke barmer, sie hat Vorerkrankungen, daher höherer KV-Beitrag

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