Beamte werden nicht entlassen- aber einfach versetzt- wie kann man sich dagegen wehren?

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5 Antworten

Kann der Beamte sich gegen eine Versetzung wehren? Als Grundsatz gilt: der Beamte muss einer Versetzung nicht zustimmen, wenn die Versetzung einige Punkte beachtet. Dazu gehört, dass das neue Amt zum selben Dienstherrn gehört, die gleiche Laufbahn bestehen bleibt und mindestens der gleiche Verdient gewährleistet bleibt. Lediglich eine Anhörung für den Beamten ist vorgesehen, um eventuelle Gründe zu erfahren, welche gegen eine Versetzung sprechen. Dies gilt besonders dann, wenn folgende Punkte vorliegen: der Dienst ist völlig anders, als der bisherige oder ein weiter Umzug würde die Folge sein, so dass der Beamte sein gesamtes Lebensumfeld ändern müsste. Wie oben erwähnt, trifft vor allem der erste Grund für die Beamten der Telekom zu. Der Beamte hat einige Möglichkeiten juristisch gegen eine Versetzung vorzugehen.

  • Er kann einen Widerspruch einlegen und von seiner Behörde eine Prüfung der Versetzung erwarten.

  • Er kann eine Anfechtungsanklage erheben, in diesem Fall prüft das zuständige Verwaltungsgericht die Zulässigkeit der Versetzung.

  • Am Ende ist noch eine so genannte Verpflichtungsklage möglich. Diese wird ebenfalls vom Verwaltungsgericht geprüft und entschieden. Dies kann beispielsweise der Fall sein, wenn der Beamte selbst um eine Versetzung gebeten hat, diese aber seitens des Dienstherrn nicht genehmigt wurde. Oder aber der eine Ehepartner versetzt wird, der andere mitziehen möchte und dieser Wunsch verweigert wird.

Finanziell hat der Beamte bei einer Versetzung gegenüber der freien Wirtschaft einen erheblichen Vorteil. In seinem Fall darf eine Versetzung keinen Einfluss auf sein Gehalt haben. Dieser Umstand ist in der freien Wirtschaft öfter der Fall. Erlaubt ist eine Kürzung des Grundgehaltes nur dann, wenn nachfolgende Punkte zutreffen:

  • die alte Dienststelle komplett aufgelöst wurde;

  • die alte Dienststelle im gesamten Aufbau wesentlich verändert wurde;

  • oder sich die Aufgaben des Beamten grundlegend geändert haben.

http://www.info-beamte.de/index.php5?title=Versetzung

Beamte sind nach dem Beamtengesetz verpflichtet den Anwesungen des Dienstherren zu folgen.

Dafür, dass sie nicht (oder praktisch nicht) entlassen werden können, haben sie den Nachteil eventuell versetzt werden zu können.

Wenn man dann noch berücksichtigt, dass sie den Umzug mit nebenkosten bezahlt bekommen, für Übergangszeiten Sonderregelungen in Anspruch nehmen düren (siehe die Bundesbeamten im Zuge des Regierungsumzuges), verstehe ich die Beschwerden nicht.

Die Bedingungen sind doch bekannt, wenn man Beamter auf Lebenszeit wird. Ich kenne keine Vorschrift, die einem Bediensteten im öfentlichen Dienst, diese Unterschrift aufzwingt.

Wieviele normale Arbeitenehmer müssen quer durch die Republik ziehen, nur um überhaupt einen Arbeitsplatz zu haben.

auf alle Fälle ist es erforderlich, daß der Personalrat darüber informiert ist und auch zustimmt. Ist dies nicht der Fall, ist die Versetzung unwirksam, auch wenn sie schon erfolgt sein sollte.

Beamte sind zwar nicht kündbar, haben aber das Recht, selbst zu kündigen. Dann können sie auch an ihrem Wohnort bleiben.

Dafür haben sie das Privileg der Unkündbarkeit. Man kann nicht alles haben.

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