Bausparvertrag mit Guthaben nach Todesfall - Erbe ausgeschlagen

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5 Antworten

Das ist nicht ganz so einfach.

Lief der Vertrag auf die Eheleute, so gehören 50% der Bausparsumme auch der Mutter. Nur 50% wären Bestandteil der Erbmasse.

Lief der Vertrag auf den Vater alleine, so kann es immer noch einen Begünstigten im Todesfall geben, der auf diesen Vertrag eingerichtet ist - z.B. die Mutter. Bei manchen Verträgen gibt es auch eine Standardregel für Ehepartner. In diesem Fall wäre der Bausparvertrag komplett überhaupt nicht Gegenstand der (ausgeschlagenen) Erbmasse und würde der begünstigten Person zustehen.

Lief der Vertrag auf den Vater alleine und wurde keine begünstigte Person im Todesfall eingerichtet, dann gilt die gesetzliche Regelung, d.h. der Bausparvertrag ist Bestandteil des ausgeschlagenen Erbes und muss zur Tilgung von Schuldenpositionen den Gläubigern überlassen werden.

Es wird nun also sinnvoll sein, die Bausparkasse über das Ausschlagen des Erbes zu informieren und die genauen Konditionen für Todesfallleistungen zu erfragen. Entsprechend ist dann weiter vorzugehen.

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Kommentar von mamishnord
19.05.2011, 14:35

Danke für diese Auskunft. Die Bausparkasse weiss ja eigentlich, dass das Erbe ausgeschlagen wurde. Deshalb werden jetzt zunächst einmal genauere Informationen zum Vertrag eingeholt.

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Ist der Kreditgeber für die € 13.000 die Bausparkasse oder eine andere Person?

Gibt es noch die Ehefrau des Verstorbenen? Und ist die irgendwo Vertragspartei bei den angesprochenen Verträgen?

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Kommentar von mamishnord
19.05.2011, 14:37

Kredit war ein Verbraucherkredit bei einer Bank. Die Ehefrau gibt's noch, die hat aber Kredit und/oder Bausparvertrag nicht abgeschlossen. Die Eheleute lebten bereits getrennt, aber ohne Scheidung. Daher waren die gegenseitigen Verhältnisse nicht immer so bekannt.

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Am besten wäre es gewesen, dass einer der Erben die Verantwortung für die Abwicklung übernommen und das Ganze dann über die Nachlassinsolvenz abgewickelt hätte. Das wäre die sauberste Lösung gewesen.

Recherchiere mal: Nachlassinsolvenz

Die Bausparkasse kann keine Ruhe geben - die müssen das eingezahlte Geld verwalten bzw. wieder zurückzahlen.

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Sie sollten auch beachten, dass Sie nicht ewig Zeit haben, ein Erbe auszuschlagen.

1 Jahr hört sich schon ordentlich lange an.

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Kommentar von mamishnord
18.05.2011, 21:16

Das Erbe ist bereits ausgeschlagen und die Bausparkasse weiss das auch. Allerdings schmort da eben das Guthaben. Darum geht es. Sie fragt also nach, wie es mit dem Vertrag weitergehen soll.

Ist wohl doch zu kompliziert.

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Nimm das Erbe an wenn es Dir um das Guthaben geht, unternimm nichts wenn Du den Kredit nicht zurück zahlen willst.

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Kommentar von mamishnord
18.05.2011, 20:48

Tja, so hat man es jetzt einige Jahre gehalten. Aber die Bausparkasse lässt nicht locker... Es muss wohl eine eindeutige Handlung her. Die lautet also deinem Rat nach: auf die Erbausschlagung nochmals hinweisen?

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Kommentar von DaDocta
18.06.2011, 10:00

Wenn die Erben das Erbe annehmen haben Sie aber auch die Schulden am Bein. Schlechter Tausch 1000 EUR Kapital gegen 13 TEUR Schulden

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