Bausparvertrag ablösen / ändern

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5 Antworten

Hallo!

Ich muss mal mit Ihnen etwas schimpfen...

Wenn Sie sich ein Finanzierungskonzept --Ablösung eines tilgungsfreien Darlehens bei Zuteilungsreife eines/mehrerer abgetretener Bausparverträge (BSV) durch diesen selbst--- haben zusammenstricken lassen und es für Sie ok war, warum haben Sie die Besparung der BSV vernachlässigt?

Sie hätten frühzeitig das Konzept anpassen lassen müssen, wenn Sie die Besparung nicht leisten konnten/wollten.

Nun wieder zu Ihrem Fall und den Möglichkeiten, die Kuh vom Eis zu bekommen. Ich beschränke mich hier auf drei augenscheinlich mögliche Varianten...)

1. Möglichkeit:

Sie können sich eine Zwischenfinanzierung des endfälligen Darlehens berechnen lassen, deren Dauer UND Zinssicherheit aber unbedingt an die Dauer bis zur Zuteilungsreife der vorhandenen BSV gekoppelt sein muss.

Dazu gehört dann aber auch, dass Sie die BSV wieder besparen. Auch Sonderzahlungen sollten möglich sein.

2. Möglichkeit:

Je nachdem wieviel Geld in den BSVen steckt, kann es sinnvoll sein, diese auf langfristige Zeit zu strecken und bis zum nächsten Umfinanzierungszeitpunkt weiterlaufen zu lassen. Dadurch verringert sich die monatliche Besparungsleistung.

Dann benötigen Sie aber immer noch eine Möglichkeit, wie Sie das endfällige Darlehen, dessen Zinsbindung ausläuft, nun weiter finanzieren.   

3. Möglichkeit:

Sie stellen die vorhandenen BSVen in aktuelle Varianten mit besseren Darlehenskonditionen um.

Das kostet Sie in der Regel ein Tarifwechselentgelt, ggf. eine Abschlusskostendifferenz und die Rückrechnung auf niedrigere Zinsen.

Dadurch kann, wenn genug Guthaben vorhanden ist, eine Zuteilungsreife hergestellt werden.

Bleibt aber dennoch das Problem der Anschlussfinanzierung des endfälligen Darlehens und eine Zustimmung des Zessionärs wird auch nötig sein.

Es gibt noch eine Reihe weiterer Möglichkeiten, die ich gerne mit Ihnen durchdekliniere. Dazu benötige ich aber weitere Infos und ggf. die Verträge.

Wenn Sie wollen, können Sie mich gerne per PN weiter kontaktieren.

Hier besteht dringender Handlungs- und Beratungsbedarf!

Da hier etwas von Ertragswerten erwähnt wird, scheint es sich um eine Gewerbeimmobilie oder vermietete Immobilie zu handeln. Daher ist das Thema Steuern nicht zu vernachlässigen. Da ist zwar die Geschichte mit den Bausparverträgen sicher einerseits rentabel für die Vermittler gewesen, aber fragen Sie mal Ihren Steuerberater, warum hier evtl. die Tilgungsaussetzung, bzw. die geringe Tilgung gewählt wurde. Das kann ja Gründe haben.

Und ja, es gibt gute und unabhängige Berater. Ich würde hier einen Berater gegen Honorar engagieren, der Finanzmathematik beherrscht und verschiedene Szenarien, evtl. zusammenmit Ihrem Steuerberater, durchspielt, und Ihnen auch das verkaufte Finanzierungsmodell mal neutral erläutert. Mit entsprechenden Kenntnissen und Werkzeugen kann man das sehr schön Vor- und Nachsteuer betrachten und die Szenarien exakt gegenüberstellen.

Ein anderer Aspekt ist das Zinsrisiko dem Sie sich derzeit aussetzen und entweder befüttern Sie die Bausparverträge jetzt ordentlich und passend, oder decken sich bereits jetzt mit einem Forward-Darlehen ganz oder teilweise ein und sparen eine Sondertilgung woanders an. Sonst sind Sie je nach Zinsszenario in 2015 ziemlich gebeutelt oder komplett dahin.

Die Bausparverträge dürften nicht kündbar sein, da wahrscheinlich abgetreten.

"Gute Beratung kostet immer, schlechte auch, keine sowieso. Und wer meint Kompetenz sei teuer, der sollte es mal mit Inkompetenz versuchen."

Hallo Mountainman, Sie haben die Möglichkeit Ihre Bauspartarife anzupassen. Das heißt, Sie können sich aus den neuen LBS Tarifen den für Sie günstigsten aussuchen. Das kostet KEINE Gebühren, es fällt lediglich ein Ausgleich bei den Zinsen an. Zur Zeit gibt es einen Darlehenszins von 1,5 %. Das ist unschlagbar günstig. Fragen Sie Ihren Berater. Er wird Ihnen eine Ausrechnung entsprechend Ihren Bedürfnissen erstellen. Noch ein kleiner Hinweis. Zur Zeit lohnt es sich unbedingt sich langfristig die niedrigen Darlehenszinsen zu sichern. Noch tiefer werden sie nicht gehen können.

Das gibt ne Menge Ärger, wenn die Bausparverträge mal eben so gekündigt werden. Da ist ein Darlehen über 760.000 Euro, also eine Vorfinanzierung mit Zinsfestschreibung bis 2015. Und die Besparung der Bausparverträge ist Vertragsbestandteil. Die zu leistende Mindestansparung wird im Darlehensvertrag stehen. Tja, dumm gelaufen - das gesamte Finanzierungsmodell war von Anfang an rein provisionsgetrieben. Der Vertrieb hat sich bei diesen Summe ne goldene Nase verdient.

Lösungsansatz kann sein, die Besparung der Bausparverträge auf das vertragliche Minimum zu reduzieren. Eventuell über ein Forwarddarlehen zum Okt. 2015 nachdenken, um dann den ganzen Quatsch ablösen zu können. Die Zuteilung der Bausparverträge zieht sich ja noch über den Okt. 2015 hinaus, die Vor-/Zwischenfinanzierung geht also in die Verlängerung. Und sollte doch im Okt. 2015 die Bauspardarlehen komplett zugeteilt werden, würden ab dann gewaltige monatliche Belastungen entstehen - wegen der hohen Tilgung der Bauspardarlehen.

Man sollte die Modelle mal rechnerisch gegenüberstellen und schauen, wieviel günstiger ein Switch sein wird.

Tja - die Konditionen der LBS sind durch die Bank schlecht - das ist nicht neu.

Natürlich kommst du während der Sparphase aus den Verträgen raus, einfach per Kündigung, nur: die Abschlussgebühr ist weg !!!

bei dieser Bausparsumme ein großer Haufen Geld, der einfach vernichtet würde.

Mein Vorschlag: die Verträge zusammenlegen und ggf. auch erniedrigen, dann wäre nur ein Teil der Abschlußgebühr verbrannt.

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