Bausparen durch jetztiges niedrigen Sollzins?

2 Antworten

Für einen ETW-Kauf mag der Betrag ausreichend sein. Aber wann willst Du diese Wohnung kaufen und ist dann der BSV dann schon zuteilungsreif?

Bedenke, dass Du nicht nur den Kaufpreis begleichen mußt, sondern auch noch die Kaufnebenkosten (Grunderwerbsteuer, Notar, Makler etc.) zahlen und die Instandhaltungsrücklage ablösen mußt.

Instandhaltungsrücklage ablösen

Davon lese ich jetzt schon das zweite mal - ist so etwas üblich? Seit wann?

Bei den ETW Käufen, die ist kenne oder selbst durchgeführt habe, war das einfach im Kaufpreis mit drin.

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@Mikkey

einfach im Kaufpreis mit drin.

Dann ist ja alles okay. Aber glaubst Du, dass die Verkäufer und Käufer das auch schon wissen, wenn sie sich über den Preis unterhalten?

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Ich halte das für kein gutes Geschäft.

Lt Rechner der Schwäbisch Hall wird dieser Bausparvertrag mit 0,25% verzinst, Nach 11 Jahren ist er Zuteilungsreif, dann ist ein Guthabenn von 50.131 Euro in dem Vertrag und man kann sich ein Darlehen von 49.900 Euro holen. Dazu muss man sehen, dass die eigenen Einzahllungen 50.439 Euro (mtl. 391 Euro) betragen haben. Die Zinsen des Bausparvertrages haben also nicht mal für die Abschlußgebühr gereicht.

Wenn Du bei 1,5% Zinsen (Tagesgeldhopping) die 391 Euro angespart hättest dann wären daraus 56.100 Euro geworden - und falls die Niedrigzinsen zu Ende gegangen wäre dann hättest Du natürlich mehr Zinsen erhalten.

Der Tilgungsplan sieht die Tilgung innerhalb der nächsten 14 Jahre und 1 Monat mit 350 Euro monatlich vor. Die Gretchenfrage ist : Wie hoch müsste der Zins für die 43.900 Euro Kredit (es ist ja mehr angespart worden) steigen bevor der Bausparvertrag besser ist? Auch das kann zinsen-berechnen de beantworten: Der Zinssatz müsste 5% oder mehr sein. Aktuell liegt der Bankzins bei ca. 2%.

Wenn ich jetzt noch berücksichtige, dass ich bei meiner Selbstsparenvariante deutlich flexibler bin was die Rückzahlung angeht und das ich mit den Minizinsen der jetzigen Zeit die nächsten 11 Jahre durchgerechnet habe - tja dann spricht für mich nichts für einen Bausparvertrag.

Und noch was zum Nachrechnen: Nach 5 Jahren sind 24.400 Euro bei 1,5% im Spartopl. Wenn ich jetzt von steigenden Zinsen ausgehe halte ich einen Sparzins von dann 3% für möglich. Also spare ich ab dem 6.Jahr mit 3% und dann wäre ich nach 11 Jahren schon bei knapp 60.000 Euro und brauche nur einen Bankkredit von 40.000 Euro.

Anders sieht es auch wenn ich absolut sicher bin, dass ich in 10 Jahre kaufen/bauen möchte. Dann würde ich zu einem Riesterbausparvertrag neigen weil hier noch die staatliche Förderung dazu kommt. Aber auch hier liegt die Betonung auf absolut sicher sowie es auch 7 Jahre oder 15 Jahre oder auch gar nicht sein kann dann sollte man nochmal genau nachdenken und die eigenen Pläne genau durchdenken.

Angeblicher Verlust der Anschaffungsdaten von Wertpapieren - deshalb Pauschalbesteuerung

Bis 2008 hatte ich bei zwei Banken Wertpapiere hinterlegt. Im Zuge der Werbekampagne vor Beginn der Abgeltungssteuer überredete mich ein Bankberater, die Depots zusammenzulegen, Gewinne könnten dann leichter mit Verlusten verrechnet werden. Kein Hinweis über eventuelle steuerliche Risiken! 2009 hatte ich im Verrechnungstopf einen Verlust in Höhe von 1400 EUR, den ich durch einen Gewinn demnächst auszugleichen hoffte. Jetzt der Schock: Eine Anleihe, die ich 2004 zum Nennbetrag von 3000 EUR bei der anderen Bank erworben hatte, wurde fällig und zu 100% zurückgezahlt (ich bekam also meine 3000 EUR wieder); Zinsen waren jährlich berechnet worden. Diese 3000 EUR wurden aber als Veräußerungserlös deklariert (weil der neuen Bank keine Anschaffungsdaten vorlagen) und mit 30% Pauschalbesteuerung belegt. Dadurch wurden im Verlusttopf fiktiv 900 EUR Gewinn verbucht, so dass ich meinen Fond nicht abstoßen kann, ohne Abgeltungssteuer zu zahlen. Recherchen ergaben, dass erst ab 01.01.2009 die Banken gesetzlich verpflichtet waren, bei Depotüberträgen die Anschaffungsdaten der Wertpapiere zu übermitteln - die Daten gelten also als faktisch verlorengegangen, obwohl ich die originalen Kaufbelege besitze! Nachträglicher Eintrag wäre nicht möglich. Was kann ich tun? Fond einlösen, Abgeltungssteuer zahlen und dann 2012 vom Finanzamt zurückholen? Mit Kaufbelegen beweisen, dass gar kein Gewinn da?

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